Conference League

Union-Premiere in Prag: Für Coach Fischer ein Genuss

Union Berlin
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Für den 1. FC Union Berlin beginnt mit dem Spiel gegen Slavia Prag das Abenteuer Conference League.

„Auf geht's.“ Trainer Urs Fischer gab beim Abschlusstraining von Union Berlin mit einem lauten Ruf das Motto vor. In der Conference League beginnt für die Eisernen ein neues Fußball-Abenteuer. Slavia Prag ist eine echte Hürde.

Prag - Mit dem Auswärtsspiel beim tschechischen Meister Slavia Prag beginnt für den 1. FC Union die Gruppenphase in der neuen Conference League.

Der Berliner Fußball-Bundesligist will heute (18.45 Uhr/Nitro) im Sinobo Stadion seine einzigartige Erfolgsgeschichte fortschreiben, die in gut zwei Jahren aus der zweiten Liga in den Europapokal führte.

AUSGANGSLAGE: Für Union Berlin ist es eine Premiere. Als man vor 20 Jahren letztmals international spielte, gab es im damaligen UEFA-Pokal noch keine Gruppenphase. „Genießen“ sollten seine Spieler diesen historischen Moment in der Club-Geschichte, meinte Trainer Urs Fischer. Aber dabei bitte schön den sportlichen Erfolg nicht aus den Augen verlieren. Gegen Slavia Prag sind die Eisernen definitiv wieder in der einst so geliebten Außenseiterrolle. Der tschechische Meister hat viel mehr internationale Erfahrung. Mit Feyenoord Rotterdam und Maccabi Haifa als weiteren Kontrahenten ist die Gruppe E sehr ausgeglichen. Für die Qualifikation zur K.o.-Phase zählt jeder Punkt.

PERSONAL: Nur Kevin Möhwald fehlt im Aufgebot der Eisernen. Der Neuzugang von Werder Bremen blieb wegen seiner Muskelverletzung in Berlin. Trainer Fischer hofft auf eine Einsatzchance im nächsten Bundesligaspiel am Sonntag bei Borussia Dortmund. Offensivstar Max Kruse wird natürlich in der Startformation erwartet. Eine Schonung des erfahrensten Spielers wie im Playoff-Rückspiel gegen Kuopio wäre eine Überraschung. Fischer erwartet aber mehr Effektivität vom 33-Jährigen. „Natürlich, wenn er beginnt, muss er das wieder abrufen, was er in der Vergangenheit abgerufen hat“, forderte Fischer.

ZITAT: Fischer über die Aussicht auf 500 000 Euro Siegprämie in jedem Gruppenspiel der Conference League: „In erster Linie interessiert mich das nicht, wir sind Sportler, zu gewinnen, das haben wir im Kopf.“

BESONDERES: Die Serie von neun Spielen ohne Niederlage in drei Wettbewerben seit Mai von Union Berlin kann sich schon sehen lassen. Gegner Slavia Prag beeindruckt sie aber wohl kaum. Der tschechische Meister ist in der heimischen Liga seit 52 Partien unbezwungen. dpa

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