Ingolstadt feiert gelungenen Hinrundenabschluss – und will weiter nach oben

"Wir haben die Liga bereichert"

Ingolstadt - Das ist das erste Weihnachtsgeschenk!“, freute sich Ingolstadts Torwart Michael Lutz nach dem 1:0 am Freitag bei der TuS Koblenz.

Markus Karl sorgte mit seinem kuriosen Siegtor für einen rundum versöhnlichen Hinrundenabschluss mit 21 Punkten. „Hauptsache drin!“, kommentierte er sein drittes Saisontor, einen fiesen Aufsetzer. Zum gewohnten Wilhelm-Tell-Torjubel gab’s diesmal kollektive Wiegebewegungen Richtung Bank. Stürmer Ersin Demir, der diesmal das ganze Spiel auf der Bank verbrachte, war am Vormittag in Köln zum zweiten Mal Vater geworden. „Das mit dem Jubel hat sich angeboten“, meinte Karl: „Wir wollten Ersin einfach zeigen, dass wir uns mit ihm freuen. Ist doch klar!“

TuS-Trainer Uwe Rapolder sprach nach Abpfiff des letzten Hinrundenspiels von einem „Seuchenjahr. Ich hoffe, dass das Pech mit den Neujahrsböllern weggeschossen wird!“ Auf Seiten der Gäste fielen beim Resümee Worte wie „enorm“ und „sensationell“. „Was wir in diesem Jahr erreicht haben, ist enorm“, sagte Trainer Thorsten Fink. Als Aufsteiger kein einziges Mal auf einem Abstiegsplatz gestanden zu haben, sei sensationell. „Wir haben die Liga mit unserem offensiven Spiel bereichert“, ist sich Fink sicher: „Zwischendrin haben wir dafür auch auf den Deckel gekriegt. Aber jeder kann sagen, dass Ingolstadt eine Bereicherung ist. Wir sind nicht nur geduldet.“

Das erste Weihnachtsgeschenk hat Karl bereits unter den Tannenbaum gelegt. Was wünscht sich der Trainer für die Rückrunde? „Wir müssen konstanter werden – nicht 1:6 verlieren und dann 4:0 gewinnen“, erklärt er: „Wir müssen auch nicht jedes Spiel gewinnen. Dann würden wir aufsteigen und das geht ja nicht. Aber wir sollten dann auswärts auch mal ein Unentschieden mitnehmen.“

Der Anfang ist gemacht. In Koblenz war es nach zuvor drei Niederlagen in Serie schließlich ein Sieg. „Das gibt uns etwas Luft nach unten“, meinte Fink mit Blick auf die Tabelle: “Aber ich will nicht immer nur nach unten kucken. Das macht auf die Dauer Angst.“ Er traut seiner Mannschaft noch mehr als das Erreichte zu. „Sie hat das Potenzial, noch zwei, drei Plätze nach oben zu rutschen.“

Tobias Kimmel

Quelle: tz

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