Verfahren gegen Lehmann und Subotic eingestellt

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Jens Lehmann und Neven Subotic müssen nicht mit einer nachträglichen Sperre rechnen.

Frankfurt/Main - Verfahren eingestellt: Ex-Nationaltorhüter Jens Lehmann und der Dortmunder Verteidiger Neven Subotic sind nach ihrer Rangelei mit einem Blauen Auge davon gekommen.

Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Donnerstag mitteilte, hat der Kontrollausschuss des Verbandes das Verfahren gegen beide Profis eingestellt - Lehmann und Subotic müssen daher keine nachträgliche Sperre durch das DFB-Sportgericht mehr befürchten. Der Dortmunder Defensivspieler bekam von seinem Club jedoch eine Geldstrafe in unbekannter Höhe aufgebrummt.

Der Stuttgarter Keeper und der BVB-Abwehrspieler waren am Samstag in der Partie beider Teams (1:1) aneinandergeraten. Kurz vor der Pause hatte Lehmann den vor ihm stehenden Subotic mit dem rechten Ellenbogen gegen den Hinterkopf geschlagen. Daraufhin hatte Subotic mit seinem linken Ellenbogen nach hinten ausgeholt und Lehmann an der Lippe getroffen.

Schiedsrichter Helmut Fleischer (Siegmertshausen) hatte dem DFB - Kontrollausschuss zunächst erklärt, beide Vorgänge nicht gesehen zu haben, so dass das Gremium Ermittlungen aufnehmen konnte. Nach neuerlichen Befragungen des Unparteiischen, den Stellungnahmen der betroffenen Spieler sowie der Auswertung mehrerer Fernsehbilder kam das Gremium nun aber zu dem Ergebnis, “dass der Schiedsrichter eine in sportgerichtlichen Verfahren nicht mehr angreifbare Tatsachenentscheidung getroffen hat.“ Der Verdacht des krass sportwidrigen Verhaltens in der Form einer Tätlichkeit konnte so nicht mehr aufrechterhalten werden.

Der Ausschuss kam nach genauer Untersuchung zu der Feststellung, dass Fleischer aufgrund seiner eigenen Beobachtungen auf Torwartbehinderung erkannt habe. Zudem sei auf Fernsehbildern, die aus der Hintertor-Perspektive aufgenommen wurden, deutlich geworden, dass Fleischer das Geschehen im Stuttgarter Strafraum im Blickwinkel hatte. Mit seiner Entscheidung auf Freistoß für den VfB habe der Referee die Situation abschließend bewertet.

Der DFB folgte damit auch der Sichtweise der beteiligten Vereine. Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc hatte sich bereits am Wochenende darüber beschwert, dass der Kontrollausschuss Ermittlungen aufnehmen wolle. “Hier lag eine glasklare Tatsachenentscheidung“, hatte Zorc gesagt und es als “Ungeheuerlichkeit“ bezeichnet, dass der Ausschuss “auf das Trommeln der Medien“ reagiert habe.

dpa

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