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Münchner blätterte 400 Euro für falschen Champions-League-Pokal hin - doch dann folgte das böse Erwachen

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Den Champions-League-Triumph des FC Bayern wollte ein Münchner mit einem eigenen Pokal feiern. Doch da machten UEFA und Zoll nicht mit. Nun droht dem Mann Ärger.

München - Das ist für den Fußballfan ziemlich blöd gelaufen: Ein Münchner wollte sich den Traum vom eigenen Europa-Pokal erfüllen - und scheiterte am Münchner Zoll.

Wie das Hauptzollamt München* am Freitag mitteilte, entdeckten die Zöllner bereits im Oktober 2020 die Fälschung des Champions-League*-Pokals in einer Warensendung aus China*. Dazu muss man wissen: Da der Pokal eine geschützte Marke ist, hatte die UEFA zuvor den Zoll gebeten, grundsätzlich alle Plagiate zu beschlagnahmen.

Die Nachbildung des Champions-League-Pokals liegt auf einer Unterlage aus Styropor.
Sieht dem Original nicht zu Verwechseln ähnlich: Die Nachbildung des Champions-League-Pokals wurde vom Zoll beschlagnahmt. © dpa

Falscher Champions-League-Pokal: Münchner zahlt 400 Euro und geht doch leer aus

Der Empfänger der Billig-Trophäe, ein 30-Jähriger Münchner, hatte die Fälschung zufällig im Internet gesehen - und direkt zugeschlagen. Für ihn wäre das Stück eine schöne Erinnerung an den Sieg der Bayern 2020 im Champions-League-Finale gewesen. 400 Euro hat er für den Henkelpott hingeblättert - eigentlich ein Schnäppchen. Das 7,5 Kilo schwere Original ist nämlich 50.000 Euro wert und besteht aus 925er Sterling Silber und 24 Karat Blattgold.

Der Zoll machte dem hoffnungsvollen Käufer allerdings einen Strich durch die Rechnung: Der 30-Jährige musste beim Zollamt erscheinen, durfte seinen Pokal aber nicht mit nach Hause nehmen und zog mit leeren Händen wieder von dannen. „Dass es sich dabei nicht um das Original handelte, war dem Mann klar. Ihm war allerdings nicht bewusst, dass die Einfuhr einer Fälschung rechtlich verboten ist“, erklärt Marie Müller, Sprecherin des Hauptzollamts München.

Wie es für den Mann weitergeht, ist noch nicht klar. Nach Aussage des Zollamts wird er vermutlich eine Unterlassungserklärung unterschreiben müssen. Und die vermeintliche Trophäe? Die liegt gut verwahrt in der Asservatenkammer des Zollamts. *Merkur.de/bayern und *tz.de/muenchen sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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