Ab 22 Uhr live im ZDF

Deutschland - Algerien: Aufstellung und Fakten zum WM-Achtelfinale

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Kampf ist angesagt: Gegen Algerien müssen sich Philipp Lahm und Deutschland auf ein hartes Stück Arbeit einstellen.

Deutschland gegen Algerien heute im Achtelfinale bei der WM 2014: Alles was Sie zu Aufstellung, Taktik und Ramadan vor dem Achtelfinale wissen müssen.

Update:Das Finale ist in greifbarer Nähe - vorausgesetzt Deutschland packt das Halbfinale. Am Dienstag (22 Uhr) wartet Brasilien auf die deutschen Kicker. Bei uns gibt es alles zur Aufstellung und Taktik für das Halbfinale. Alles Wichtige zur TV-Übertragung und zum Live-Stream haben wir ebenfalls für Sie zusammengefasst. In unserem WM-Ticker verpassen Sie außerdem keine News und Hintergründe vom Spiel gegen die Selecao.

Es ist geschafft: Deutschland steht im Halbfinale der WM! Am Dienstag (22 Uhr) wartet Brasilien auf die DFB-Elf. Bei uns gibt es alles zur Aufstellung, Taktik und TV-ÜbertragungIm WM-Ticker verpassen Sie keine Hintergrundgeschichte zum Spiel gegen die Selecao.

Update: Der erste Schritt ist gemacht. Auch wenn der Auftritt beim 2:1-Sieg über Algerien im Achtelfinale keine Glanzleistung war, steht Deutschland im Viertelfinale. Auf der nächsten Etappe zum Titel wartet jetzt Nachbar Frankreich. Bei uns erfahren Sie weiterhin alles zur Aufstellung, Taktik und TV-Übertragung und verpassen im WM-Ticker keine Hintergrundgeschichte rund um die WM 2014.

Endlich geht es wieder um die Wurst! Mit dem Achtelfinale  gegen Algerien kämpft Deutschland ab sofort in jedem Spiel ums nackte Überleben bei der WM 2014. Ganz so dramatisch ist es zum Auftakt gegen Nordafrikaner nicht. Algerien glänzte bisher zwar mit exzellenter Physis, Einsatz und Konterspiel - die Vorrundengegner Südkorea, Russland und Belgien fallen aber nicht gerade in die Kategorie "Weltklasse". Deutschland dagegen hat dieses Prädikat verdient, seinen Status als Turnierfavorit untermauert und die Vorrunde letztlich souverän überstanden. Algerien - das Spiel am Montag läuft ab 22 Uhr live im ZDF (und natürlich live bei uns im WM-Ticker) - dürfte jetzt das optimale Los sein, um rechtezeitig vor den Duellen gegen Kracher wie Frankreich oder Brasilien auf Touren zu kommen.

Zusätzliche Brisanz bekommt die Partie durch einen historischen Fakt: Leidtragender der "Schmach von Gijon" - also dem abgesprochenen Ballgeschiebe zwischen Deutschland und Österreich anno 1982 - war ausgerechnet Algerien, das 32 Jahre später die Revanche will. Wie Algerien das schaffen will, mit welcher Aufstellung Deutschland dagegen hält und alles, was sie sonst noch wissen müssen, haben wir in unserem Fakten-Check zusammengeschrieben.

Deutschland: Algerien ein Freifahrtschein fürs Viertelfinale der WM?

Ausgangslage: Deutschland präsentierte sich in der Vorrunde der WM 2014 ganz im Stile eines Favoriten. Gegen den vermeintlich stärksten Konkurrenten Portugal (4:0) brannte die DFB-Elf ein Feuerwerk ab, Ghana und die USA hielt Deutschland (bis auf wenige Augenblicke) gekonnt in Schach. Mehr braucht es nicht. Denn mit dem Anpfiff der Achtelfinal-Partie gegen Algerien am Montag (22 Uhr/ZDF) startet das Turnier für Deutschland praktisch neu. Erst jetzt zählt es wirklich. Das Achtelfinale war in der Vergangenheit stets eine Zwischenstation für Deutschland. Seit der WM 1978 - der legendären "Schmach von Cordoba" - schaffte es die Nationalmannschaft immer ins Viertelfinale. Ein Aus in der Runde der letzten 16 gab es sowieso nur einmal: 1938 bei der WM in Frankreich. Kurios: Elfmeterschießen war damals noch ein Fremdwort für Fußball-Fans. Nach dem 1:1 im ersten Achtelfinale gegen die Schweiz wurde die Partie einfach noch einmal gespielt. Die Neuauflage gewannen die Eidgenossen gegen das Deutsche Reich 4:2.

