Wegen „Terrorpropaganda“

Fußballer Deniz Naki muss erneut vor Gericht

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Deniz Naik (M.) spielte unter anderem bei St. Pauli und Paderborn.

Istanbul - Trotz eines Freispruchs im November muss sich der Fußballprofi Deniz Naki erneut wegen „Terrorpropaganda“ vor Gericht verantworten.

Grund sei eine Revision der Staatsanwaltschaft, sagte Nakis Anwalt Soran Haldi Mizrak der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Naki war am 8. November vom Gericht in der südosttürkischen Kurdenmetropole Diyarbakir in erster Instanz vom Vorwurf der Propaganda für die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK freigesprochen worden.

Hintergrund des Verfahrens waren Nachrichten, die der frühere Spieler des FC St. Pauli und des SC Paderborn über Twitter und Facebook verbreitet hatte. Aktuell spielt Naki für den Verein Amed SK aus Diyarbakir.

Unter anderem ging es in dem Verfahren um einen Facebook-Eintrag des 27 Jahre alten Fußballers. Nachdem Amed SK im Januar 2016 im Pokal gegen den Erstligisten Bursaspor gewonnen hatte, schrieb Naki unter anderem, der Sieg sei denen gewidmet, „die bei den Grausamkeiten, die seit über 50 Tagen auf unserem Boden stattfinden, getötet oder verletzt wurden“. Das türkische Militär geht seit dem Scheitern eines Waffenstillstands im Sommer 2015 im Südosten des Landes gegen die PKK vor.

dpa

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