Ingolstadt tanzt am Abgrund – bis der Abwehrspieler in der 88. Minute das 1:1 macht

Wenczel bricht den Freitagsfluch!

Angstgegner und Freitagsfluch – zu viel schwarze Magie für den FC Ingolstadt? 88 Minuten lang sah es gegen den FSV Frankfurt ganz danach aus, dass auch das fünfte Spiel des FCI unter Flutlicht in dieser Saison verloren geht.

Bis Abwehrspieler Michael Wenczel mit dem 1:1 zum Endstand den Bann brach. „Es war das erwartet schwere Spiel. Das Unentschieden ist gerecht. Für die zweite Halbzeit mache ich meiner Mannschaft ein großes Kompliment“, bilanzierte Trainer Thorsten Fink.

Gegen den Tabellenletzten, vor dem Spiel mit fünf Punkten Differenz auf den Vorletzten bereits leicht abgeschlagen, drohte lange Zeit die nächste bittere Niederlage. Dem Mitaufsteiger war der FCI bereits in der vergangenen Saison mit 1:3 und 0:5 zwei Mal empfindlich unterlegen. „Ingolstadt hatte bestimmt schon im Kopf, dass es wieder nix wird gegen Frankfurt“, sagte FSV-Teamchef Tomas Oral. Und tatsächlich: Nur eine handvoll Ingolstädter unter den 3725 Zuschauern im Tuja-Stadion hatte bis kurz vor Schluss Grund zum Jubel. Es waren die Freunde und die Familie von Abwehrspieler Markus Husterer, der das Tor für die Gäste schoss (26. Minute).

Husterer stammt aus dem etwa zehn Kilometer entfernten Böhmfeld und spielte in der Jugend beim MTV Ingolstadt. Ausgerechnet in seiner Heimat feierte er sein Saisondebüt nach überstandener Meniskusoperation.

Frankfurt stand in der ersten Hälfte hinten sicher und setzte nach vorne immer wieder Nadelstiche. Die Schanzer traten nach drei Niederlagen ohne eigenen Treffer regelrecht verängstigt auf. Als sie nach 26 Minuten immer noch keinen Torschuss erarbeitet hatten, nutzte Husterer die Verwirrung in der Abwehr zum 1:0. In der zweiten Halbzeit begann Ingolstadt mit dem Offensivspiel, aber Buchner (49.), der eingewechselte Demir (55.), Wohlfarth (57.), Valdet Rama (60. und 69.) und Michael Wenczel (64.) vergaben die plötzlich zahlreichen Chancen. Die Krönung: Markus Karl bremste einen Wohlfarth-Schuss einen Meter vor dem Tor und schob ihn dann mit der Hacke ins Toraus (81.). Es war wie verhext – bis Wenczel dann doch noch den Bann brach.

Quelle: tz

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