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Beleidigungen von der Bank: Schiris wollen hart durchgreifen

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Rote Karte: In der Rückrunde der Fußball-Bundesliga wollen Schiedsrichter vermehrt auf das reagieren, was von der Bank kommt. © dpa

Hamburg - In der Rückrunde der Bundesliga werden die Schiedsrichter verstärkt auf Störungen von der Bank reagieren und sich weniger bieten lassen. Sogar die Busfahrer geraten in den Fokus.

FIFA-Referee Michael Weiner erklärte am Montag in Hamburg: "Es gibt sehr viele versteckte Beleidigungen, die die Zuschauer gar nicht mitbekommen.“ Einige Trainer im Profifußball würden zwar nicht aufstehen und wild gestikulieren, dafür aber ständig abwinken und kleine Beleidigungen Richtung Schiedsrichter kundtun.

Zudem gebe es störende Situationen, in denen “die ganze Bank aufsteht und protestiert. Da ist sogar der Busfahrer dabei“. Man werde verstärkt durchgreifen, aber nicht überzogen reagieren.

Mehr Disziplin fordert die Schiedsrichter-Zunft auch von solchen Trainern, die mit der Spieldauer einer Partie immer aufgebrachter reagieren. “Der Druck steigert sich besonders in der Nachspielzeit“, betonte Weiner. In Deutschland werde im Gegensatz zu anderen europäischen Ligen auch deswegen kaum nachgespielt.

Die Unparteiischen haben in den vergangenen Jahren verstärkt für Verständnis für ihre Entscheidungen geworben und suchen das Gespräch mit Vereinen und der Öffentlichkeit. “Ich finde es auch sehr gut, dass wir nach den Spielen Interviews geben dürfen“, sagte Weiner, “das ist in den meisten anderen Ligen verboten.“

dpa

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