Wettskandal: Noch 15 Ermittlungsverfahren

Frankfurt/Main - Im Zusammenhang mit dem Wettskandal sind beim DFB noch 15 Ermittlungsverfahren durch den DFB-Kontrollausschuss anhängig. Vier Urteile hat der DFB schon jetzt veröffentlicht.

Das teilte DFB-Vizepräsident Rainer Koch in einem Interview beim Kicker Sportmagazin (Donnerstag) mit. “Aus Rücksicht auf die laufenden Ermittlungen können wir die Namen der Spieler und eventuell betroffener Partien derzeit noch nicht nennen“, sagte Koch. Die Vorgaben der Staatsanwaltschaft Bochum machten das nicht möglich.

Der DFB hatte am Dienstag vier Urteile veröffentlicht, die allerdings nach Angaben Kochs “erst vor wenigen Tagen im schriftlichen Verfahren“ gefällt worden waren. “Es ist nicht die Absicht des DFB, in dieser Angelegenheit etwas zu verschleiern. Das Gegenteil ist der Fall“, betonte Koch. “Es war eine gemeinsame zeitnahe Veröffentlichung vorgesehen.“ Dabei wäre auch der Persönlichkeitsschutz bei drei Junioren zu berücksichtigen gewesen.

Danach müssen drei Nachwuchs-Fußballer von Arminia Bielefeld wegen Manipulations-Verabredungen für sechs, acht und 14 Monate zwangsweise pausieren. Die Namen der Betroffenen nannte der DFB wegen des Persönlichkeitsschutzes nicht. Dagegen läuft bei dem explezit benannten Tim Hagedorn, einem ehemaligen Spieler des Regionalligisten SC Verl, die Halbjahres-Strafe nach DFB-Angaben “in diesen Tagen ab“.

Der DFB-Kontrollausschuss hatte in den vergangenen Monaten zahlreiche Vernehmungen von weiteren beschuldigten Spielern und Zeugen vorgenommen. Der Abschluss dieser Verfahren hängt jedoch unter anderem von den weiteren Ermittlungsergebnissen der Staatsanwaltschaft Bochum ab, hatte der DFB dazu erklärt.

Koch betonte, dass das Sportgericht wie schon im “Fall Hoyzer“ öffentlich entscheiden wird. Die Rechts- und Verfahrensordnung des Verbandes sehe in allen Fällen zunächst ein schriftliches Verfahren vor. “Sollte es zu mündlichen Verhandlungen kommen, werden diese immer öffentlich sein. Ich betone noch einmal, dass dem DFB an einer transparenten Aufarbeitung der Geschehnisse gelegen ist“, sagte Koch. In Deutschland stehen 32 Spiele unter Verdacht.

dpa

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