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TV-Kritik: Anelka Kastrop & die Doppel-Blondine

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Samstags bei Sky: Familie Kastrop moderiert © jh

München - Pay-TV-Sender Sky hat jetzt auch sein Sportstudio. tz-Kolumnist Jörg Heinrich schreibt in seiner TV-Kritik über die Premiere sowie über gruselige Momente bei der Konkurrenz.

Unser Thema heute: Töppi und der Hund von Jessica. Aber der Reihe nach: Weil das ZDF die Ausstrahlung des Aktuellen Sportstudios wegen Geringfügigkeit quasi eingestellt hat, hat sich Sky gedacht, dann machen wir ab sofort unser eigenes Sportstudio. Die nagelneue Sendung, die am Wochenende Premiere feierte, hat gleich drei Moderatoren, nämlich Jessica Kastrop, Simon Südel sowie Anelka Kastrop, die Hündin von Jessica Kastrop. Und man muss sagen: Fräulein Kastrop hat ihre Sache deutlich besser gemacht als Steinbrecher früher in Mainz. Sie sah niedlich aus, redete keinen Unfug und zeigte sich bissig. Frauchen Jessica war auch nicht schlecht.

Aktuelles Sportstudio: Scharfschützen an der Torwand

Bereits der Titel des Pay-TV-Sportstudios wirkt durchdacht: Weil die Sendung am Samstag kommt und live ausgestrahlt wird, heißt sie nicht Dienstag aufgezeichnet, sondern Samstag live. „In den nächsten zwei Stunden kann so gut wie alles passieren“, versprach das Frauchen von Anelka, und hielt Wort. Im Interview mit Olli Bierhoff stürzte sich plötzlich der Kastrop-Hund aus den Kulissen vehement auf den Bundesmanager. „Da hat das Frauchen wohl zu laut geredet“, bedauerte Jessy den hinterhältigen Angriff des Kampfdackels.

Mit den Worten „Sie haben ja mal Shampoowerbung gemacht“ leitete sie dann zum nächsten Programmpunkt über. Der Zuschauer hat sich an dieser Stelle gefragt: „Muss Olli den Kastrop-Hund shampoonieren?“ Schlussendlich sollte Bierhoff aber nur legendäre Fußballerfrisuren erraten. Lustig an Samstag live ist, dass mit der BR-Vertriebenen Isabella Müller-Reinhardt eine fast identische Blondine den Nachrichtenblock moderiert – bei Bedarf kann man Jessy und Bella problemlos austauschen, und keiner merkt den Unterschied.

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Die Bruchweg-Boys beim KMH.

Zum Auftakt war das Ganze mit zweieinhalb Stunden recht länglich – aber durchaus unterhaltsam. Beim Umschalten ist uns dann aufgefallen: Jessas, das Sportstudio gibt’s ja doch noch, wenn auch neuerdings erst kurz vor Einbruch der Morgendämmerung, wenn Sport1 schon ganz andere Bälle zeigt. Töppi quasselte sich durch sein letztes Spiel, und drei Mainzer Fußballer mussten bei KMH als „Bruchweg-Boys“ mit E-Gitarren durchs Studio albern. Da hat man sich dann den Kastrop-Hund herbeigewünscht: Fass, ­Anelka, fass!

jh

Kastrops legendärer Kopfball

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