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Um Uwe Seeler zu ehren: Magath schlägt Umbenennung des Volksparkstadions vor

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Von: Stefan Schmid

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Uwe Seeler hat als Präsident des HSV Felix Magath zum Trainer gemacht, jetzt fordert die Trainer-Ikone, das Hamburger Stadion nach dem verstorbenen Seeler zu benennen.

Hamburg - Es ging ein Ruck durch Fußball-Deutschland als der Tod von Uwe Seeler, einer der größten Spieler der deutschen Fußball-Geschichte, publik wurde. Nur einen Tag nach seinem Ableben werden die Stimmen laut, der HSV-Legende ein möglichst großes Gedenken zu bescheren. Unter anderem fordert Trainer-Ikone Felix Magath die Umbenennung des Volksparkstadions nach dem erfolgreichen Stürmer.

Seeler machte Magath zum Profi-Trainer

Felix Magath hat Uwe Seeler viel zu verdanken, auch wenn er vom HSV-Präsidenten Seeler seine erste Kündigung als Profi-Trainer erhielt, war er auch dafür verantwortlich, dass Magath überhaupt 1995 in diese Position gekommen ist. Der erfolgreiche Trainer, der vergangene Saison Hertha BSC in letzte Sekunde vor dem Abstieg bewahrte, ist dankbar dafür: „Uwe Seeler hat mich 1995 zum Cheftrainer gemacht und mir damit den Eintritt in die Bundesliga ermöglicht.“

Magath, der zweimal mit dem FC Bayern das Double holte, kennt sich gut aus beim HSV, nicht nur als Trainer war er bei den Hanseaten tätig, sondern auch als erfolgreicher Spieler und Manager. Und so hat sein Wort Gewicht, wenn er sagt: „Ich gehe davon aus, dass das Stadion jetzt umbenannt wird. Alles andere wäre völlig daneben. Uwe Seeler gehört zu dieser Stadt, zu diesem Verein, zum deutschen Fußball. Das ist für mich zwangsläufig, dass das Volksparkstadion jetzt nach ihm benannt wird.“

„Uns Uwe“
„Uns Uwe“ Seeler mit seinen HSV-Fans bei seinem Abschiedsspiel 1972. © dpa

Kühne macht Umbenennung wahrscheinlich

Für die Umbenennung zuständig wäre zu einem großen Teil HSV-Anteilseigner Klaus-Michael Kühne, der aktuell über die Namensrechte des Stadions verfügt. „Wenn man das Volksparkstadion in Uwe-Seeler-Stadion umbenennen will, bin ich sofort dabei, auch wenn der bisherige Traditionsname dann nicht mehr fortbestehen würde. Als Hamburger Idol und Denkmal hat Uwe Seeler die Benennung des HSV-Stadions nach seinem Namen vollkommen verdient“, so Kühne gegenüber dem Hamburger Abendblatt.

Bevor nun aber aktionistische Rufe nach der Art des Andenkens überhandnehmen, sollte zunächst die Zeit zur Trauer einkehren. Der Tod von Uwe Seeler hat viele Emotionen bei seinen Wegbegleitern hervorgerufen, und die ganze Fußball-Welt wird eine Minute stillstehen, wenn im Hamburger Volkspark vor dem HSV-Heimspiel gegen den FC Hansa Rostock „Uns Uwe“ gedacht wird. (dpa/sch)

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