Mysteriöse Posts des Brasilianers

Weltfußballer-Wahl mit Lewandowski: Neymar lässt Frust wegen Nichtberücksichtigung bei Twitter freien Lauf - „Bin GAMER geworden“

Mit Robert Lewandowski, Lionel Messi und Cristiano Ronaldo können sich noch drei Spieler Hoffnungen auf die Wahl zum Weltfußballer machen. Das geht Neymar gewaltig gegen den Strich.

  • Die FIFA kürt am 17. Dezember den Weltfußballer 2020.
  • Robert Lewandowski hat es wie Lionel Messi und Cristiano Ronaldo ins Finale der Top 3 geschafft.
  • Neymar wütet auf Twitter wegen seiner Nichtberücksichtigung.

München - In der Säbener Straße steigt die Spannung. Die große Hoffnung: Am kommenden Donnerstag, 17. Dezember, wird Robert Lewandowski als erster Profi des FC Bayern zum Weltfußballer ausgerufen. Auf die Shortlist der drei Finalisten hat es der polnische Goalgetter schonmal geschafft - gemeinsam mit den quasi gesetzten Lionel Messi und Cristiano Ronaldo.

Die beiden Weltstars haben die Trophäe seit 2008 mit einer Ausnahme - 2018 siegte Luka Modric - unter sich ausgemacht. Jeder von ihnen verpasste in diesen 13 Jahren nur einmal die Top 3. Doch diesmal scheint Lewandowski wirklich allerbeste Chancen zu besitzen, die größte individuelle Auszeichnung im Profifußball abzugreifen. Immerhin gewann er mit dem deutschen Rekordmeister in dieser Saison jeden möglichen Titel: von Meisterschale über DFB-Pokal und Champions-League-Pott bis hin zum nationalen und internationalen Supercup.

Hat es im Gegensatz zu Neymar unter die Top 3 geschafft: Robert Lewandowski fiebert der Weltfußballer-Wahl entgegen.

Weltfußballer-Wahl: Lewandowski überzeugt als Torjäger und ist Europas Nummer eins

Dazu kommt: Mit 34 Treffern - ein Wert, den nur Gerd Müller dreimal überboten hat - gewann er zum fünften Mal die Torjägerkanone der Bundesliga, in der Königsklasse sicherte sich der zweifache Familienvater die Trophäe mit 15 Buden - mehr schaffte nur CR7 binnen einer Saison. Als Europas Fußballer des Jahres wurde „Lewy“ bereits ausgezeichnet.

Da könnte man unken, dass es eigentlich keine Zweifel an seiner Ehrung geben könnte. Die Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge bei einem Telefonat mit FIFA-Boss Gianni Infantino erst ermöglicht haben will. Nachdem der Verband wegen der Corona-Pandemie für das Jahr 2020 einen Strich in der Liste hinterlassen wollte. Eigentlich war die Wahl längst abgesagt.

Aktuell nicht gerade bester Laune: Neymar schiebt wegen der Nichtberücksichtigung bei der Weltfußballer-Wahl Frust.

Weltfußballer-Wahl: Neymar sauer über Nichtberücksichtigung unter Top 3

Doch die Beharrlichkeit des allmächtigen FCB-Strategen hat auch zur Folge, dass sich so mancher Star offenbar unberechtigt große Hoffnungen auf die Auszeichnung gemacht hat. So scheint Neymar gar nicht verstehen zu können, warum ihm der Sprung auf das Podium verwehrt blieb. Der Brasilianer gewann mit Paris St. Germain in Frankreich das Quadruple aus Meisterschaft, Coupe de France, Ligapokal und Superpokal, in der Champions League stand der von Katars Gnaden zum Aushängeschild der Ligue 1 erhobene Klub im Finale gegen den FC Bayern.

Für Neymar offenbar die Bilanz, mit der er es zum dritten Mal nach 2015 und 2017 auf das Treppchen der Wahl hätte schaffen müssen. Seinen Frust über die Nichtberücksichtigung ließ der 28-Jährige bei Twitter raus. Auf höchst kuriose Art. Zunächst schrieb er: „Weil es mit Tennis nicht geklappt hat, bin ich zum Basketball gegangen.“ Nur wenige Minuten später folgte: „Ich habe Basketball aufgegeben und bin GAMER geworden.“

Weltfußballer-Wahl: Neymar-Wut wohl auch wegen verpasstem Sprung in Weltauswahl

Die mysteriös anmutenden Botschaften könnten ihren Ursprung in der Nichtnominierung für die Weltauswahl der International Federation of Football History & Statistics (IFFHS) haben, in der eben Lewandowski, Messi und Ronaldo das Sturmtrio bilden und der FC Bayern mit Manuel Neuer, Alphonso Davies, Thiago und Joshua Kimmich vier weitere (Ex-)Spieler stellt. Damals schrieb Neymars langjähriger Teamkollege und Landsmann Thiago Silva als Reaktion: „Neymar war in der NBA-Bubble.“ Was der PSG-Star direkt beantwortete: „Sie haben mich rekrutiert.“

Neymar gilt als großer Basketball-Fan, ist mit mehreren NBA-Stars befreundet. Im Januar besuchte er gemeinsam mit einigen PSG-Kollegen wie Kylian Mbappe ein Spiel der US-Liga in Paris. Dem kurz darauf verstorbenen Kobe Bryant gedachte er bei seinem Torjubel. Am 17. Dezember jedoch hätte er gern die ganze Bühne für sich gehabt. (mg)

Rubriklistenbild: © Oli Scarff/afp

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