Verletzte beim Nordderby - Polizei zieht Bilanz

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Die Polizei zeigte beim Spiel des HSV in Bremen Präsenz. Foto: Carmen Jaspersen

Flaschenwürfe, Pyrotechnik und Schlägereien: Ein Großaufgebot der Polizei konnte Ausschreitungen während des Nordderbys in Bremen nicht verhindern. Mehrere Menschen wurden verletzt.

Bremen (dpa) - Am Rande des Nordderbys zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV sind mehrere Menschen bei Ausschreitungen verletzt worden. Drei Polizisten sowie eine noch unbekannte Zahl an Fans und Randalierern mussten am Sonntag behandelt werden, wie die Polizei Bremen mitteilte.

Zur genauen Anzahl der Festnahmen und verletzten Menschen konnte die Polizei am Montagmorgen noch keine Angaben machen. Eine detaillierte Auswertung folge im Laufe des Tages, sagte ein Sprecher.

Wegen Raub, Körperverletzung und Sachbeschädigung wurden mehrere Strafanzeigen aufgenommen. Die Polizei war bei dem als Risikospiel eingestuften Nordderby mit rund 1000 Beamten im Einsatz.

Bereits bei der Anreise am Bremer Hauptbahnhof kam es zu Ausschreitungen von HSV-Anhängern. In einem Zug des Metronom wurde nach Angaben der Bundespolizei die Inneneinrichtung zweier Waggons schwer beschädigt. Schon im Bahnhof zündeten Hamburger Fans vereinzelt Pyrotechnik. Rund zwanzig Beamte der Bundespolizei klagten daraufhin über Atemprobleme, konnten den Dienst aber fortsetzen.

Die Bundespolizei erstattete Anzeige gegen acht HSV-Fans, unter anderem wegen Sachbeschädigung und Zünden bzw. Mitführen von Pyrotechnik. Aus taktischer Sicht sei das Sicherheitskonzept der Bundespolizei am Bahnhof aber gut aufgegangen, sagte ein Sprecher.

Auf dem Weg zum Stadion zerstörten HSV-Fans einen der Busse, mit denen die Polizei sie zum Stadion geleiten wollte. Bei einer verabredeten Auseinandersetzung zwischen rund 50 bis 60 Hamburgern und 120 Bremern im "Gleisdreieck" schritt die Polizei mit Schlagstöcken und Pfefferspray ein. Die Hamburger erhielten ein Platzverbot für ganz Bremen und wurden zurück zum Bahnhof geschickt, einige Bremer durften sich dem Stadionumfeld nicht nähern.

Nach dem Spiel gerieten in der Nähe des Stadions der Polizei zufolge Bremer Hooligans und Bremer Ultras aneinander. Dabei seien mehrere Menschen verletzt worden. Die Polizei sei auch hier mit Schlagstöcken und Pfefferspray eingeschritten.

Schon vor der Partie hatte die Polizei angekündigt, der Deutschen Fußball Liga (DFL) erstmals einen Gebührenbescheid in Höhe von rund 300 000 Euro zuzustellen. Die DFL und Werder lehnten das bislang ab.

Pressemitteilung

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