TV-Kritik: Wasi ohne Haare?

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Mehmet Scholl

München - Vom Super-G zum Super-Jogi! tz-Kolumnist Jörg Heinrich musste sich für seine TV-Kritik erst wieder an die "Randsportart Fußball" gewöhnen, kam aber zu einigen interessanten Erkenntnissen.

Als nette Abwechslung zum vielen Skifahren in Garmisch gab’s am Mittwoch im Ersten die Übertragung einer Randsportart, von der man in Deutschland noch recht wenig weiß, die aber durchaus ulkig ist. Das Ganze nennt sich Fußball, und man war ganz froh, im Fernsehen ausnahmsweise eine Sportsendung zu sehen, in der es nicht ums Maria-Riesch-Heiraten geht, und in der keiner eine lila Schokoladenmütze trägt. Motto des Abends im Schlagerspiel gegen Italien: Isch ‘abe gar keine Riesenslalom! Am Anfang hat man sich natürlich zunächst an den Ski-freien TV-Sport gewöhnen müssen, und sich gefragt: Seit wann sieht Jana Thiel noch herber aus? War aber gar nicht die Tante Thiel, war der Onkel Delling, trotz der identischen Frisur. Und seit wann hat der Wasi keine Haare mehr, und so große Zähne? War aber gar nicht der Wasi, war der Scholli, der Lieblings-Papagei vom Louis. Um den Übergang vom Skifahren zum ungewohnten Fußball zu erleichtern, war ARD-Skifex Bernd Schmelzer auch in Dortmund, obwohl man ihn in Garmisch so dringend brauchen würde, wenn Aris Donzelli zu kommentieren droht. Der Schnee-Schmelzer hat einen sehr schönen Film über die fünf Dortmunder im Jogi-Kader gedreht.

