Endgültiger WM-Kader: Löw lässt warten

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Jogi Löw lässt die Fans noch ein wenig auf die Kaderbekanntgabe warten

Eppan - Joachim Löw will die Nominierung seines endgültigen 23-Mann-Kaders für die Fußball-WM bis zur letzten Minute ausreizen. Wer muss die bittere Pille schlucken?

Der Bundestrainer werde das Aufgebot für Südafrika nicht vor dem Ablauf der Meldefrist beim Weltverband FIFA an diesem Dienstag (24.00 Uhr) bekanntgeben, berichtete Mediendirektor Harald Stenger am Montag im Trainingslager der DFB-Auswahl in Südtirol.

Was die Bundestrainer seit 1964 verdient haben

Helmut Schön (r.), Bundestrainer zwischen 1964 und 1978, verdiente umgerechnet 80.000 Euro im Jahr. © Getty
Jupp Derwall, Bundestrainer zwischen 1978 und 1984, verdiente umgerechnet 100.000 Euro im Jahr. © Getty
Franz Beckenbauer, Teamchef zwischen 1984 und 1990, verdiente umgerechnet 200.000 Euro im Jahr. © Getty
Berti Vogts, Bundestrainer zwischen 1990 und 1998, verdiente umgerechnet 300.000 Euro im Jahr. © Getty
Erich Ribbeck, Bundestrainer zwischen 1998 und 2000, verdiente 1,2 Millionen Euro im Jahr. © Getty
Rudi Völler, Bundestrainer zwischen 2000 und 2004, verdiente 1,5 Millionen Euro im Jahr. © Getty
Jürgen Klinsmann, Teamchef zwischen 2004 und 2006, verdiente 2,5 Millionen Euro im Jahr (inklusive einer Million Euro garantierter Werbe-Einnahmen). © Getty
Jogi Löw, Bundestrainer seit 2006, verdient bisher 3 Millionen Euro im Jahr. © Getty

Löw muss derzeit noch einen Spieler aus seinem vorläufigen Aufgebot streichen, das nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Michael Ballack, Christian Träsch und Heiko Westermann 24 Spieler umfasst. “Morgen wird keine Entscheidung darüber bekanntgegeben, wie die weiteren Überlegungen der sportlichen Leitung aussehen“, kündigte Stenger am Montag überraschend in Eppan an. Wann Löw die 23 Namen bekanntgeben wird, wurde nicht verraten. Die FIFA hatte angekündigt, die Aufgebote der 32 teilnehmenden WM-Nationen erst am Freitag um die Mittagszeit zu veröffentlichen.

Löw muss die 23 Akteure aus seinem vorläufigen Aufgebot von 27 Spielern benennen, die er am 6. Mai in Stuttgart nominiert hatte. Er könnte am Dienstag auch die verletzten Ballack, Träsch und Westermann auf die 23-Mann-Liste setzen. Bis 24 Stunden vor dem Anpfiff der ersten Partie gegen Australien am 13. Juni (20.30 Uhr) in Durban könnte der DFB verletzte Spieler noch austauschen, die ihre Blessur durch ein ärztliches Attest der FIFA belegen können. Das wäre bei Ballack & Co. möglich. Für diese unwahrscheinliche Vorgehensweise müsste Löw am Dienstag mehr als nur einen der aktuell einsatzfähigen 24 Spieler streichen. Mediendirektor Stenger versicherte jedoch am Montag nochmals, dass aktuell keine Nachnominierungen geplant seien.

Kapitän Philipp Lahm äußerte nach dem Training die feste Überzeugung, dass die Mannschaft die Ausfälle mit dem noch vorhandenen Personal auffangen kann. “Natürlich ist es bitter, dass so viele Ausfälle zu verkraften sind. Trotzdem haben wir noch eine Mannschaft zusammen, die sehr stark ist. Ich mache mir keine Sorgen. So hart es ist, dass nun auch noch Heiko Westermann ausfällt, es geht für uns normal weiter“, sagte der Münchner. Das WM-Ziel bleibe auch ohne Ballack & Co. das Halbfinale, erklärte Lahm und ergänzte: “Klar ist auch, dass wir von mehr träumen.“

Löw muss nach dem kurzfristigen Ausfall von Westermann vor allem abwägen, ob er noch einen Abwehrspieler aus dem vorläufigen Aufgebot streicht. Als erster Kandidat gilt der Hoffenheimer Rechts-Verteidiger Andreas Beck. Auch den Hamburger Dennis Aogo könnte es treffen. Noch Zweifel hatte Löw nach dem 3:0-Sieg gegen Ungarn an der absoluten WM-Fitness des Hamburgers Marcell Jansen geäußert, der nach einer Fußverletzung in Budapest erstmals seit Ende März wieder in einem echten Wettkampfspiel für 30 Minuten zum Einsatz gekommen war. Löw könnte entgegen seinen ursprünglichen Plänen auch noch einen der sechs Angreifer aussortieren.

dpa

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