Zwei Freunde, ein Derby: Fach gegen Oenning

Wir waren immer einer Meinung

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Ein Bild aus gemeinsamen Wolfsburger Zeiten: Michael Oenning und Holger Fach.

Augsburg/Nürnberg - Holger Fach und Michael Oenning – die beiden Trainer haben wenige Geheimnisse voreinander.

Höchstens, wie ihre Aufstellungen heute genau aussehen, wenn Oenning mit dem 1. FC Nürnberg bei Fachs FC Augsburg (18 Uhr, Rosenaustadion) antritt. Aber die wissen sie selbst noch nicht genau. Beim FCA fallen Daniel Baier, Marco Küntzel und Ingo Hertzsch aus. Dem Club fehlen – außer den Langzeitverletzten – José Goncalves und Aleksandar Mitreski. Eventuell auch Peter Perchtold, der mit Magenproblemen zu kämpfen hat.

Ansonsten…

Oenning über Fach: „Holger ist ein sehr guter Trainer. Er hat in Augsburg eine Menge bewegt. Mittlerweile spielt die Mannschaft einen erfolgreichen Fußball. Sie haben Blut geleckt.“

Fach über Oenning: „Michael hat das Zeug zu einem richtig guten Trainer, und er gehört zu meinen besten Freunden.“

Fach und Oenning, sie wohnten sogar eine Weile zusammen. So kam es dazu: Beide haben an der Sporthochschule Köln studiert, nahmen dort aber noch keine Notiz voneinander. Kennen lernten sie sich während ihrer Ausbildung zum Fußballlehrer. Fach erinnert sich, dass neben ihm der letzte freie Platz war. Oenning kam zu spät und fragte höflich, ob er sich denn dort setzen dürfe. Fach entgegnete: „Setzen schon, aber nicht so viel reden.“ Denn damit komme er in der Früh nicht so gut zurecht.

Schon damals war ihnen schnell klar, dass sie zusammen ein Profi-Team trainieren wollen, wenn es sich denn ergeben sollte. Das war zwei Mal der Fall. Zuerst in der Saison 2004/05: Fach holte Oenning als Assistenten zu Gladbach. „Eine schöne Zeit“, erinnert sich Oenning. Das gelte für ihre ganze Zusammenarbeit. „Wir waren immer einer Meinung“, stellt er klar, und schmunzelt vielsagend.

„Ich mag keine Co-Trainer, die mir sagen ,Du bist der Allergrößte. Es ist alles richtig, was Du machst.‘ Ich mag kritische Mitarbeiter!“, klärt Fach auf. Und Oenning war so einer. „Wir waren immer gleichberechtigte Partner“, beteuert der FCA-Coach: „Das war perfekt. Das passte wie Pott und Deckel.“

Oenning folgte Fach nach dessen Entlassung zu Wolfsburg, erneut als Co-Trainer. Dort war im Dezember 2005 Schluss für Fach, und das Duo trennte sich. Heute treffen sie sich auf dem Platz wieder.

„Diese Freundschaft wird nie ruhen – auch nicht während dieser 90 Minuten“, ist sich Fach sicher. „Aber das heißt nicht, dass wir nicht alles geben werden“, stellt Fach klar, und scherzt: „Auch wenn ich ihn an der Seitenlinie würgen oder in den Schwitzkasten nehmen muss!“

tk

Quelle: tz

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