Schlechte Erinnerung: Im bisher letzten Duell bei der WM 1982 setzte es für Deutschland eine 1:2-Niederlage gegen Algerien.

Die bisherigen Duelle: Diejenigen, die sich noch an Duelle der DFB-Elf mit Algerien erinnern, kämpfen wohl heute noch mit einem Trauma: Die Afrikaner sind die einzige Nationalmannschaft, gegen die Deutschland in seiner Geschichte noch nicht punkten, geschweige denn siegen konnte. 1964 setzte es in Algier eine 0:2-Niederlage. Legendär ist das zweite Aufeinandertreffen bei der WM 1982 in Spanien. Seit der skandalösen Vorrunde, in der Deutschland und Österreich mit einem Nichtangriffspakt ("Schande von Gijon") die Afrikaner aus dem Turnier kegelten, versucht Algerien dieses Drama zu verarbeiten. Bisher erfolglos. Da half auch der Überraschungs-Coup gegen Deutschland (2:1) zum WM-Auftakt nichts.

Bilanz: 2 Spiele - 0 Siege - 0 Unentschieden - 2 Niederlagen - 1:4-Tore.

Die Taktik: Gegen die Wüstenfüchse - so der Spitzname der Algerier - sind zwei Dinge gefragt: Tempo und Kreativität. Die Abwehr lebt mehr von ihrer Fitness als ihrer Klasse. Deutschland muss das Tempo hochhalten, um Fehler der Innenverteidiger - Madjid Bougherra, Essaid Belkalem und Rafik Halliche - zu provozieren. Ein unorthodoxer, beweglicher Stürmer wie Thomas Müller ist Gift für die algerische Defensive. Götze oder Podolski über außen dürften die Verteidigung zusätzlich kräftig durcheinander wirbeln. Aufpassen muss Deutschland in der Defensive. Mit ihren überfallartigen Kontern waren die Algerier erschreckend effizient und erfolgreich. Unnötige Ballverluste sind ein absolutes Tabu.

Die Aufstellung: Joachim Löws Experiment mit Lukas Podolski auf der linken Außenbahn darf getrost als gescheitert eingeordnet werden. Statt die Außenverteidiger der USA ins Schwitzen zu bringen, tauchte der Arsenal-Stürmer komplett unter und war schwächster DFB-Kicker im letzten deutschen Gruppenspiel der WM gegen die US-Boys. Der Bundestrainer hat reagiert und Bayern-Star Mario Götze aufgestellt. Bastian Schweinsteiger dagegen nutzte seine Chance in der Startelf eindrucksvoll. Einem Einsatz im WM-Achtelfinale bei der Partie Deutschland gegen Algerien steht deshalb nichts im Weg. Sonst gibt es keinen Grund für Löw, seine Aufstellung zu ändern und dem Stammpersonal nicht sein Vertrauen zu schenken.

Offizielle Aufstellung Deutschland: 1 Manuel Neuer (T) - 21 Shkodran  Mustafi (V) - 17 Per Mertesacker (V) - 20 Jerome Boateng (V) - 4 Benedikt Höwedes (V) - 16 Philipp Lahm (M) - 7 Bastian Schweinsteiger (M) - 8 Mesut Özil (M) - 18 Toni Kroos (M) - 19 Mario Götze (M) - 13 Thomas Müller (S)

