Weltfußballer: Kritik an Messi-Wahl

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Lionel Messi wurde zum zweiten Mal zum Weltfußballer gewählt.

Die Auszeichnung des Argentiniers Lionel Messi zum Weltfußballer des Jahres 2010 ist in Spanien auf heftige Kritik gestoßen.

 Die Spanier Xavi und Andrés Iniesta waren bei der Wahl leer ausgegangen. Die spanischen Medien sehen darin eine “Missachtung des Weltmeisters“. Die meistgelesene Zeitung “Marca“ schrieb am Dienstag, die Nominierung zeige, dass der Weltverband FIFA und dessen Präsident Joseph Blatter gegen Spanien voreingenommen seien.

Alle Weltfußballer seit 1982

2013: Cristiano Ronaldo (Portugal) © AFP
2012 Lionel Messi (Argentinien)
2012 Lionel Messi (Argentinien) © AP
2011 Lionel Messi (Argentinien)
2011 Lionel Messi (Argentinien) © dpa
2010 Lionel Messi (Argentinien)
2010 Lionel Messi (Argentinien) © Getty
2009 Lionel Messi (Argentinien) © Getty
2008 Cristiano Ronaldo (Portugal) © Getty
2007 Kaka (Brasilien) © Getty
2006 Fabio Cannavaro (Italien) © Getty
2005 Ronaldinho (Brasilien) © Getty
2004 Ronaldinho (Brasilien) © Getty
2003 Ronaldo (Brasilien) © Getty
2002 Zinedine Zidane (Frankreich) © Getty
2001 Luis Figo (Portugal) © Getty
2000 Zinedine Zidane (Frankreich) © Getty
1999 Rivaldo (Brasilien) © Getty
1998 Zinedine Zidane (Frankreich) © Getty
1997 Ronaldo (Brasilien) © Getty
1996 Ronaldo (Braslien) © Getty
1995 George Weah (Liberia) © Getty
1994 Romario (Brasilien) © Getty
1993 Roberto Baggio (Italien) © Getty
1992 Marco van Basten (Niederlande) © Getty
1991 Lothar Matthäus (Deutschland) © Getty
1990 Lothar Matthäus (Deutschland) © Getty
1989 Ruud Gullit (Niederlande) © Getty
1988 Marco van Basten (Niederlande) © Getty
1987 Ruud Gullit (Niederlande) © Getty
1986 Michel Platini (Frankreich) © Getty
1985 Michel Platini (Frankreich) © Getty
1984 Diego Maradona (Argentinien) © Getty
1983 Zico (Brasilien) © Getty
1982 Paolo Rossi (Italien) © Getty

“Spanien hat in den Urnen kein Gewicht“, meinte die Zeitung “El País“. “Die Wahl Messis war verdient. Aber der spanische Fußball hatte es nicht verdient, übergangen zu werden.“ Das Sportblatt “Marca“ witterte gar eine Verschwörung der FIFA: “Der FIFA-Chef Blatter hatte die Spanier bereits mit verdächtigen Methoden um die Ausrichtung der Weltmeisterschaft 2018 gebracht. Xavi und Iniesta gewannen mit dem FC Barcelona ebenso viele Titel wie Messi. Aber sie haben etwas, was der Argentinier nicht hat. Sie gewannen die WM.“

Die FIFA-All-Star-Elf der WM

Die FIFA ließ auf ihrer offiziellen Homepage die Club-Mitglieder ihre All-Star-Elf der WM wählen. Darin stehen: zwei DFB-Kicker, etliche Spanier - und kein Thomas Müller. Hier sehen Sie die Top Elf: Iker Casillas (Spanien) © AP
Maicon (Brasilien) © AP
Sergio Ramos (Spanien) © AP
Carles Puyol (Spanien) © AP
Philipp Lahm (Detschland) © AP
Xavi (Spanien) © AP
Andres Iniesta (Spanien) © AP
Bastian Schweinsteiger (Deutschland) © AP
Wesley Sneijder (Niederlande) © AP
Diego Forlan (Uruguay) © AP
David Villa (Spanien) © AP
Trainer: Vicente del Bosque (Spanien) © dpa

Das Konkurrenzblatt “As“ ergänzte: “Spanien erlebte einen Reinfall. Die Weltmeisterschaft scheint nichts zu zählen.“ Die spanische Presse sah sich in ihrer Kritik auch dadurch bestätigt, dass der Portugiese José Mourinho zum besten Trainer gewählt wurde. Die beiden Spanier Vicente del Bosque, Coach des WM-Teams, und der Barça-Trainer Josep Guardiola belegten den zweiten und dritten Platz.

“Mir wäre es lieber gewesen, wenn Xavi oder Iniesta die Auszeichnung bekommen hätten“, sagte Iker Casillas, Torwart und Kapitän des Weltmeisters. Del Bosque meinte: “Es ist schade, dass keiner unserer Spieler zum Weltfußballer gewählt wurde. Xavi und Iniesta hätten es verdient gehabt.“

dpa

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