1. tz
  2. Sport
  3. Fußball

Giovane Elber: Dungas Team ist extrem hungrig

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null
Giovane Elber. © dpa

Am Dienstag geht auch für mich die WM in Südafrika los: Brasiliens erster Auftritt – gegen Nordkorea. Eine Mannschaft, die man schlagen muss, klar. Aber Vorsicht!Die tz-Experten-Kolumne mit Giovane Elber.

Das Schlimmste ist immer, wenn man über einen Gegner nichts weiß. Ich spiele lieber gegen eine Mannschaft, die man kennt. Aber unser Nationaltrainer, der Carlos Dunga, ist ein ganz schlauer Fuchs. Der wird sich da schon etwas einfallen lassen. So wie bei der Nominierung des Kaders. Da hat Dunga einfach die ganz großen Namen zu Hause gelassen: Ronaldinho, Ronaldo, Robinho, Adriano fehlen. Ich denke, das war richtig. Warum? Ganz einfach: 2006 sind wir mit einer Mannschaft angereist, die nur Party machen wollte. Das war viel zu viel Samba und viel zu wenig Fußball. Die haben nach dem ersten Spiel gesagt: „Wen bekommen wir im Finale?“ Ja, und dann kam Frankreich, und für uns ging es ab nach Hause.

So wertvoll sind die 32 WM-Teilnehmer

Deswegen hat Dunga jetzt neue, hungrige Spieler mitgenommen und richtig durchgegriffen. Die Alten sind zu Hause geblieben. Ronaldinho zum Beispiel. Ein begnadeter Spieler, aber er ist satt. Oder Adriano. Der hat sein Talent weggeworfen, seinen Kopf nicht in Ordnung bekommen – und wiegt jetzt über 100 Kilo. Dunga ist eben ein harter Hund. Und das ist gut so. Jetzt hat er eine ganz neue Mannschaft. Man wird sehen, ob sie tatsächlich Titelfavorit sind oder nicht. Klar, 2002 hatten wir mehr spielerische Qualität. Aber jetzt hat die Mannschaft andere Stärken. Sie ist physisch stark, sie spielt so wie Dunga selbst gespielt hat: hart, defensiv-stark. Und nach vorne haben wir Kaká. Der ist immer für ein Tor gut. Die Frage ist nur: Ist er gesund oder nicht? Denn ohne ihn hätten wir ein großes Problem. Ich jedenfalls drücke die Daumen.

Auch interessant

Kommentare