Algerien: Zwei Kontinente fiebern gegen Deutschland mit

Ausgangslage: So eine Party hat Algerien schon lange nicht mehr erlebt. Nach der Qualifikation fürs Achtelfinale der WM 2014 - zum ersten Mal in der Geschichte des Nationalteams - kannte der Jubel auf den Rängen und in der Heimat keine Grenzen mehr. Zig tausende Fans stürmten im größten Land Afrikas die Straßen und machten die Nacht zum Tag. Das hat seine Gründe: Algerien ist die erste Mannschaft der arabischen Welt (dazu gehören Nordafrika und Teile der arabischen Halbinsel) seit der WM 1994, die die Vorrunde übersteht. Eine solch lange Durststrecke gehört gefeiert. Positiver Nebeneffekt: Ganz Arabien - geografisch gesehen also zwei Kontinente - drückt den Wüstenfüchsen bei der WM gegen Deutschland die Daumen. Schlüssel für das Weiterkommen war letztlich der beeindruckende 4:2-Erfolg gegen Südkorea. Im Gegensatz zur Wahrnehmung in Deutschland, sehen sich die Algerier ganz und gar nicht als Kanonenfutter. "Deutschland zu besiegen ist eine große Herausforderung. Für diese Aufgabe haben wir drei Jahre hart gekämpft", wird Trainer Vahid Halilhodzic in der Zeitung al-Khabar zitiert.

Taktik: Vor vier Jahren war sie eine einzige Baustelle, die Offensive Algeriens bei der WM. Mittlerweile ist sie eine Stärke. In Sekundenbruchteilen schalten die wuseligen Außen Sofiane Feghouli (der Star des Teams), Abdelmoumene Djabou oder El Arabi Soudani (von der Bank) um und machen aus dem kompakten 4-3-2-1-System schnell ein offensives 4-3-3. Dazu liefert Stürmer Islam Slimani mit seinen 1,86 Meter die benötigte Strafraumpräsenz (zwei Kopfballtore). Schon sechs Tore erzielte Algerien bei der WM 2014 - und das bei gerade einmal 78 Angriffen in drei Spielen. Weniger oft marschieren nur drei andere Teams auf den gegnerischen Kasten zu. Kaum zu glauben, dass Algerien bei der WM 2010 gar nicht ins Schwarze traf. Größtes Plus der Wüstenfüchse gegen Deutschland ist aber die Fitness, Laufbereitschaft und Intensität. Die tropischen Temperaturen bei der WM in Brasilien können Algerien wenig anhaben. Wohl auch ein Grund, warum die Nordafrikaner im Achtelfinale stehen. Probleme bereitet dagegen ein bisschen die Defensive. Gerade das Herzstück - die Innenverteidigung - verlässt sich zu sehr auf ihr physisches Spiel. Schaltet der Gegner - am Montag ist das Deutschland - den Turbo ein und überspielt die beiden Verteidigungsketten, hecheln die algerischen Verteidiger hinterher.

Der Trainer: Hinter dem Erfolgslauf Algeriens bei der WM steckt der Bosnier Vahid Halilhodzic. Innerhalb von drei Jahren krempelte der Erfolgstrainer das Team-Konzept um und verjüngte die Mannschaft drastisch. Diese Maßnahmen waren erfolgreich - auch weil der Großteil der Nationalspieler in Frankreich Fußballspielen lernte und taktisch gut ausgebildet wurde. Feilt Halilhodzic weiter an seinen Rohdiamanten, könnte Algerien 2018 bei der WM in Russland eine noch größere Rolle spielen. Die Frage ist nur, ob der Bosnier dann noch coacht. Beim Verband ist Halilhodzic extrem unbeliebt und soll auf der Abschussliste stehen.

Betet nicht nur für einen Erfolg gegen Deutschland: Algeriens Trainer Vahid Halilhodzic hofft, dass sich seine Kicker trotz Ramadan normal ernähren und auf Fasten zunächst verzichten.

Der kuriose Fakt: Ausgerechnet die körperliche Verfassung Algeriens erhitzt derzeit die Gemüter. Denn am Samstag beginnt für Muslime der Fastenmonat Ramadan. Vor einem WM-Achtelfinale gegen Deutschland ist aber wenig wichtiger als die richtige Ernährung. Trainer Halilhodzic soll angeblich sein Team gebeten haben, zumindestens bis zum Spiel gegen Deutschland noch nicht zu fasten. Fragen auf den Pressekonferenzen weicht er aber verärgert aus.

Die Aufstellung: Halilhodzic ist immer für eine Überraschung gut. Im entscheidenden Vorrundenspiel gegen Russland degradierte er Kapitän und Teamleader Madjjd Bougherra zum Bankspieler. Stattdessen durfte der 25-Jährige Essaid Belkalem in der Innenverteidigung ran. Sollte Halilhodzic nicht noch ein Ass aus dem Ärmel zaubern, spielt die selbe Mannschaft auch gegen Deutschland.

