Werder pfeift aus dem letzten Loch

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Sorgen für Werder-Coach Thomas Schaaf.

Bremen - Viel Bammel, wenig Zweckoptimismus: Ohne die verletzten Frings, Pizarro, Fritz, Naldo und Boenisch sieht sich Werder Bremen in der Champions League als krasser Außenseiter bei Inter Mailand.

Zweifel am eigenen Können und Bammel vor dem Titelverteidiger: Das stark ersatzgeschwächte Werder Bremen muss bei Inter Mailand das Unmögliche möglich machen. Ohne die verletzten Leistungsträger Torsten Frings, Claudio Pizarro, Clemens Fritz und Naldo braucht Werder am Mittwoch (20.45 Uhr/Sat. 1 und Sky) im zweiten Gruppenspiel der Fußball-Champions-League in San Siro mal wieder eines seiner inzwischen schon sprichwörtlichen Wunder.

“Die Ausgangslage ist schlecht“, kommentierte Werder-Clubchef Klaus Allofs am Dienstagmorgen vor dem Abflug nach Mailand. “Das wirft uns zurück. Wir sind jetzt in unseren Möglichkeiten noch weiter eingeschränkt. Dass sie fehlen, ist natürlich ein Qualitätsverlust.“

Die meistgehassten und die sympathischsten Clubs der Bundesliga

Von August bis Dezember 2009 hat sozioland, das Meinungsportal der respondi AG, über 15.000 Fußballfans in Deutschland, Österreich und in der Schweiz zu ihrem Lieblingssport befragt. Sehen Sie hier die Liste der meistgehassten und der sympathischsten Bundesligisten. DIE ERSTE FRAGE LAUTETE: WELCHE VEREINE DER BUNDESLIGA MÖGEN SIE WENIGER? © dpa
18. Platz der meistgehassten Clubs: SC Freiburg (1 %). Heißt: Den SC Freiburg hassen die wenigsten Fans © Getty
17. Platz der meistgehassten Clubs: Werder Bremen (5 %) © Getty
16. Platz der meistgehassten Clubs: FSV Mainz 05 (6 %) © Getty
15. Platz der meistgehassten Clubs: Bayer Leverkusen (6 %) © Getty
14. Platz der meistgehassten Clubs: Borussia Mönchengladbach (7 %) © Getty
13. Platz der meistgehassten Clubs: Hannover 96 (7 %) © Getty
12. Platz der meistgehassten Clubs: 1. FC Nürnberg (8 %) © Getty
11. Platz der meistgehassten Clubs: VfL Bochum (8 %) © Getty
10. Platz der meistgehassten Clubs: VfL Wolfsburg (10 %) © Getty
9.Platz der meistgehassten Clubs: Hamburger SV (10 %) © Getty
8. Platz der meistgehassten Clubs: VfB Stuttgart (10 %) © Getty
7. Platz der meistgehassten Clubs: Eintracht Frankfurt (13 %) © Getty
6. Platz der meistgehassten Clubs: Hertha BSC (13 %) © Getty
5. Platz der meistgehassten Clubs: Borussia Dortmund (17 %) © Getty
4. Platz der meistgehassten Clubs: 1. FC Köln (18 %) © Getty
3. Platz der meistgehassten Clubs: FC Schalke 04 (32 %) © Getty
2. Platz der meistgehassten Clubs: 1899 Hoffenheim (33 %) © Getty
1. Platz der meistgehassten Clubs: Bayern München (55 %) © Getty
DIE ANDERE FRAGE LAUTETE: WELCHE VEREINE, AUSSER IHREM FAVORITEN, SIND IHNEN BESONDERS SYMPATHISCH? © dpa
18. Platz der sympathischsten Clubs: Hertha BSC Berlin (3%) Heißt: Hertha BSC finden die wenigsten Fans sympathisch. © Getty
17. Platz der sympathischsten Clubs: Hannover 96 (4 %) © Getty
16. Platz der sympathischsten Clubs: Eintracht Frankfurt (4 %) © Getty
15. Platz der sympathischsten Clubs: VfL Bochum (5 %) © Getty
14. Platz der sympathischsten Clubs: 1. FC Köln © Getty
13. Platz der sympathischsten Clubs: FC Schalke 04 (6 %) © Getty
12. Platz der sympathischsten Clubs: Bayern München © Getty
11. Platz der sympathischsten Clubs: Borussia Mönchengladbach (8 %) © Getty
10. Platz der sympathischsten Clubs: VfL Wolfsburg (8 %) © Getty
9. Platz der sympathischsten Clubs: 1. FC Nürnberg (8 %) © Getty
8. Platz der sympathischsten Clubs: 1899 Hoffenheim (9 %) © Getty
7. Platz der sympathischsten Clubs: VfB Stuttgart © Getty
6. Platz der sympathischsten Clubs: SC Freiburg (12 %) © Getty
5. Platz der sympathischsten Clubs: Bayer Leverkusen (14 %) © Getty
4. Platz der sympathischsten Clubs: Borussia Dortmund (14 %) © Getty
3. Platz der sympathischsten Clubs: FSV Mainz 05 (18 %) © Getty
2. Platz der sympathischsten Clubs: Hamburger SV (25 %) © Getty
1. Platz der sympathischsten Clubs: Werder Bremen (27 %) © Getty

