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"Wir werden den wahren FC Bayern sehen"

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Franck Ribéry, Philipp Lahm & Co. sind in Top-Verfassung © AP

München - Mailand hat Mut gemacht. Mit frisch gestärktem "Mia-san-mia"-Gefühl präsentiert sich der FC Bayern München vor dem Bundesliga-Gipfel gegen Borussia Dortmund verbal wieder in Titelform.

“Wir sind die bessere Mannschaft. Im eins gegen eins haben die Dortmunder keine Chance. Wir gewinnen 2:0“, stichelt Präsident Uli Hoeneß. Die Rollen vor der Macht- und Kraftprobe am Samstag (18.30 Uhr/Sky live) in der Allianz Arena sind allerdings klar verteilt. Für den deutschen Fußball-Rekordmeister geht es nur noch um Platz zwei und die Champions-League-Qualifikation, der BVB will beim Erzrivalen sein Meisterstück abliefern.

Der 1:0-Erfolg am Mittwoch in der Champions League bei Inter Mailand war der vielversprechende Auftakt in die “Festspielwochen“, wie das Bayern-Magazin die Aufgaben in der Liga, im Pokal und in der “Königsklasse“ überschreibt. Am Vorabend seines 111. Geburtstags will der Renommierclub, so Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge, zeigen, “dass wir zwar im Moment auf Platz drei stehen, aber dass das nicht bis zum Ende der Saison Bestand hat“.

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Im Titelrennen haben die Bayern kapituliert, dennoch ist es ein “besonderes Spiel“, wie Rummenigge betont: “Es geht ums Image, da brauchen wir uns nicht in die Tasche zu lügen“. Die Offensive mit der wieder zupackenden Flügelzange Arjen Robben/Franck Ribéry und dem eiskalten Torjäger Mario Gomez hat den Bayern enormes Selbstvertrauen gegeben, aber auch der Neid auf den in der Tabelle um 13 Punkte enteilten Titelanwärter hat das Starensemble angriffslustig gemacht.

“Wir werden den wahren FC Bayern sehen“, verspricht Franck Ribéry eine Bayern-Gala. “Dass wir gewinnen, steht für mich außer Frage“, tönt Kapitän Philipp Lahm vor dem Prestigeduell mit dem BVB, der seit 20 Jahren ohne Sieg in München ist. Obwohl viel für die Bayern spricht, erwartet Trainer Louis van Gaal eine schwerere Partie als in Mailand, “weil wir dieses Spiel in den Beinen haben“. Kritik übte der Niederländer an der Terminplanung: “Es hätte auch der Sonntag sein können.“

Die Dortmunder kommen als bestes Auswärtsteam der Saison und mit der besten Defensive in die ausverkaufte Allianz Arena. Trainer Jürgen Klopp verzichtet auf kesse Sprüche, setzt aber mit feinen Nadelstichen Reizpunkte. “Bayern ist der gefühlt erfolgreichste Verein der letzten 100 Jahre, aber wir sind die Mannschaft mit den meisten Punkten in der Saison“, sagt der BVB-Coach, der keinen Grund zur Bescheidenheit hat: “Wir haben schon viele Dinge gemacht, um die Bayern zu reizen, ohne etwas zu sagen - viele Punkte geholt und sie im Hinspiel geschlagen“.

Sorgen macht sich Klopp um Torwart Roman Weidenfeller, der sich im Training eine Bänderdehnung und einen kleinen Kapselriss im linken Knie zugezogen hat. Über seinen Einsatz soll kurz vor dem Spiel entschieden werden. Sollte Weidenfeller erstmals in dieser Spielzeit ausfallen, käme der Australier Mitchell Langerak zu seinem Saisondebüt. Innenverteidiger Neven Subotic kehrt nach Sperre zurück.

dpa

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