Bundesliga-Auftakt

TV-Kritik: Vorsicht, Charmeoffensive! Damendoppel zum Bundesliga-Start im ZDF

Katrin Müller-Hohenstein moderierte den Bundesliga-Auftakt im ZDF.
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Katrin Müller-Hohenstein moderierte den Bundesliga-Auftakt im ZDF.

Der FC Bayern dominierte Schalke 04 beim Bundesliga-Auftakt. Beim ZDF dominierten die Frauen am Mikrofon. Eine TV-Kritik.

  • Der FC Bayern gewann zum Bundesliga-Start gegen Schalke mit 8:0.
  • Das ZDF setzte auf ein Damendoppel aus Katrin Müller-Hohenstein und Claudia Neumann.
  • Wie haben sich die beiden Frauen in der Männer-Domäne Fußball geschlagen?

München - Grüß Gott bei der Frauen-Bundesliga! Das ZDF setzte zum Saisonstart auf ein Damendoppel aus Katrin Müller-Hohenstein und Claudia Neumann. In diesem Fall muss man als weißer (keineswegs weiser) alter Mann aufpassen, was man schreibt. Kolumnen-Fossil Heinrich versucht es deshalb besonders charmant.

Moderatorin „KMH“ als Trauerrednerin - Mertesacker ist begeistert von „Leroy Sahne“

Die Moderatorin: Wenn’s schlechte Nachrichten gibt, ist KMH Weltklasse. Mit belegter Stimme verkündete sie: „Das Infektionsgeschehen in der bayerischen Landeshauptstadt lässt derzeit leider keine Zuschauer zu.“ Da begannen viele Menschen am TV, zu weinen. Beim angeblich verletzten David Alaba ahnte die Katrin exklusiv, dass uns der FCB alle behumpst: „Bin ich die einzige, die findet, dass das einen kleinen Beigeschmack hat?“ Falls Sie je sterben, engagieren Sie die Power-Fränkin als Trauerrednerin, dann sind Tränen garantiert.

Die Expertin: Per Mertesacker versuchte, seine Außenseiterrolle als Mann mit weiblichem Einfühlungsvermögen zu gombensieren, wie Lothar sagen würde. Er hoffte tapfer auf eine spannende Saison: „Wir haben tolle Vereine, tolle Mannschaften!“ Vorerst war Merte aber begeistert von „Leroy Sahne“, dem neuen Botschafter der bayerischen Milchindustrie. Der Quotenmann als Rotenmann.

Kommentatorin schiebt Alaba den „schwarzen Peter“ zu

Die Kommentatorin: Stephanie Baczyk beweist im Ersten, dass Frauen hervorragend Fußball kommentieren können. Logisch, kompetent über Fußball zu reden, ist ja keine Quantenphysik. Bei Claudia Neumann ist es allerdings so, dass sie keine schlechte Kommentatorin ist, weil sie eine Frau ist, sondern weil sie schlecht kommentiert. Sie hatte sich abstruse Sätze aufgeschrieben: „Das Duell des auf Hochglanz polierten Rekordmeisters gegen eine zumindest vorübergehend verstaubte Malochertruppe.“

Für das Spiel der „Triiiiiple“-Bayern interessierte sie sich nur am Rande. Das klang so: „Bei diesem Programm, das auf die Bayern wartet in allen drei Wettbewerben, plus noch die beiden Supercups, die noch anstehen, sowohl der nationale als auch der internationaleeeeeeeee Goretzkaaaaa Zweinull Bayern!“ Es war grauenvoll, bis hin zum „schwarzen Peter“ für Alaba. Die Frau ist als Kommentatorin so geeignet wie Uli Hoeneß als Spezialist für vegane Ernährung. Macho-Heinrich blickt dem Anruf der Frauenbeauftragten tapfer entgegen.

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