Watzke: BVB nicht "Kaufhaus des Westens"

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Hans-Joachim Watzke

München - Vorstandschef Hans-Joachim Watzke von Borussia Dortmund sieht dem möglichen Interesse anderer Klubs am Erfolgspersonal äußerst gelassen entgegen und stichelt gegen Bayern.

„Wenn einer bis 2016 bei uns unterschreibt wie Sven Bender vor kurzem, oder bis 2014 wie Neven Subotic oder Mario Götze, dann wissen die Jungs, dass sie bei uns ein Komplettpaket aus menschlicher Behandlung und einer sehr leidenschaftlichen Fußball-Umgebung bekommen“, sagte Watzke in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung, betonte aber: „Sie wissen aber auch, dass sie tatsächlich bleiben müssen, bis ihr Vertrag endet. Wir sind nicht das Kaufhaus des „Westens.“

Unabhängig von der Verpflichtung zur Einhaltung bestehender Verträge ist Watzke auch davon überzeugt, dass keiner der zum Teil sehr jungen Spieler den Klub vorzeitig verlassen wolle. Als Beispiel nannte er Nationalspieler Mats Hummels. Ich bin vielleicht etwas mutig, aber ich bin mir sehr sicher, dass Mats Hummels nicht nur bis 2013 bei Borussia Dortmund spielen wird, sondern weit länger. Mats weiß, wo er Nationalspieler geworden ist, und er weiß, wo man ihm das möglicherweise nicht zugetraut hat. Bei uns spielen sehr viele intelligente junge Männer“, sagte Watzke auf die Frage, ob er nicht fürchte, dass Hummels schon vor seinem Vertragsende 2013 zu Bayern München zurückkehren könnte.

Torschützenkönige in der Bundesliga seit 1990

Torschützenkönige in der Bundesliga seit 1990

2011/2012: Klaas-Jan Huntelaar (FC Schalke): 29 Tore © AP
2010/2011: Mario Gomez (FC Bayern), 28 Tore. © ap
2009/2010: Edin Dzeko (VfL Wolfsburg), 22 Tore © Getty
2008/2009: Grafite (VfL Wolfsburg), 28 Tore © Getty
2007/2008 (FC Bayern München), 24 Tore © Getty
2006/2007: Theofanis Gekas (VfL Bochum), 20 Tore © Getty
2005/2006: Miroslav Klose (Werder Bremen), 25 Tore © Getty
2004/2005: Marek Mintal (1. FC Nürnberg), 24 Tore © Getty
2003/2004: Ailton (Werder Bremen), 28 Tore © Getty
2002/2003: Giovane Elber (FC Bayern München), 21 Tore © Getty
2002/2003: Thomas Christiansen (VfL Bochum), 21 Tore © Getty
2001/2002: Martin Max (TSV 1860 München), 18 Tore © Getty
2001/2002: Marcio Amoroso (Borussia Dortmund), 18 Tore © Getty
2000/2001: Ebbe Sand (FC Schalke 04), 22 Tore © Getty
2000/2001: Sergej Barbarez (Hamburger SV), 22 Tore © Getty
1999/2000: Martin Max (TSV 1860 München), 19 Tore © Getty
1998/99: Michael Preetz (Hertha BSC), 23 Tore © Getty
1997/98: Ulf Kirsten (Bayer Leverkusen), 22 Tore © Getty
1996/97: Ulf Kirsten (Bayer Leverkusen), 22 Tore © Getty
1995/96: Fredi Bobic (VfB Stuttgart), 17 Tore © Getty
1994/95: Heiko Herrlich (Borussia Mönchengladbach), 20 Tore
1994/95: Mario Basler (Werder Bremen), 20 Tore © Getty
1993/94: Anthony Yeboah (Eintracht Frankfurt), 18 Tore © Getty
1993/94: Stefan Kuntz (1. FC Kaiserslautern), 18 Tore © dpa
1992/93: Anthony Yeboah (Eintracht Frankfurt), 20 Tore © dpa
1992/93: Ulf Kirsten (Bayer Leverkusen), 20 Tore © dpa
1991/92: Fritz Walter (VfB Stuttgart, links), 22 Tore © Getty
1990/91: Roland Wohlfahrt (FC Bayern München), 17 Tore © Getty
1989/90: Jörn Andersen (Eintracht Frankfurt), 18 Tore © Getty

Ebenso bestimmt zeigte sich Watzke bei der Frage nach dem Trainer. Jürgen Klopp soll bereits das Interesse einiger anderer Klubs auf sich gezogen haben. „Der Trainer ist der elementare Baustein. Ottmar Hitzfeld (Führte den BVB zu zwei Meisterschaften und zum Champions-League-Titel 1997/Anm. d. Red.) hatte eine vollkommene andere Art, arbeitete bei uns in einem damals vollkommen anderen Umfeld, aber er war genauso präsent. Jürgen Klopp ist der optimale Trainer für uns. Es ist ausgeschlossen, dass er vor Vertragsende von uns wieder weggeht oder dass ich ihn entlassen werde“, sagte Watzke. Der Vertrag mit Klopp war im November des vergangenen Jahres vorzeitig bis 2014 verlängert worden.

sid

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