Wer spielt alles im Unterhaus?

Zahlreiche prominente Fußballer in der 2. Liga

Michael Rensing
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EX-Bayernspieler Michael Rensing spielt bei Fortuna Düsseldorf

München - Für die neue Saison in der 2. Bundesliga haben vor allem die möglichen Aufstiegskandidaten teilweise mächtig aufgerüstet. Dabei finden sich plötzlich auch bekannte Namen im Unterhaus wieder.

Ein ehemaliger Torwart desFC Bayern gibt sich die Ehre. Auch ein langjähriger Bundesliga-Profi sieht in der 2. Liga keinen Abstieg. Mit einigen prominenten Neuzugängen startet das Unterhaus des deutschen Profi-Fußballs an diesem Freitag in die neue Saison. Vor allem die potenziellen Aufstiegsanwärter haben teilweise mächtig aufgerüstet. Doch nicht nur bei den Profis, auch bei Trainern und Managern mischen in derSaison 2013/14 aus der Beletage bekannte Namen mit. Große Summen wurden allerdings selten auf den Tisch gelegt, die meisten neuen Spieler kamen ablösefrei.

Rundum erneuert sind personell vor allem die Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf und SpVgg Greuther Fürth. Bei den Rheinländern meldet sich Trainer Mike Büskens zurück - und kann auf die Dienste des früheren Bayern-Keepers Michael Rensing (Bayer Leverkusen) sowie seines einstigen Schützlings Heinrich Schmidtgal (Fürth) zählen.

Für die Franken gibt es nach ihrem kurzen Bundesliga-Intermezzo einen Neuanfang. Mit dem Abstieg gingen neben Schmidtgal weitere Stammspieler wie Edgar Prib und Bernd Nehrig verloren, dafür konnten Kräfte wie Goran Sukalo und Daniel Brosinski (beide MSV Duisburg) verpflichtet werden.

Die wichtigsten Bundesliga-Transfers des Sommers

Die wertvollsten Löwen

Die Experten von transfermarkt.de haben wieder die Marktwerte der deutschen Profi-Mannschaften geschätzt. Laut Stand vom 9.07.2013 hat der Kader des TSV 1860 München insgesamt einen Marktwert von 15.250.000 Euro. Beim Marktwert werden unter anderem Alter, Leistung und Perspektive berücksichtigt. Sehen Sie hier die Rangliste der Löwen. © MIS
Andreas Neumeyer (Nummer18) 25.000 Euro © MIS
Netolitzky Michael (Nummer 22) 100.000 Euro © MIS
Korbinian Vollmann (Nummer 33) 100.000 Euro © MIS
Philipp Steinhart (Nummer 36) 150.000 Euro © MIS
Sebastian Hertner (Nummer 17) 175.000 Euro © MIS
Vitus Eicher (Nummer 30) 200.000 Euro © MIS
Markus Schwabl (Nummer 35) 250.000 Euro © MIS
Andreas Geipl (Nummer 25) 250.000 Euro © MIS
Kodjovi Koussou (Nummer 31) 250.000 Euro © sampics
Stefan Wannenwetsch (Nummer 20) 300.000 Euro © MIS
Arne Feick (Nummer 27) 400.000 Euro © MIS
Bobby Shou Wood (Nummer 23) 450.000 Euro © MIS
Gábor Király (Nummer 1) 500.000 Euro © MIS
Daniel Bierofka (Nummer 7) 500.000 Euro © MIS
Rob Friend (Nummer 9) 500.000 Euro © MIS
Moritz Volz (Nummer 2) 600.000 Euro © MIS
Dominik Stahl (Nummer 8) 600.000 Euro © MIS
Stephan Hain (Nummer 16) 600.000 Euro © MIS
Christopher Schindler (Nummer 26) 750.000 Euro © MIS
Kai Bülow (Nummer 4) 800.000 Euro © MIS
Guillermo Vallori (Nummer 5) 800.000 Euro © MIS
Grzegorz Wojtkowiak (Nummer 3) 800.000 Euro © MIS
Daniel Adlung (Nummer 19) 900.000 Euro © MIS
Yannick Stark (Nummer 29) 1.000.000 Euro... © MIS
Marin Tomasov (Nummer 14) 1.000.000 Euro... © MIS
Moritz Stoppelkamp (Nummer 10) 1.000.000 Euro © MIS
Der erste Platz der wertvollsten Löwenspieler geht an Benjamin Lauth (Nummer 11), der einen Marktwert von 1.250.000 Euro hat. © MIS

Viel neues Blut hat auch der 1. FC Köln erhalten, der in der vergangenen Saison die direkte Rückkehr in die Bundesliga verpasste. „Wir wollen den Verein wieder dorthin führen, wohin er gehört“, betont der neue Manager Jörg Schmadtke, der es zusammen mit Trainer Peter Stöger richten soll. Dabei wollen auch die Neuzugänge Marcel Risse (Mainz 05) und Daniel Halfar (1860 München) helfen.

Einen neuen Anlauf Richtung Oberhaus nimmt der 1. FC Kaiserslautern, der zuletzt erst in der Relegation gegen Hoffenheim am Aufstieg scheiterte. Prominente Neuzugänge sind Olivier Occéan (Eintracht Frankfurt), der im Zusammenspiel mit Mohamadou Idrissou dem Angriffsspiel der Pfälzer mehr Durchschlagskraft verleihen soll, sowie der finnische Nationalspieler Alexander Ring (HJK Helsinki).

Nach einem vereinsintern wieder einmal turbulentem Jahr will 1860 München im Aufstiegsrennen mitmischen. „Ich glaube an den Aufstieg dieses Jahr“, verkündete der frisch gekürte „Löwen“-Präsident Gerhard Mayrhofer forsch. Dazu sollen auch die Neuzugänge Stephan Hain (FC Augsburg), Yannick Stark (FSV Frankfurt) und Daniel Adlung (Energie Cottbus) beitragen.

Christian Tiffert spielt ab kommender Saison beim VFL Bochum

Besser als in der vergangenen Saison, in der nur mit viel Mühe der Klassenverbleib gesichert werden konnte, soll es beim VfL Bochum laufen. Neu ist Manager Christian Hochstätter - sowie der mit viel Erfahrung ausgestattete Christian Tiffert, der schon im Februar 2001 in der Bundesliga debütierte und zuletzt bei den Seattle Sounders in der US-Liga Major League Soccer spielte.

Beim FC St. Pauli, der in der Vorsaison ebenfalls lange zittern musste, sind die Ex-Fürther Nehrig und Christopher Nöthe sowie Marc Rzatkowski (Bochum) und John Verhoek (zuletzt beim FSV Frankfurt) neu an Bord. Prominentester Neuzugang und Hoffnungsträger zugleich beim FC Ingolstadt ist der Trainer: Marco Kurz, der einst Kaiserslautern nach oben führte und zuletzt in Hoffenheim scheiterte, ist zurück im Geschäft.

dpa

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