Ibrahimovic schmollt

WM 2014: Diese Stars sind NICHT dabei

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WM-Zuschauer: Zlatan Ibrahimovic

Hamburg - Nicht nur Schwedens Superstar Zlatan Ibrahimovic wird die WM-Endrunde 2014 in Brasilien nur als Zuschauer erleben. Auch andere Fußball-Größen konnten sich mit ihren Länderteams nicht qualifizieren.

Für Zlatan Ibrahimovic ist der Fall klar. „Eine WM ohne mich, die ist es nicht wert, dass man sie sich anguckt“, sagte Schwedens Superstar nach dem knappen Scheitern in der Qualifikation gegen Portugal mit Konkurrent Cristiano Ronaldo. Dabei ist der exzentrische Torjäger beileibe nicht der einzige Weltklassespieler, der die Endrunde 2014 in Brasilien nur als Zuschauer erleben wird.

Andere Top-Profis hingegen freuen sich auf die Weltmeisterschaft, obwohl sie sportlich in den Play-offs oder sogar schon in den Ausscheidungsgruppen hängenblieben. So will Tschechiens Toptorhüter Petr Cech die WM als Fortbildungsmaßnahme nutzen: „Auch wenn man wie ich schon lange dabei ist, kann man allein vom Hinsehen von den vielen guten Keepern bei einem solchen Turnier immer noch etwas lernen.“

Der 31-Jährige, der schon bei der WM 2006 in Deutschland als Nationaltorwart glänzte, will auf jeden Fall für Russland 2018 einen neuen Anlauf nehmen. „Diese eine Chance habe ich noch“, glaubt der Schlussmann mit dem Schutzhelm auf dem Kopf als Markenzeichen. Zudem läuft sein Vertrag beim Londoner Premier-League-Klub FC Chelsea noch bis 2016.

Für Robert Lewandowski könnte sich das Scheitern mit der polnischen Nationalmannschaft sogar als Vorteil herausstellen. Einen Wechsel von Borussia Dortmund zum Triple-Gewinner Bayern München vorausgesetzt, würde der Angreifer ausgeruht bei seinem neuen Arbeitgeber anfangen - ganz im Gegensatz zu vielen WM-gestressten Bayern-Stars.

Und während der 25-Jährige wohl noch zweimal erfolgversprechend Anlauf auf ein WM-Ticket nehmen kann, ist die Lage für Real Madrids 91-Millionen-Mann Gareth Bale deutlich schwieriger. Denn sein Heimatland Wales nimmt in der aktuellen FIFA-Weltrangliste lediglich den 44. Platz ein, für eine WM qualifiziert war der kleine Verband nur ein einziges Mal - vor 55 Jahren.

Dabei hätte der Offensivspieler, im Spätsommer für die exorbitante Summe aus London von Tottenham Hotspur nach Spanien gewechselt, dank einer englischen Großmutter sogar das Trikot der Three Lions überstreifen dürfen. Doch das kam für den Patrioten nie infrage. „Für mich ist es eine große Ehre, für Wales zu spielen. Außerdem hat kein englischer Verantwortlicher jemals persönlich Kontakt zu mir aufgenommen“, sagt Bale.

Der 24-Jährige könnte damit das Schicksal seines Landsmanns Ryan Giggs teilen, der ebenso bei keiner WM-Endrunde auf dem Spielfeld stand wie Nordirlands Fußball-Held George Best, der legendäre Alfredo Di Stefano oder auch George Weah. Dem Weltfußballer des Jahres 1995 aus Liberia fehlten einfach Landsleute seiner Klasse auf dem Rasen - wie Zlatan Ibrahimovic am Dienstag gegen Portugal.

