FCI: Hoffen auf Horst

Nürnberg! Sonntag, 14 Uhr, easyCredit-Stadion! Spätestens, als Horst Köppel in der vergangenen Woche auf den Spielplan des FC Ingolstadt blickte, war ihm klar: Ich kann die Schanzer retten!

Der Club ist Köppels Lieblingsgegner. Seine Ein- und Ausstände als Spieler und Trainer waren meist gegen die Franken, und fast immer erfolgreich. So auch 2005: Der Trainer sprang fünf Spiele vor Saisonende bei Borussia Mönchengladbach ein und rettete die Fohlen vor dem Abstieg. Zum Auftakt gegen Nürnberg genügte damals sogar ein 0:0. Weil das diesmal zu wenig ist, hat Köppel auch seine Glücksuhr mitgebracht. Die Spieler, nach dem 3:4 gegen den FSV Mainz zu Tode betrübt, stimmt das alles zuversichtlich.

Alle hoffen auf Horst! „Ich habe von seiner Glücksuhr gelesen“, gibt Stürmer Steffen Wohlfarth zu: „Hoffentlich bringt uns das weiter.“ Selbst Keeper Michael Lutz ist wieder frohen Mutes. Nach vier Gegentoren bei gefühlten fünf Schüssen aufs Tor kniete er am Sonntag wie ein Häufchen Elend auf dem Rasen. Jetzt sagt er, seine ganzen 1,92 Meter aufgerichtet: „Es sind noch 15 Punkte zu vergeben. Wir müssen den Bann brechen. Dann wird’s auch weitere Erfolgserlebnisse geben. Dann bin ich überzeugt, dass wir es schaffen!“

Stefan Leitl ist einer von acht FCI-Spielern mit Abstiegserfahrung. Er weiß: „In der jetzigen Situation stimmt dich alles positiv! Wenn das alles hilft, haben wir bald die ersten drei Punkte.“ Denn: „Ohne Zuversicht könnten wir den Laden zumachen.“ Die allgemeine Zuversicht hat nicht nur mit Aberglaube zu tun. Köppels Vorgänger Thorsten Fink schäumte vor Optimismus geradezu über. Was ihm fehlte, war Köppels Trainererfahrung. In fast 30 Jahren hat Ingolstadts berühmtester Feuerwehrmann etliche Brände an der Seitelinie gelöscht.

Fink hatte seinen letzten Abstiegskampf mit Wattenscheid 09 in der Saison 1993/94 ausgefochten – als Spieler, mit dem Abstieg als Ergebnis. „Köppel – der Name ist bekannt“, sagt Leitl: „Ein erfolgreicher, erfahrener Trainer.“ Lutz meint: „Er weiß, wie man damit umgeht. Die Zuversicht ist relativ groß. Vier Siege reichen für die direkte Qualifikation.“ Drei der letzten vier Gegner kommen aus der zweiten Tabellenhälfte, analysiert Lutz. Bei Köppels Rettungstat 2005 waren vier Gegner aus der ersten Hälfte. Nur der Club nicht…

tk

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