So erlebten Fans die Final-Nacht

"Wir haben im Biergarten übernachtet"

München - München erinnert sich an eine legendäre WM-Final-Nacht. Die tz hörte sich bei mehreren Fans um, wie sie die Feierlichkeiten erlebt haben.

Minga de Janeiro schrieb die tz am Montag über die Wahnsinnsparty nach dem deutschen WM-Triumph in der Stadt. Besser, ausgelassener und leidenschaftlicher wird auch an der Copacabana nicht gefeiert. Nach offiziellen Angaben waren nach Schlusspfiff allein auf der Ludwig- und Leopoldstraße 200.000 Fans unterwegs. München erlebte die größte Fußballparty der Geschichte. Unter dem Glanz des ersten WM-Titels seit 24 Jahren erblassten auch die zahlreichen Erfolge des FC Bayern, die bislang gefeiert wurden. Erst um 5.30 Uhr konnte auf der Feiermeile der Verkehr wieder freigegeben werden.

Wir sind Weltmeister! So feiert München den Titel

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Die vielen Fans waren aber da mit dem Feiern noch längst nicht fertig. Viele machten nach einem Frühstück in Schwabing und dem Glockenbachviertel einfach weiter. Sie beherzigten den Ratschlag von Fußballgott Bastian Schweinsteiger, der in der ARD forderte: „München, lass es krachen!“ Die tz war bei den Feierlichkeiten dabei und hat am Dienstag in der Stadt viele müde, aber glückliche Gesichter gefunden. Deutschland hat wieder ein Sommermärchen. Doch aus den Weltmeistern der Herzen von 2006 sind jetzt echte geworden, die mit dem goldenen Pokal eine ganze Stadt glücklich gemacht haben. Samba, des samma mia!

Übernachtung im Biergarten

Wir sind aus Konstanz angereist, um hier das Spiel zu sehen.Zum Feiern sind wir Richtung Siegestor gezogen. Schade, dass es so überfüllt war. Die Stimmung war dafür umso besser, und das Feuerwerk das nächste Highlight. Wir haben bis um vier Uhr mitgefeiert und mitgesungen. Wir waren so müde und haben im Biergarten geschlafen.

Jana Wehner (19), ­ Studentin aus Konstanz

Servus, Alltag …

Die Stimmung, der Abend, alles perfekt! Ich habe bis heute um acht in der Früh bei Freunden gefeiert und bin dann von Schwabing zu mir nach Hause nach Obersendling gelaufen. Leider ist’s jetzt wieder vorbei mit der WM-Stimmung. Die Leute sind grießgrämig drauf. Der Alltag hat uns wieder.

Michael Meiecke (47), ­ Verkäufer aus München

Unterwegs auf Stimmenfang

Ich musste am Sonntag leider arbeiten, aber konnte das Spiel in der Redaktion mitverfolgen. Ich bin dann zum Stimmenfang auf die Leopoldstraße gegangen. Innerhalb einer Stunde hatte ich alles beisammen. Das war zwar ziemlich stressig, aber insgesamt war die Nachtschicht dieses Mal sehr entspannt. Denn trotz der Arbeit durften wir den WM-Sieg mit den Kollegen ein bisschen feiern.

Anja Kopf (24),

Journalistin aus München

Rubriklistenbild: © Jantz

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