sid

Diese 32 Teams sind bei der WM dabei

Neymar
Die WM 2014 in Brasilien rückt immer näher. Verschaffen Sie sich hier einen Überblick, welche Teams dabei sind:Der Gastgeber Brasilien mit Superstar Neymar ist gesetzt und musste keine Qualifikation spielen. © dpa
Andrea Pirlo
Aus Europa hat sich Italien, der Weltmeister von 2006, qualifiziert. Andrea Pirlo ist der Schlüsselspieler der Südeuropäer. © dpa
Arjen Robben
Die Niederlande verloren 2010 des WM-Endspiel gegen Spanien. Der Vize-Weltmeister mit Bayerns Superstar Arjen Robben hat 2014 die Chance auf Revanche. © AFP
van Buyten
Zum ersten Mal seit 2002 ist Belgien wieder für eine WM-Endrunde qualifiziert. Daniel van Buyten (M.) und seine Team-Kollegen feierten diesen Triumph ausgelassen. © dpa
Ottmar Hitzfeld
Ottmar Hitzfeld führte die Schweiz zum Gruppensieg. Somit fahren die Eidgenossen zum dritten Mal in Folge zu einer WM-Endrunde. © dpa
Lahm
Philipp Lahm wird auch in Brasilien die deutsche Nationalmannschaft als Kapitän aufs Feld führen. © dpa
Edin Dzeko
Zum ersten Mal dabei bei einer WM ist Bosnien-Herzegowina. Einen großen Anteil daran hatte Edin Dzeko von Manchester City, mit zehn Toren in der Qualifikation. © AFP
Fabio Capello
Der italienische Erfolgstrainer Fabio Capello führte Russland zur WM. © AFP
Rooney
Auch die Engländer um Wayne Rooney sind in Brasilien dabei. In einer spannenden Qualifikation setzte man sich am Ende gegen die Ukraine durch und vermied so die Play-Offs. © AFP
Xavi
Weltmeister Spanien gab sich in der Quali keine Blöße. Ob die Iberer um Xavi den Titel verteidigen können? © AFP
Messi
Der aktuell beste Fußballer der Welt wird bei der Endrunde 2014 nicht fehlen. Messi sicherte sich mit Argentinien in der Südamerika-Gruppe ein Ticket für Brasilien. © AFP
Falcao
Kolumbiens Superstar Falcao feiert den Einzug seiner Nationalmannschaft in die WM-Endrunde. © AFP
Arturo Vidal
Der Ex-Leverkusener Arturo Vidal ist mit Chile für die WM qualifiziert. © AFP
Antonio Valencia
Antonio Valencia von Manchester United sicherte sich mit Ecuador das letzte Direkt-Ticket in der Südamerika-Gruppe. © AFP
Son
Südkorea, der Gastgeber von 2002, ist auch dabei. Somit auch Leverkusens Stürmer Heung-Min Son.  © dpa
Kagawa
Japans Nationalteam um Shinji Kagawa qualifizierte sich ebenfalls.   © AFP
Robbie Kruse
Australien mit Robbie Kruse von Bayer Leverkusen freut sich auf die Endrunde in Brasilien.  © dpa
Dejagah
Ashkan Dejagah spielt inzwischen für den FC Fulham. In der WM-Quali konnte er sich mit dem Iran durchsetzen. © AFP
Klinsmann
Mit Deutschland wurde Jürgen Klinsmann 2006 WM-Dritter. In Brasilien beweist sich "Klinsi" mit den USA. © dpa
Bryan Ruiz
In der Nord- und Mittelamerika-Gruppe sicherten sich außerdem Costa Rica um Kapitän Bryan Ruiz und ... © AFP
Honduras
...Honduras die direkten WM-Tickets.Somit sind 21 von 32 Tickets für die WM in Brasilien vergeben. Die verbliebenen Plätze werden in den Play-Offs im November ausgespielt. © AFP
Auch die Super Eagles aus Nigeria sind dabei. Mit einem 2:0-Sieg gegen Äthiopien qualifizierte sich die Mannschaft zum fünften Mal für eine WM-Endrunde. © dpa (Archivbild)
Didier Drogba
Die Elfenbeinküste setzte sich in den Playoffs gegen Äthiopien durch und ist bei der WM am Zuckerhut als zweites afrikanisches Team vertreten. Im Bild: Stürmerstar Didier Drogba. © AFP
Samuel Eto'o
Kamerun mit dem ehemaligen Freiburg-Trainer Volker Finke hat sich inzwischen auch qualifiziert. Trotz einiger Eskapaden von Superstar Samuel Eto'o im Vorfeld, setzte sich die Mannschaft im Playoff-Rückspiel mit 4:1 gegen Tunesien durch (Hinspiel: 0:0) und löste das Ticket zum Zuckerhut. © AFP
Ghana setzte sich im Playoff-Duell gegen Ägypten durch. Kevin-Prince Boateng und Co. schafften damit zum dritten Mal in Serie die WM-Teilnahme. © AFP
Algerien hat sich als  fünfte und letzte afrikanische Mannschaft für die WM in Brasilien qualifiziert. Die  Nordafrikaner setzten sich gegen Burkina Faso durch. © dpa
Griechenland macht seine dritte WM-Teilnahme durch einen Erfolg im Playoff-Duell gegen Rumänen klar. © dpa
Die Kroaten setzen sich gegen Island durch - Bayerns Mario Mandzukic (l.) triff zunächst, fliegt dann aber mit Rot vom Platz. © AFP
Cristiano Ronaldo erzielte im Duell gegen Schweden alle Tore für Portugal - die Iberer fahren nach Brasilien, Schwedens Superstar Zlatan Ibrahimovic wird kommenden Sommer nur Zuschauer sein. © dpa
Mit einem klaren 3:0-Sieg im Rückspiel gegen die Ukraine setzten sich die Franzosen um Franck Ribéry im Kampf um das WM-Ticket durch. © AFP
Mexiko (hier im grünen Trikot Oribe Peralta) ist mit dabei. © AFP
Uruguay mit Luis Suarez sicherte sich das 32. WM-Ticket. © dpa

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