Wir trafen die Macher

Bier-schlägt-Cocktail-Video: Drehort war das WC

München - Mit ihrem Bier-schlägt-Cocktail-Video haben zwei Video-Redakteure von Bayern 3 im Internet einen vollen Erfolg gelandet. Wir haben die beiden Filmmacher besucht - und Interessantes erfahren.

Die Urheber Michael Schulte (links) und Michael Medla.

Das Video startet mit brasilianischen Rhythmen. Im Vordergrund steht ein Cocktailglas mit Brasilien-Flagge. Dann kommt ein Masskrug mit Deutschland-Flagge ins Bild – und der zerschlägt das brasilianische Getränk mit einem Hieb. Das Video (siehe unten), das in nicht mal 10 Sekunden auf lustige Art zeigt, wie die brasilianischen Weltmeister-Träume zerplatzen, ist der Renner im Internet. Fast ganz München hat es schon gesehen. Die tz hat die Macher des mittlerweile weltweit erfolgreichen Clips ausfindig gemacht. Sie kommen aus München!

Am Anfang war es nur eine Spinnerei. Am Montagabend sitzen Michael Schulte (30) und sein Kollege Michael Medla (37) nach Dienstschlauss noch in ihrem Büro zusammen. Beide arbeiten in der Videoabteilung des Radiosenders Bayern 3. „Wir haben über das bevorstehende Spiel gegen Brasilien geredet“, sagt Medla, Leiter der Videoabteilung. Beide sind sich einig: Die Deutschen hauen die Brasilianer weg! Und da sie leidenschafliche Filmemacher sind, kommen ihnen sofort Bilder in den Kopf. Eine Idee jagt die nächste. Und plötzlich ist der Film geboren! „Wir haben gleich losgelegt. Die nötige Ausrüstung wie Beleuchtung und Kameras haben wir ja.“

Jetzt muss noch die Requisite her: „Das Cocktail-Glas haben wir im Supermarkt gekauft, die Fahne gebastelt, den Masskrug haben wir uns nebenan im Augustinerkeller geborgt“, sagt Medla. „Was keiner sieht: Wir haben in der Herrentoilette gedreht. Wir wussten: Das wird eine Riesen-Sauerei.“ Schon bei der Vorbereitung zerplatzt eine Bierflasche, die ganze BR-Toilette stinkt nach Bier. Um sich gegen Glassplitter und Spritzer zu schützen, vermummen sich die beiden. Dann läuft’s wie geschmiert: Schon der erste Versuch sitzt, die Bilder sind im Kasten. „Wir waren selbst baff, dass der Krug solch eine Wucht hatte, dass vom Cocktail-Glas nichts mehr übrig geblieben ist.“

Noch in dieser Nacht stellen die Videomacher den Film auf Youtube und verschicken ihn an Kollegen und Bekannte. Bereits am nächsten Tag merken sie: Das wird was ganz Großes. Mittlerweile hat das Video über eine Million Klicks auf Youtube, sogar auf einem amerikanischen Portal wird es 15 Millionen Mal angesehen. Durch Mails, SMS und WhatsApp kennt auch jeder Münchner binnen Stunden den Film. „Ich habe das Spiel am Dienstagabend im Löwenbräukeller gesehen“, erzählt Michael Schulte. „Da kamen gleich mehrere Leute auf mich zu und wollten mir das Video zeigen. Als ich gesagt habe, dass ich das gemacht habe, hat mir erst mal keiner geglaubt …“

Nina Bautz

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