Im Vollrausch gestürzt

Wieder mal Ärger um Kevin Großkreutz

+
Kevin Großkreutz.

Dortmund - Wieder mal Ärger um Kevin Großkreutz. Nach den Eskapaden am Ende der vergangenen Saison gab es nun offenbar wieder einen Eklat um den Dortmunder.

Kevin Großkreutz scheint sich allmählich zum Skandalkicker des deutschen Fußballs zu entwickeln: Erst der "Döner-Eklat" Anfang Mai, als der Dortmunder einem Mann in Köln einen Döner ins Gesicht geworfen haben soll, dann die "Pinkel-Affäre" am Ende der vergangenen Saison, als der Dortmunder nach dem verlorenen Pokalfinale gegen den FC Bayern sturzbetrunken in eine Hotel-Lobby uriniert und eine Hotelangestellte beleidigt haben soll. Nach diesen beiden Zwischenfällen zeigte sich der 26-Jährige als reuiger Sünder und entwickelte sich bei der WM, trotz keiner einzigen Einsatzminute, als wichtiger Faktor für die Weltmeister-Elf.

Doch wie die "Sport Bild" jetzt berichtet, war's unmittelbar nach der WM schon wieder vorbei mit der vorbildlichen Rolle. Angeblich soll der Dortmunder auf der WM-Titelfeier in der Nacht nach dem Finale gegen Argentinien so betrunken gewesen sein, dass er im Mannschaftshotel stürzte, sich dabei die Lippe aufschlug und wegen der starken Blutung sogar genäht werden musste. Der Vorfall an sich ist nur wenig skandalträchtig, auf Grund von Großkreutz' Verfehlungen im Vorfeld wiegt der Aussetzer allerdings schwerer.

Angeblich werden bei Borussia Dortmund Stimmen laut, wonach der Allrounder nicht mehr lange tragbar sei. Die Rekord-Strafe von 60.000 Euro, die Großkreutz nach dem Pinkel-Skandal vom BVB aufgebrummt bekommen hatte, scheint ihre Wirkung verfehlt zu haben. Auch ein intensives Gespräch mit Dortmund-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Sportdirektor Michael Zorc, in dem die beiden Verantwortlichen dem Spieler ins Gewissen redeten und eine Warnung aussprachen, scheint verpufft zu sein.

Auch nach dem verpatzten Saisonauftakt der Borussia gegen Bayer Leverkusen (0:2) fiel Großkreutz aus der Rolle. Im Trainingsspielchen lieferte er sich erst einen fiesen Zweikampf inklusive Ellenbogeneinsatz mit Mitspieler Jonas Hofmann, hinterher folgte ein hitziges Wortgefecht, an dessen Ende Großkreutz von Co-Trainer Zeljko Buvac mit den Worten "Hau ab, Kevin" vom Platz gejagt wurde.

Zwar beschwichtigt Trainer Jürgen Klopp in der "Sport Bild" die Situation und erklärt: "Kevin ist nicht dumm und weiß, dass so etwas nicht wieder vorkommen sollte. Es ist alles cool mit Kevin." Doch der Ur-Borusse hat sich jetzt schon mehrfach als "Wiederholungstäter" gezeigt. Deshalb könnte die Geduld der Entscheidungsträger bei der Borussia mit Großkreutz (Vertrag bis 2016) bald aufgebraucht sein.

Die schrägsten Fußballer-Frisuren

Die schrägsten Fußballer-Frisuren

Auch interessant

Meistgelesen

„Ein weiterer Meilenstein“: Stimmen zum BVB-Triumph
„Ein weiterer Meilenstein“: Stimmen zum BVB-Triumph
Wegen Sahin: BVB-Kapitän Schmelzer attackiert Tuchel
Wegen Sahin: BVB-Kapitän Schmelzer attackiert Tuchel
Dortmund besiegt "Fluch von Berlin" - Triumph für Tuchel
Dortmund besiegt "Fluch von Berlin" - Triumph für Tuchel
Der Spielplan für den Confed Cup 2017 in Russland
Der Spielplan für den Confed Cup 2017 in Russland

Kommentare