Deutschland gegen Italien: Bilder und Einzelkritik - Drei verdienten sich Note 2

Das Länderspieljahr begann fürs DFB-Team mit einem Schlager: Hier sehen Sie die Bilder vom Freundschaftsspiel in Dortmund gegen Italien © dpa
Kann losgehen! © Getty
Die Begegnung ist mehr als nur ein Freundschaftsspiel. © AP
Es geht auch um Prestige - das zeigen solche Zweikämpfe © dpa
Joachim Löw wirkt angespannt. © Getty
Er hat nicht nur Philipp Lahm etwas zu sagen. © AP
Sondern auch Miroslav Klose. © Getty
Klose steht in der ersten Halbzeit im Mittelpunkt. © AP
Genauer gesagt in der 16. Minute: Klose trifft zum 1:0 für Deutschland! © AP
Toller Doppelpass zwischen Müller und Özil - dann legt Müller noch mal quer auf Klose, der schiebt cool ein. © AP
Klose bedankt sich beim Vorbereiter. © AP
Klar, das war sehr uneigennützig gemacht von Müller © AP
Eine Jubeltraube! © AP
Herrliche Bilder © AP
Jubeln © dpa
Und noch mal jubeln! © AP
Und weiter geht's! Auch Italien hat immer wieder gute Chancen - etwa diese hier in der 37. Minute. © AP
37. Minute: De Rossi prüft Neuer mit einem schönen Volleyschuss, doch der Keeper  steht genau richtig. © dpa
Cassano kommt gleich mehrfach zu Fall am Ende der ersten Halbzeit. © Getty
Doch Elfmeter kriegt er keinen. © Getty
Die zweite Halbzeit wird zerfahrener - auch weil beide Trainer viel wechseln. © dpa
Wenn's brenzlig wird ... © AP
... ist zunächst Manuel Neuer jeweils auf dem Posten. © dpa
Ein Blick auf die beiden Bundestrainer: Jogi Löw liebt Fußball. © Getty
Cesare Prandelli auch. © Getty
Erst kämpfte Italien vergeblich um den Ausgleich ... © AP
... und fand immer wieder in Manuel Neuer seinen Meister © Getty
In der 81. Minute ist Neuer dann geschlagen. © Getty
Deutschland verkünstelt sich in einer Kopfballstafette, der Ball landet bei Italien. Rossi hängt Mertesacker ab, seinen ersten Schuss pariert erst Neuer. Der zweite ist dann drin. © Getty
Italien jubelt. © Getty
Es bleibt beim 1:1, und nach Abpfiff ... © AP
... kommt es zu dieser schönen Geste zwischen Buffon und Neuer © AP
Kommen wir nun zur Einzelkritik (mit Archivfotos) © Getty
Manuel Neuer: Bei Italien stand mit Buffon der ehemals beste Torhüter der Welt im Tor. Bei Deutschland sein legitimer Nachfolger? Auch im DFB-Trikot zeigte der umworbene 24-Jährige seine Extraklasse – ob mit dem Fuß, oder auf der Linie. Note 2 © Getty
Philipp Lahm: Defensiv gefordert und fast immer souverän. Im Zusammenspiel mit Bayern-Kollege Müller klappte nicht alles – aber ein starker Moment reichte für die Führung. Zuverlässig wie ein Beamter – aber schneller! Note 3 © Getty
ab 64.: Jerome ­Boateng: o.B. © dpa
Per Mertesacker: Ermöglichte mit seinem Fehler den Ausgleich. Schade, denn zuvor zeigte der Bremer eine solide Partie: aggressiv im Zweikampf, allerdings oft mit viel Risiko. Hatte Glück, dass keines seiner Tacklings mit einem Elfer bestraft wurde. Note 4 © Getty
Holger Badstuber: Rehabilitation geglückt! Nach dem Horror-Auftritt in Köln hatte der Bayer einiges gutzumachen. Im Zweikampf verbessert, dazu gute Antizipation. Note 2 © Getty
ab 64.: Mats Hummels: o.B. © Getty
Aogo: Eine linke Dauerlösung? Jogi Löw hält viel vom Hamburger. Solide, aber auch mit Stellungsfehlern und Fehlpässen. Nach vorne kam nicht so viel wie von Lahm. Note 4 © Getty
Bastian Schweinsteiger: Der bayerische Big-Boss. Im Nationalteam hat er das Sagen. Gegen Italien merkte man Schweini trotz einiger Ballverluste an, dass er sich als Sechser wohl fühlt – und eben nicht als Spielmacher, wie zuletzt unter van Gaal. Note 3 © AP
Sami Khedira: Kein königlicher Auftritt. Der Real-Star wirkte behäbig, verlor viele Bälle. Um gesetzt zu bleiben muss mehr kommen. Note 4 © Getty
Thomas Müller: Machte einen auf Oranje – mit knalligen Schuhen in Holland-Farben. Viel unterwegs. Sein uneigennütziger Querpass ermöglichte die 1:0-Führung. Ganz war Müller aber nicht im WM-Modus, das Durchwurschteln klappte seltener. Note 3 © Getty
ab 46.: Mario Götze: Deutschlands Juwel funkelte gegen Italien noch nicht so richtig – dafür hatte der 18-Jährige zu wenige Aktionen. Note 3 © dpa
 Mesut Özil: Mesut, der Magier. In Madrid schwärmt man vom Regisseur als neuen Zidane. Am Mittwoch ließ er zu Beginn seine ganze Klasse aufblitzen: Ruhe am Ball, geniale Pässe, zauberhafte Hackentricks. Initiierte so das 1:0. Baute im Laufe der Partie aber ab. Note 3 © dpa
Lukas Podolski: Er war heiß auf die Italiener – denn im Halbfinale 2006 vergab Poldi die besten Chancen. Laufstark, auch defensiv engagiert. Note 3 © Getty
Miroslav Klose: Miro im DFB-Modus. Vielleicht sollte er künftig einfach das weiße Nationalelf-Leiberl unterm Bayern-Trikot anlassen. Viel unterwegs und mit dem alten Torriecher. Nach dem Tor zum 1:0 liegt Klose in der ewigen DFB-Torjägerliste nur noch neun Treffer hinter Müller. Für einen Startplatz gegen Hoffenheim reicht’s trotzdem nicht – Gomez soll bis Samstag fit sein. Note 2 © Getty
ab 75.: Kevin Großkreutz: o.B. © Getty

Ganz Deutschland war danach im schwarz-rot-gelben BVB-Fieber, bloß der Jogi nicht. „Keiner der Dortmunder wird heute anfangen“, musste Jana Delling kleinlaut verkünden, somit war der Schmelzer-Film leider ziemlich obsolet. Pfui, Löw! Zu Delling und Scholl muss man sagen, dass die beiden zusehends vernetzern. „Du warst ja auch mal so ein Riesentalent“, zog Delle, der ARD-Chefbeauftragte für g’schlamperte Fußball-Genies, seinen Mehmet auf. „Jetzt gehst du wieder auf mich los. Du hast den Netzer geschafft, jetzt versuchst du’s bei mir“, papageite Scholl, das kennt man noch von früher. Später ging’s darum, dass der Mehmet in einem Spiel nur auf der Bank saß, und sich aus Versehen nicht einmal selber eingewechselt hat. Kommentiert hat Tommy Bartels, was man aber wie immer praktisch nicht gemerkt hat. Der gute Mann ist eine Art sprechender Stadionton, stört nicht (außer beim penetranten Jammern über den Rasen), begeistert nicht, ein Mikrofon-Ottl. In Zeiten von Aris Donzelli ist man dafür aber fast schon dankbar.

