Es könnte deutlich mehr Turniere geben

Große Revolution im Weltfußball? FIFA lässt spektakulären WM-Vorschlag prüfen - „Fußball vor kritischer Gabelung“

Der WM-Pokal: Streiten sich die Nationen künftig alle zwei Jahre um die Trophäe?
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Der WM-Pokal: Streiten sich die Nationen künftig alle zwei Jahre um die Trophäe?

Viele Nationen fiebern jahrelang auf Fußball-Weltmeisterschaften hin. Künftig könnte es doppelt so häufig zu den Turnieren kommen - erste Schritte sind bereits getan.

München - Auch wenn gerade die EM 2020 vor der Tür steht - auf die WM fiebern Millionen Fußballfans hin. Immer vier Jahre lang, bis die nächste ansteht. Doch das könnte sich künftig grundlegend ändern. Fußball-Weltmeisterschaften könnten bei Männern und Frauen künftig womöglich alle zwei Jahre stattfinden.

Eine Abstimmung macht diese Zukunft möglich: 166 der 209 Mitgliedsverbände stimmten im Rahmen des 71. Kongresses des Fußball-Weltverbandes FIFA für die Umsetzung einer entsprechenden Machbarkeitsstudie. Lediglich 22 Mitgliedsnationen stimmten gegen den Antrag von Saudi-Arabien. Damit öffnete der Kongress eine erste kleine Tür zur Veränderung des WM-Rhythmus.

Doppelt so viele Weltmeisterschaften? Fußball steht vor „kritischer Gabelung“

„Wir glauben, dass die Zukunft des Fußballs vor einer kritischen Gabelung steht“, sagte Yasser al-Misehal, Präsident des saudi-arabischen Fußballverbandes: „Es ist Zeit zu betrachten, was das Beste für die Zukunft unseres Sports ist.“ Mit Ausnahme einer längeren Pause während des Zweiten Weltkriegs fand die Weltmeisterschaft bislang immer alle vier Jahre statt. Eine Änderung müsste letztlich das FIFA-Council beschließen.

„Es ist aktuell noch egal, was ich denke. Was zählt, sind die Ergebnisse der Studie“, sagte FIFA-Präsident Gianni Infantino. Laut dem Präsidenten gehe es darum; Nationalteams die Chance auf Titel zu geben.

Infantino: „Klubs haben die Möglichkeit; jedes Jahr fünf, sechs Titel zu gewinnen. Jedes Nationalteam kann das nur alle vier Jahre. Wenn du einmal nicht dabei bist, ist das sehr tragisch bei dieser geringen Häufigkeit.“

Mehr Geld durch mehr Weltmeisterschaften: „Wir werden es diskutieren“

„Wir haben ein weißes Blatt Papier und sind offen für alle Ansichten und Meinungen, wie wir den Spielkalender besser machen können. Vielleicht können wir es auch nicht, aber wir müssen es versuchen. Wir müssen offen sein“, sagte der 51-Jährige. Es dürfe im Terminkalender keine Tabuthemen geben.

Mehr Weltmeisterschaften würden naturgemäß auch mehr Geld bringen. Doch dies sei kein Hauptfaktor bei den Plänen, so Infantino: „Wir werden es diskutieren und dabei sportliche Gesichtspunkte in den Vordergrund stellen, nicht wirtschaftliche.“

Infantino schloss mit einem weitreichenden Statement: „Wir werden sehen, ob es der Welt hilft.“

Die Deutschen würden mehr WMs womöglich begrüßen - immerhin gäbe es so mehr Chancen auf einen WM-Triumph der deutschen Nationalmannschaft wie zuletzt 2014. - cg mit sid

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