Mindestens neun Verletzte bei Schüssen in Toronto - Schütze tot

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Mit Alkohol und Kokain „Doppelschichten“ geschoben

Ex-Eintracht-Profi zwang 17-jährige Freundin, auf den Strich zu gehen

Erman M. Im Trikot von Eintracht Frankfurt.

Ein Leben voller Extrema: Erman M. war Fußball-Profi und soll Mitglied der „Hells Angels“ gewesen sein. Jetzt muss der frühere Torwart wegen Zwangsprostitution ins Gefängnis.

Berlin - Eine steile Karriere, die bis in die Bundesliga führen könnte stand Erman M. bevor. Der montenegrinische Fußballtorwart durchlief die Jugendmannschaften von Eintracht Frankfurt und stand ab der Saison 2010/11 auch regelmäßig für die zweite Mannschaft der SGE in der Regionalliga auf dem Platz. 

Sechs Jahre später erscheint die mögliche Karriere wie aus einem anderen Leben. Wie „bild.de“ berichtet, muss Erman M. wegen Zwangsprostitution für sieben Jahre hinter Gitter.

Vom Fußballprofi zum Zuhälter

Laut Anklage zwang der jetzt 26-Jährige seine damals 17-Jährige Freundin zum Anschaffen in diversen Berliner Bordellen. 1000 Euro pro Tag forderte Erman M. von seiner Geliebten und erzählte ihr immer wieder, dass er das Geld bräuchte, um ihr eine gemeinsame Zukunft zu ermöglichen. 

Mit Alkohol und Kokain gefügig gemacht, schob die Partnerin des Ex-Profis am Wochenende „Doppelschichten“ von 18 Uhr bis 5 Uhr in der Berliner Rotlicht-Szene und ließ sich darüber hinaus „Property of Erman“ (dt: Eigentum von Erman) auf das Schlüsselbein tätowieren. 

Opfer gelang Flucht aus Rotlicht-Milieu 

2015 gelang dem Opfer die Flucht aus der Rotlicht-Szene und gegen Erman M. wurde Anzeige erstattet. Durch ihre Aussagen wurde auch eine Großrazzia im Großraum-Bordell „Artemis“ durchgeführt. 

Nach einjähriger Verhandlung wurde Erman M., der auch ein Mitglied der berüchtigten Rocker-Gang „Hells Angels“ gewesen sein soll, am Freitag des schweren Menschenhandel, der Zuhälterei, Nötigung, Räuberische Erpressung und Körperverletzung schuldig gesprochen.

Täter mit „beispiellose Rücksichtslosigkeit“

Die Richterin betonte dabei besonders die „beispiellose Rücksichtslosigkeit“ mit der der Angeklagte seine Freundin emotional abhängig gemacht und ausgenutzt hat. Die Strafe beträgt sieben Jahre Haft. 

fd

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