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Wie lange hält der Friede zwischen Löw und Ballack?

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Joachim Löw und Michael Ballack haben sich versöhnt - aber wie lange hält der Friede?
Joachim Löw und Michael Ballack haben sich versöhnt - aber wie lange hält der Friede? © dpa

Mit Michael Ballack (32) sieht Joachim Löw die Chance für einen Neuanfang, mit Torsten Frings (31) steht ein Gespräch noch aus.

Nach dem Friedensgipfel mit seinem Kapitän am Donnerstag in Frankfurt (siehe die offiziellen Erklärungen unten) wird der Bundestrainer in den nächsten zehn bis zwölf Tagen nun den Bremer zum Rapport bestellen.

Vor dem Länderspiel am 19. November in Berlin gegen England gebe es mit Frings „dringend Gesprächsbedarf“, sagte Löw. „Er hat einige Dinge aus der Enttäuschung heraus gesagt, die fehl am Platz waren und die ich nicht akzeptiere.“

Im Konflikt mit Ballack, der im Privatjet von London nach Frankfurt geflogen war, sind dagegen erst einmal alle Wogen geglättet. „Grundsätzlich haben wir eine Basis geschaffen, um wieder gut zusammenzuarbeiten. Es ist ein Grundvertrauen vorhanden“, erklärte Löw im WamS-Interview.

Doch alle fragen sich: Wie lange hält dieser Friede?

„Ich weiß, dass eine solche Auseinandersetzung in dieser Form nie mehr passieren wird“, sagte Löw. Er fühle sich nach der Auseinandersetzung gut, „aber es ging mir nicht um Gewinner oder Verlierer. Mir ging es um den Fußball.“ Ballack versicherte dem Bundestrainer „glaubhaft, dass er nie und nimmer unsere Arbeit kritisieren wollte“. Der Chelsea-Legionär habe sich auch inhaltlich von seiner Kritik distanziert „und klar gemacht, dass er meine Entscheidungen respektiert. Er weiß nun, dass es einen klaren und fairen Konkurrenzkampf gibt.“

Löw hatte deshalb nach dem zweistündigen Vier-Augen-Gespräch auf Konsequenzen verzichtet. Ballack bleibt Kapitän.

DFB-Sportdirektor Matthias Sammer lobte das Krisenmanagement des Bundestrainers: „Jogi Löw hat sich souverän verhalten.“

Die Ballack-Hochzeit

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Die Erklärung von Kapitän Michael Ballack:

„Ich habe eingesehen, dass es nicht in Ordnung war, an die Öffentlichkeit zu gehen, und bedauere auch, dass der Eindruck entstanden ist, ich wolle Joachim Löw in seiner Position als Bundestrainer kritisieren. Dafür habe ich mich bei Joachim Löw entschuldigt. Er ist der Bundestrainer, er trifft die Entscheidungen und diese haben wir alle zu akzeptieren. Ich habe nach der Aussprache mit Joachim Löw keinerlei Zweifel daran, dass wir in der Nationalmannschaft in einer guten Atmosphäre unsere gemeinsamen Ziele realisieren können."

Die Erklärung von Bundestrainer Jogi Löw:

"Es war wichtig, dass wir dieses Gespräch in aller Offenheit geführt haben. Michael Ballack bleibt mein Kapitän. Aber auch als Kapitän muss er sich an unsere Regeln halten. Er weiß, dass er jederzeit alle Dinge intern ansprechen kann. Alle sportlichen und personellen Entscheidungen werden aber letztlich von unserem Trainerteam getroffen ­ und dies habe ich Michael unmissverständlich deutlich gemacht. Ich freue mich, dass damit ein hervorragender Nationalspieler, der in den vergangenen Jahren großen Anteil an unseren Erfolgen hatte, weiter zur Verfügung steht und uns helfen wird, die gesetzten Ziele auf dem Weg zur WM 2010 zu erreichen."

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Quelle: tz

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