Panamas Ex-Diktator Manuel Noriega ist tot

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tz-Experten-Kolumne

Achtung! So stark ist Algerien

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Die algerische Mannschaft feiert ihren Einzug ins Achtelfinale.

München - Peter Schnittger - ehemaliger Technischer Direktor Algeriens - schreibt in der tz-Experten-Kolumne, dass die Algerier keine Rachegelüste gegen Deutschland hegen.

Deutschland gegen Algerien – da werden ­Erinnerungen wach. Aber der 2:1-Sieg der ­Algerier bei der WM 1982 ist Geschichte, genauso wie ihr Ausscheiden durch die Schande von Gijon. Die Algerier hegen keine Rachegelüste, so darf man nicht denken. Vielmehr haben sie die einmalige Chance, für eine riesige Überraschung zu sorgen.

Fliegt Deutschland raus, dann wäre das eine Sensation. Und ich sage, dass es nicht leicht wird für die deutsche Mannschaft. Die Algerier werden 100 Prozent, nein sogar 110, geben und sich für ihr Land aufopfern. Ich kenne mich in Afrika ganz gut aus und der Fußball spielt auch im Norden des Kontinents eine große Rolle. Momentan herrscht riesige Begeisterung im Land, das ganze Volk hat den ersten Achtelfinaleinzug der ­Geschichte gefeiert. Die Leute dort sind fußballverrückt. Endlich definieren sie sich mit etwas anderem als Öl oder Gas. Ihre Unterstützung treibt die Mannschaft an. Jeder ist bereit, 90 oder vielleicht auch 120 Minuten alles zu geben.

Und dann kann Algerien dem DFB-Team durchaus gefährlich werden. Mit Islam Slimani haben die Wüstenfüchse, wie sie genannt werden, einen kopfballstarken Angreifer, in der Defensive überzeugen sie durch eine kompakte Ordnung und gute Raumaufteilung. Wenn die Deutschen zu behäbig nach vorne spielen, können sie Probleme bekommen. Die Algerier sind körperlich sehr präsent, hauen sich in jeden Zweikampf und verfügen bei Ballgewinn über ein gutes Konterspiel. Da muss Deutschland aufpassen. Zwar glaube ich, dass die Mannschaft von Jogi Löw weiterkommt, aber Algerien wird sich teuer verkaufen. Die Jungs sind lauffreudig und technisch versiert, haben dazu Überzeugung und Durchschlagskraft. Unterschätzen darf man sie auf keinen Fall.

Peter Schnittger

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