Voraussichtliche Aufstellung Algerien: Adi Mbolhi - Aissa Mandi, Essaid Belkalem, Rafik Halliche, Djamel Mesbah - Carl Medjani, Nabil Bentaleb, Sofiane Feghouli, Yacine Brahimi, Abdelmoumene Djabou - Islam Slimani.

Was sie sonst noch zum WM-Spiel Deutschland - Algerien wissen müssen

Zahlenspiele: Algerien ist eine Mannschaft der Extreme. Die Wüstenfüchse schossen während der WM nur 26 Mal aufs Tor (Platz 29) und griffen überhaupt nur 78 Mal an (ebenfalls Platz 29) - davon aber gleich 44 Mal über die starke linke Seite von Sofiane Feghouli. Dafür ist Algerien hinter dem Iran das Team mit den meisten Klärungsversuchen in brenzligen Situationen. In 88 Prozent der Fälle gelingt das den Wüstenfüchsen erfolgreich. Außerdem sucht die physische Verteidigung den Zweikampf - nur zwei Teams verwickeln ihren Gegner häufiger ins Eins-gegen-Eins. So lassen sich natürlich auch die vielen (49) Fouls erklären - Platz acht bei 32 Mannschaften. Zu guter Letzt noch die Passgenauigkeit: Nur 68 Prozent der Zuspiele kommen an den Mann. Schlechter ist nur der Iran. Im Gegensatz dazu Deutschland. Beim DFB-Team kommen 85 Prozent der Bälle an den Mann. Der Top-Wert bei der WM 2014.

Die Spielstätte: Das Estádio Beira-Rio, in dem am Montag das Achtelfinale zwischen Deutschland und Algerien stattfindet, ist ein echtes Schmuckstück und mit seiner rot leuchtenden Fassade und innovativen Dachkonstruktion ein Hingucker. Gebaut wurde die WM-Arena für beinahe 44.000 Zuschauer in Porto Alegre schon 1969 unter besonderen Umständen. Die Fans von Heimatclub Sport Club Internacional spendierten Steine, Zement und Eisen für den Neubau. Internacional ist aber nicht der einzige Club in Porto Alegre. Erzrivale Gremio Porto Alegre spaltet die Stadt in zwei Lager.

Der Austragungsort: Typisch brasilianisch - genau das ist Porto Alegre nicht. Angefangen vom subtropischen Klima, über die geografische Lage im Süden des Landes, bis hin zu kulturellen Eigenheiten und dem großen Einfluss der Nachbarstaaten Uruguay und Argentinien sowie den Einwanderern aus Portugal und Italien - all das macht Porto Alegre so besonders und einzigartig. Vorteil für die Deutschland und Algerien: Dank der milden Temperaturen wird es wohl ausnahmsweise keine Hitzeschlacht geben. In Porto Alegre wohnen rund 1,4 Millionen Menschen, im Ballungsraum drum herum 4 Millionen.

Das Wetter: Optimale Bedingungen für einen Fußballabend in Porto Alegre. Nach leichten Regenschauern am Vormittag, lässt sich abends die Sonne blicken. Die Temperaturen steigen im Bestfall auf 16 Grad Celsius zum Anstoß.

TV-Übertragung und Live-Ticker: Zum zweiten Mal in Folge ist beim Achtelfinale Deutschland gegen Algerien am Montag das ZDF mit der TV-Übertragung dran. Los geht's fast zwei Stunden vor Anpfiff um 20.15 Uhr mit der Vorberichterstattung aus Recife. Moderator Oliver Welke und Experte Oliver Kahn liefern alle wichtigen Informationen vor der Partie Deutschland gegen Algerien. Live aus dem Estádio Beira-Rio greift um 22 Uhr Kommentator Béla Réthy zum Mikro. Jeder Fan, der bei der WM nicht am Fernseher mitfiebern will, hat in der ZDF Mediathek oder über die ZDF App "ZDF Mediathek" für Smartphone und Tablet die Möglichkeit, das Spiel im Live-Stream anzuschauen.

Natürlich verpassen sie auch mit unserem Live-Ticker nichts vom WM-Duell Deutschland gegen Algerien. Nebenbei gibt es dort sämtliche Hintergrundgeschichten rund um die Fußball-Weltmeisterschaft. Alle News und Berichte zur WM 2014 finden Sie zudem in unserem Fußball-WM-Ressort.

Deutschland heiß aufs Achtelfinale gegen Algerien

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