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Unglaublich aber VAR: Videobeweis in der B-Klasse

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Mit dem Derbysieg gegen die SG Hochspeyer zog der SV Mölschbach mit dem Tabellenführer gleich
Mit dem Derbysieg gegen die SG Hochspeyer zog der SV Mölschbach mit dem Tabellenführer gleich © SV Mölschbach - Facebook

Kuriose Szene in Pfälzerwald und gleichzeitig unser Highlight des Wochenendes: Ein selbsternannter Videoschiedsrichter beeinflusst das Geschehen in der B-Klasse.

Wie der Südkurier berichtet, sorgte das Lokalduell zwischen dem SV Mölschbach und der SG Hochspeyer für diese Kreisliga-Premiere.

Im umkämpften Derby hatten die Gäste gerade den Ausgleich zum 2:2 erzielt (68.), als der Mölschbacher Kai Spengler den Ball nur vier Minuten später im Hochspeyerer Kasten unterbrachte. Doch zu früh gefreut Schiri Peter Kremer hatte den Ball vor der Hereingabe im Toraus gesehen und entschied auf Abstoß.

Aber nicht mit dem SV Mölschbach! Der zweite Vorsitzende der Gastgeber hatte das Spiel mit dem Handy gefilmt und stürmte prompt aufs Spielfeld. Was im Falle Ralf Rangnick lediglich zu einer empfindlichen Kritik an seiner Person führte, bewegte den Referee in Mölschbach zum Umdenken.

Er formte das berühmt, berüchtigte Quadrat und zeigte auf den Punkt. - 3:2 für die Hausherren.

Der SV Mölschbach darf sich also nun dank modernster Technik Derbysieger nennen, auch wenn die SG Hochspeyer beim Rheinland-Pfälzischen Verband Beschwerde einreichte, da der VAR in der B-Klasse nicht zugelassen ist. Trotzdem beteuert Mölschbach-Präsident Tobias Fischer gegenüber dem Südkurier die Fairness der Hochspeyerer, einige Spieler sollen bereits vor Einsatz des „VAR“ zugegeben haben, dass der Ball im Spiel gewesen sei.

In Südamerika ist es zu der womöglich kuriosesten Elfmeter-Entscheidung der Fußballgeschichte gekommen. 

Moritz Bletzinger

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