Veh mault trotz Bayern-Coup: Erwartungshaltung zu groß

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Armin Veh war nicht zum Feiern zumute. Foto: Fredrik von Erichsen

Frankfurt/Main (dpa) - Eigentlich hätte sich Armin Veh genüsslich feiern lassen können. Schließlich ist er bislang der einzige Coach in Deutschland, dem es gelungen ist, eine Taktik zu entwerfen, an der die Über-Bayern verzweifelt sind.

Alle Mann an den eigenen Strafraum, ein paar Stoßgebete gen Himmel - so schickte Veh seine Mannschaft am Freitag gegen den souveränen Tabellenführer auf den Platz und wurde mit einem 0:0 belohnt.

Doch Veh war trotzdem nicht in Feierlaune. Der Frankfurter Trainer war vielmehr beleidigt. Die Kritik der vergangenen Tage hatte der Eintracht-Coach offenbar als ungerechtfertigt empfunden, obwohl er sie selbst mit eigenen Aussagen nach der Pokal-Blamage beim Drittligisten Erzgebirge Aue befeuert hatte.

Und so verweigerte Veh nach der Pressekonferenz die obligatorische Runde mit den Journalisten und rauschte davon. So wenig Souveränität hätte man vom 54-Jährigen, der immer gerne damit kokettiert, im Fußball schon alles erlebt zu haben, gar nicht erwartet.

Dass Veh und die Verantwortlichen selbst vor Saisonbeginn mit ihren öffentlich gemachten Träumereien von neuen Europa-League-Reisen Hoffnungen und Erwartungen geweckt hatten, die angesichts des Potenzials der Eintracht eher unrealistisch waren, verschwieg Veh.

Veh-Porträt auf Club-Homepage

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