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Bei ZDF-Dreharbeiten zusammengebrochen: SPD-Politiker Thomas Oppermann völlig überraschend verstorben

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Info-Lockdown in der ARD

TV-Kritik zum DFB-Spiel: Wie auf‘m Fischmarkt - Andere Experten hätten dieser Übertragung gut getan

Das DFB-Team hat sich gegen die Ukraine nicht mit Ruhm bekleckert. Doch wie schlugen sich Moderator Alex Bommes, Experte Bastian Schweinsteiger und Kommentator Florian Naß in der ARD? Unsere TV-Kritik.

Kiew - Wenn sich 7,53 Millionen Menschen ein fragwürdiges Länderspiel in der Ukraine anschauen: Ist das dann noch Fußballbegeisterung oder schon Gaffen, wie bei einem bösen Autounfall? So oder so: Das Erste ging am Samstagabend mit Bundesschweini, Bundesjogi und Bundesbommi in einen Info-Lockdown - und versuchte, den Patienten „Die Mannschaft“ in einer Art Therapiesitzung künstlich zu beatmen. Motto: Siegen statt siechen. Die Erklär-Inzidenz lag dabei dramatisch niedrig.

Der Moderator: Alexander Bommes ist einer der Sprechautomaten, die heutzutage im Fernsehen nicht mehr als Journalisten kluge Fragen stellen - sondern die locker-flockig ein teuer eingekauftes Fußballprodukt verkaufen, wie Aale-Dieter auf dem Fischmarkt. Das klingt dann so, dass Bastian Schweinsteiger hofft: „Ich gehe davon aus, dass wir heute unser erstes Nations-League-Spiel gewinnen werden.“ Aale-Alex stimmt dann zu: „Das wäre natürlich was!“ Er hoffte inständig auf „die nächste Möglichkeit, heute eine mögliche Führung über die Zeit zu bringen“. Sonst wird die Quote am Dienstag gegen die Schweiz womöglich noch schlechter.

Im Fokus der TV-Kritik: Experte Bastian Schweinsteiger (l.) und Moderator Alexander Bommes bildeten das ARD-Gespann für das DFB-Spiel in der Ukraine.

TV-Kritik zum DFB-Spiel: Schweinsteiger wird für Klartextchen abgefeiert

Der Experte: Phrasenschweini sprach in homöopathischen Dosen Klartextchen und wurde dafür von vielen abgefeiert. „Man kann sich nicht mehr hundertprozentig mit der Nationalmannschaft identifizieren“, erkannte der Gentleman-Kritiker messerscharf. Und: „Die Ergebnisse stimmen nicht. Die Attraktivität geht ein bisschen verloren.“ Das Offensichtliche auszusprechen, ist aber die Mini-Mindestanforderung an einen Experten. Ansonsten wünschte sich der Kolbermoor-Clooney eine Viererkette (so wie jeder Deutsche außer Jogi) und bemängelte fehlende Autofähnchen. Sein Wunsch: „Ich hoffe, dass der Fußball uns wieder ein bisschen Freude gibt.“ Da wünschte man sich beinahe (natürlich nur beinahe) Lothar oder den brillanten Thomas Broich, den die ARD unbegreiflicherweise zu Hause ließ.

Der Kommentator: Florian Naß, Nachfolger des retirierten Steffen Simon, machte seine Sache ordentlich - war aber deutlich zu zufrieden mit einem gurkigen 2:1 gegen Ukrainer, die von Frankreich gerade noch 7:1 zusammengefaltet worden waren. Als er lobte „Die Ukraine schaltet schnell um“, wünschte man sich als Unfallzeuge im Ersten: Ach, wären wir doch alle Ukrainer! (Jörg Heinrich)

Rubriklistenbild: © Screenshot ARD

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