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Experte erklärt: Darum läuft es bei ManCity nicht rund für Pep

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Eduardo Fdez-Abascal, Int. Business Times & As.

München - Pep Guardiola hat mit Manchester City Probleme in der Premier League. Rang fünf nach 21 Spielen, zehn Punkte Rückstand auf Tabellenführer Chelsea - das genügt nicht den Ansprüchen. Daran liegt es.

Die Wahrheit ist aktuell keine angenehme für Pep Guardiola. Der Teammanager von Manchester City hat viele Probleme in der Premier League und nicht gerade die besten Zutaten, um Lösungen zu finden. Er will, dass seine Mannschaft wie Barcelona und Bayern spielt, hat dafür aber weder die nötigen Spieler noch die Zeit. Er will England mit seinem Ballbesitzfußball erobern, übersieht dabei aber, dass auf der Insel nach wie vor die Physis und die Konterstärke die besten Mittel sind. Dass er zu den Medien ein angespanntes Verhältnis hat, ist ihm auch keine Hilfe.

Seit Sommer ist klar: Die Herausforderung für Pep ist enorm. Es gibt keine wettbewerbsfähigere Liga als die Premier League und nach mehr als 200 Millionen Euro dieses Jahr für Transfers haben wohl keine Fans der Welt mehr Grund dazu, mehr von ihrem Team zu verlangen. Es ging auch ganz gut los. Nach zehn Siegen aus zehn Spielen meinte man, Pep habe akzeptiert, dass Konterfußball dank der Schnelligkeit von De Bruyne, Sterling & Co. das beste Mittel ist, um City wieder zum Champion zu machen. 

Denkste! Die Pleiten gegen Barça und die Spurs offenbarten die Schwächen seiner Elf, die durch Gündogans Ausfall noch verstärkt werden. Agüero ist zudem nicht Messi, auch nicht Lewandowski, aber das wahre Problem ist sowieso der Spielaufbau. Bravo zittert mit Ball am Fuß. Sagna, Zabaleta, Kolarov und Clichy beackern die Flügel nicht wie Dani Alves, und im Zentrum konnte man Touré vor zwei Monaten nicht einmal für ein Trainingsspielchen gebrauchen. Einem Trainer, der aus Spielern wie Xavi und Iniesta sein Markenzeichen machte, muss das wie ein schlechter Witz vorkommen.

Möglich, dass der Titel nie das Ziel eines Teams hätte sein sollen, das mit dem Scheckbuch zusammengestellt wurde. Die Qualifikation für die Champions League aber schon. Es wird Zeit, dass Pep nun Klopp & Co. beweist, warum sie ihn eines Tages den Messi der Trainerbänke tauften.

Von Eduardo Fdez-Abascal, Int. Business Times & As

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