Mann droht mit Bomben: Entwarnung nach Großeinsatz in München und Ingolstadt

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Ex-Trainer nimmt Verantwortliche in die Kritik

tz-Kolumne von Magath: Schalker Euro-League-Aus desaströs

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Für die tz analysiert unser Kolumnist Felix Magath (62) immer montags die Lage im deutschen Fußball. Unter dem Motto Hart aber Felix betrachtet der Meistertrainer die Liga und die DFB-Elf durch seine Brille und zeigt auf, welche Teams und Spieler in Schwierigkeiten kommen und wer auf Erfolgsserien hoffen kann.

München - Das Schalker Auftreten in der Europa League in der vergangenen Woche ist für Felix Magath mehr als desaströs. Er legt den Verantwortlichen nahe, sich Gedanken um die Ausrichtung des Vereins zu machen.

Es war die mit Abstand enttäuschendste Leistung eines deutschen Vertreters in der gesamten laufenden Europapokalsaison – das 0:3 des FC Schalke 04 gegen Schachtar Donezk am vergangenen Donnerstag. Sang- und klanglos im eigenen Stadion trotz Hinspiel-Remis ausgeschieden und das gegen ein Team, das aktuell gar nicht im Meisterschafts-Spielbetrieb steht. Hohn und Spott eines Teils der eigenen Anhängerschaft waren unter anderem die Folge. Die Spieler jammerten anschließend über die Pfiffe aus der Kurve. Trainer Breitenreiter beklagte postwendend eine grundsätzlich zu hohe Erwartungshaltung auf Schalke.

Eine wenig nachvollziehbare Kausalität zum schlechten Auftritt seiner Mannschaft. Das Anspruchsdenken im Umfeld eines Klubs wie des FC Schalke 04 darf und muss hoch sein. Es sollte Ansporn sein. Vor allem aber Verpflichtung, die bestmöglichen Voraussetzungen für sportlichen Erfolg zu schaffen. Damit geht man auf Schalke aber zu fahrlässig um. Mal fehlt der Wille für neue Strukturen, mal überwiegen persönliche Interessen, mal werden schlicht Fehlentscheidungen getroffen. Kontinuität, vertrauensvolle Zusammenarbeit und Qualität der Entscheidungsträger sind gefragt – nicht die Senkung des Anspruchsdenkens!

Wenn man mit einem der teuersten Kader der Bundesliga und außerdem einer der emotionalsten sowie größten Fan- und Mitgliederbasis sich nicht selbstbewusst traut, als Mindestziel die Qualifikation zur Champions League zu formulieren, wird Verantwortung nur hin und her geschoben.

Die Bilanz dieser Saison fällt einmal mehr ernüchternd aus. Pokal-Aus, Europapokal-Aus, Bundesliga-Zick-Zack-Kurs, ohne sich nachhaltig in Richtung Königsklassen-Platz festzusetzen. Im Sommer nun wird Christian Heidel neuer Vorstand Sport beim S04. Mit viel Vorschusslorbeeren aus seiner langjährigen Mainzer Tätigkeit. Dass er die von ihm entscheidend mitgeprägte Komfortzone des 1. FSV verlässt und nach höheren Zielen und Möglichkeiten strebt, spricht für seinen persönlichen Ansporn. Das sollte er nicht aufgeben. Auch wenn er schnell merken wird, dass die Uhren auf Schalke mitunter anders ticken.

Felix Magath

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