Conference League

Union nach Finnland oder Kasachstan: „Es wird ein Abenteuer“

Union in der Conference League
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Setzen sich die Berliner in den Playoffs durch, würden sie in die Gruppenphase einziehen, die am 16. September beginnt.

Dieses Los sorgt noch nicht für großen Europacup-Zauber. Doch Union Berlin hat beste Chancen auf den Einzug in die Gruppenphase der neuen Conference League. Im Playoff geht es gegen Kuopio PS oder FK Astana. Torwart Andreas Luthe rechnet fest mit einem „Abenteuer“.

Nyon/Berlin - Finnland oder Kasachstan. Der 1. FC Union Berlin lernt gleich in den Playoffs die Tücken der Conference League kennen.

Sportlich steht die Tür zur Gruppenphase des Europacup-Wettbewerbs für die Eisernen nach der Auslosung der Playoff-Runde mit Kuopio PS oder FK Astana als möglichem Gegner weit auf. Logistisch wird die Qualifikationsrunde für den Fußball-Bundesligisten aber zu einer Herausforderung.

Im Hinspiel geht es am 19. August entweder in die finnische Fußball-Provinz oder wahrscheinlicher und schwieriger über vier Zeitzonen und mehrere tausend Flugkilometer hinweg bis nach Nur-Sultan, in die Hauptstadt Kasachstans. „Ganz gleich ob Kasachstan oder Finnland. Eins steht fest - es wird ein Abenteuer“, twitterte Torwart Andreas Luthe nach der Auslosung am Montag in der UEFA-Zentrale in Nyon und versah seinen Beitrag mit einer Muskelgeste.

Trainer Urs Fischer, Geschäftsführer Oliver Ruhnert und Club-Chef Dirk Zingler äußerten sich nach der Auslosung öffentlich nicht. Man wolle erst abwarten, wer letztlich der Gegner sei, hieß es. Wo die Reise für Union zwischen den ersten beiden Bundesliga-Saisonspielen gegen Bayer Leverkusen (15. August) und bei der TSG 1899 Hoffenheim (22. August) hingeht, entscheidet sich im Duell zwischen Kuopio und Astana in der dritten Qualirunde am 5. und 12. August. Astana, das 2015 in die Gruppenphase der Champions League einzog, ist im Duell mit Kuopio Favorit.

Am 26. August steht das Rückspiel in Berlin an. Diese Partie wird im Olympiastadion stattfinden, da das Stadion an der Alten Försterei nicht die Zuschauerbedingungen der UEFA erfüllt. Zingler hatte sich gleich nach der Europacup-Qualifikation im Mai für den Umzug in die viel größere Arena im Westen der Hauptstadt ausgesprochen, damit möglichst viele Union-Fans die Partie im Stadion verfolgen können.

Die Berliner hatten sich als überraschender Tabellensiebter der Fußball-Bundesliga für den neuen Europacup-Wettbewerb qualifiziert. Den entscheidenden Treffer am letzten Spieltag beim 2:1 gegen RB Leipzig erzielte Max Kruse erst kurz vor dem Abpfiff. Als Playoff-Gewinner würden die Hauptstädter in die Gruppenphase einziehen, die am 16. September beginnt. Der Premierensieger der Conference League wird im Finale am 25. Mai 2022 in der albanischen Hauptstadt Tirana ermittelt.

Kuopio und Astana gehörten zu den weniger prominenten Losoptionen. Feyenoord Rotterdam, KAA Gent oder PAOK Saloniki blieben Union als mögliche Kontrahenten erspart. Durch ein Setzsystem war schon zuvor klar gewesen, dass Union frühestens in der Gruppenphase auf Topteams wie AS Rom, Tottenham Hotspur oder den ehemaligen Fischer-Club FC Basel treffen kann.

Für Union Berlin ist es die zweite Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb. 2001 hatten sich die Köpenicker als DFB-Pokalfinalist für den UEFA-Pokal qualifiziert. Damals ging die erste Reise nach Finnland. Gegen Haka Valkeakoski kam Union als Zweitligist weiter. Das Aus kam in der zweiten Runde gegen Litex Lowetsch aus Bulgarien. dpa

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