Die prominenten Ausfälle und das zusätzliche Fehlen von Sebastian Boenisch (Knie-OP) kommen zur Unzeit vor dem Auswärtsmatch gegen einen schier übermächtigen Gegner. “Das trifft uns, das ist klar. Inter ist der ganz klare Favorit, es ist beeindruckend, was die Mannschaft aufbieten kann“, sagte Trainer Thomas Schaaf, der noch nie gegen Inter gewinnen konnte. Kapitän Frings (Bluterguss im Oberschenkel) musste laut der “Kreiszeitung Syke“ (Dienstag) in der Nacht von Sonntag auf Montag gar notoperiert werden. “Die Schmerzen waren unerträglich“, wurde der 33-Jährige zitiert.

Vor dem Abflug schien es, als hätten die Verletzungen das gerade erst gewonnene Selbstbewußtsein durch den 3:2-Sieg gegen den HSV nach dem schlechtesten Saisonstart in der Schaaf-Ära wieder zunichte gemacht. Einige Spieler offenbarten gar Unbehagen vor dem Spiel im Stadio Giueseppe Meazza. “Das ist keine leichte Situation, weil Inter auf jeder Position besser besetzt ist“, stöhnte etwa Per Mertesacker.

Was bleibt, ist nur Zweckoptimismus. “Wir werden trotzdem alles versuchen, müssen aber in Höchstform auftreten. Der eine muss dem anderen helfen, sonst haben wir keine Chance“, forderte Mertesacker. Trotz der Ausfälle schloss Allofs ein defensives Spiel aus: “Wir werden uns nicht hinten reinstellen. Das können wir auch gar nicht.“

Immerhin reiste Petri Pasanen trotz seiner Bänderdehnung mit nach Mailand. Sein Einsatz soll sich kurzfristig entscheiden. “Für die anderen wie Daniel Jensen, Tim Borowski oder auch Marko Arnautovic bietet sich jetzt die Möglichkeit, sich auf einer ganz großen Bühne zu zeigen. Ich erwarte von ihnen, dass sie ihre Chance wahrnehmen, dass sie zeigen, dass ihre Ansprüche berechtigt sind“, sagte Schaaf.

Der ehemalige Mailänder Arnautovic erinnerte zudem an die Probleme beim 18-fachen italienischen Meister. “Ich habe Inter schon ein paar Mal gesehen und da haben sie mir nicht sehr gut gefallen“, meinte er. In der Tat ist man bei Inter trotz der erneuten Tabellenführung in der Serie A nervös. Beim 0:1 gegen den AS Rom schimpfte Cristian Chivu in Richtung von Coach Rafael Benitez: “Wenn die sich nicht bewegen, gehe ich vom Platz.“ Gemeint war damit offenbar das in seinen Augen egoistische Spiel von Samuel Eto'o.

Zudem hat auch Inter Personalsorgen. Der außer Form geratene Superstar Diego Milito ist ebenso angeschlagen wie die Verteidiger Javier Zanetti und Walter Samuel. Auch Mittelfeldstar Wesley Sneijder ist nach der WM noch lange nicht in der Verfassung der Vorsaison.

dpa

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