Jörg Heinrich

 

Julia Mancuso: So sexy posiert sie im Internet

Auf dem Internet-Netzwerk Facebook hat US-Skistar und Silbemedaillen-Gewinnerin im Super-G, Julia Mancuso (26), etliche sexy Fotos von sich hocgeladen.  © Screenshot: Facebook
Auf dem Internet-Netzwerk Facebook hat US-Skistar und Silbemedaillen-Gewinnerin im Super-G, Julia Mancuso (26), etliche sexy Fotos von sich hocgeladen.  © Screenshot: Facebook
Auf dem Internet-Netzwerk Facebook hat US-Skistar und Silbemedaillen-Gewinnerin im Super-G, Julia Mancuso (26), etliche sexy Fotos von sich hocgeladen.  © Screenshot: Facebook
Auf dem Internet-Netzwerk Facebook hat US-Skistar und Silbemedaillen-Gewinnerin im Super-G, Julia Mancuso (26), etliche sexy Fotos von sich hocgeladen.  © Screenshot: Facebook
Auch im Skianzug macht Mancuso eine Top-Figur. 2010 hat sie bei den Olympischen Spielen in Vancouver die Silbermedaille in der Abfahrt gewonnen. © Getty
Auch im Skianzug macht Mancuso eine Top-Figur. 2010 hat sie bei den Olympischen Spielen in Vancouver die Silbermedaille in der Abfahrt gewonnen. © Getty
Auch im Skianzug macht Mancuso eine Top-Figur. 2010 hat sie bei den Olympischen Spielen in Vancouver die Silbermedaille in der Abfahrt gewonnen. © Getty
Ihr größter Erfolg: 2006 hat Mancuso bei den Olympischen Spielen in Turin die Goldmedaille im Riesenslalom gewonnen. © Getty
Ihr größter Erfolg: 2006 hat Mancuso bei den Olympischen Spielen in Turin die Goldmedaille im Riesenslalom gewonnen. © Getty
Ihr größter Erfolg: 2006 hat Mancuso bei den Olympischen Spielen in Turin die Goldmedaille im Riesenslalom gewonnen. © Getty
Ihr größter Erfolg: 2006 hat Mancuso bei den Olympischen Spielen in Turin die Goldmedaille im Riesenslalom gewonnen. © Getty
Ihr größter Erfolg: 2006 hat Mancuso bei den Olympischen Spielen in Turin die Goldmedaille im Riesenslalom gewonnen. © Getty
Ihr größter Erfolg: 2006 hat Mancuso bei den Olympischen Spielen in Turin die Goldmedaille im Riesenslalom gewonnen. © Getty
Ihr größter Erfolg: 2006 hat Mancuso bei den Olympischen Spielen in Turin die Goldmedaille im Riesenslalom gewonnen. © Getty
Ihr größter Erfolg: 2006 hat Mancuso bei den Olympischen Spielen in Turin die Goldmedaille im Riesenslalom gewonnen. © Getty
Ein Blickfang auf jeder Skipiste: Julia Mancuso.  © Getty
Ein Blickfang auf jeder Skipiste: Julia Mancuso.  © Getty
Julia Mancuso (links) und Lindsey Vonn. © Getty
Ein Blickfang auf jeder Skipiste: Julia Mancuso.  © Getty
Ein Blickfang auf jeder Skipiste: Julia Mancuso.  © Getty
Ein Blickfang auf jeder Skipiste: Julia Mancuso.  © Getty
Ein Blickfang auf jeder Skipiste: Julia Mancuso (links).  © Getty
Ein Blickfang auf jeder Skipiste: Julia Mancuso.  © Getty
Ein Blickfang auf jeder Skipiste: Julia Mancuso.  © Getty
Ein Blickfang auf jeder Skipiste: Julia Mancuso.  © Getty
Ein Blickfang auf jeder Skipiste: Julia Mancuso.  © Getty

 

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