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"Wir fürchten niemanden"

Franzosen strotzen vor Selbstbewusstsein

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Die Franzosen sind vor allem durch ihre Offensive um Karim Benzema (r.) gefährlich.

Ribeirao Preto - „Aggressiv, aber nicht bösartig“: Frankreichs neues Dreamteam brennt auch ohne Franck Ribéry auf das Duell mit dem ewigen Rivalen Deutschland.

Franck Ribéry planscht lieber im Mittelmeer vor Ibiza. Doch auch ohne den Edelfan auf der Tribüne im Maracana brennt Frankreich auf das Duell mit Deutschland - die Equipe Tricolore strotzt dabei nur so vor Selbstvertrauen. „Wir fahren sicher nicht als Touristen nach Rio“, sagte Trainer Didier Deschamps vor dem WM-Viertelfinale am Freitag (18.00 Uhr MESZ/ARD). Rachegelüste für das Trauma von Sevilla 1982 sollen bei dem Aufeinandertreffen aber keine Rolle spielen.

Ohne Ribéry ist Frankreich unberechenbarer

Ribéry nahm eine Einladung des französischen Verbandes, Les Bleus vor Ort in Rio zu unterstützen, nicht an. Doch das wird das Team von Deschamps kaum schwächen. Der Tempodribbler vom FC Bayern wird nach seinem verletzungsbedingten Aus ohnehin kaum vermisst. Ohne Ribéry scheint die Offensive unberechenbarer zu sein. Die Angriffsreihe mit Karim Benzema (Real Madrid), Antoine Griezmann (San Sebastian) und Mathieu Valbuena (Olympique Marseille) begeistert die Grande Nation - und wird wohl auch der deutschen Defensive und Mats Hummels und Per Mertesacker einige Probleme bereiten.

„Wir können immer ein Tor schießen, wir sind Frankreich“, sagte Paul Pogba, die menschgewordene Balleroberungsmaschine von Juventus Turin: „Ich wüsste nicht, warum wir Angst haben sollten? Wir fürchten niemanden. Wir können jeden besiegen.“ Zehn Treffer haben die Franzosen schon auf ihrem Konto. Das letzte Mal, als sie zweistellig trafen, holten sie auch den Titel. Das war 1998.

Nach dem Albtraum bei der WM 2010, als der öffentliche Aufstand der Spieler gegen Trainer Raymond die Nation noch mehr schockte als das Vorrunden-Aus, hat sich Frankreich mit seiner Mannschaft mittlerweile versöhnt. Sie brilliert nicht immer, aber sie hält zusammen, sie kämpft, sie ist eine Einheit. Das sollen jetzt auch die Deutschen zu spüren bekommen. „Wir sind gierig“, sagte Blaise Matuidi. Und Torwart Hugo Lloris sieht in den Spielern von Joachim Löw zwar „Maschinen“, aber: „Für uns gibt es kein Limit bei diesem Turnier.“

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Trotz aller Rivalität glaubt Deschamps nicht, dass die Gedanken an Sevilla 1982 die Partie überschatten könnten. „Da waren die Spieler noch nicht einmal geboren“, sagte der Weltmeister-Kapitän von 1998.

Doch die Szenen von damals kennt in Frankreich jedes Kind. Die Bilder, wie Torwart Toni Schumacher dem gerade eingewechselten Patrick Battiston mit der Hüfte gegen den Kopf springt. Wie Deutschland nach 1:3-Rückstand noch im Elfmeterschießen gewinnt.

Das Trauma hat sich in das kollektive Gedächtnis der Franzosen eingebrannt. Auch vier Jahre später scheiterten Michel Platini und Co. im Halbfinale am ungeliebten Nachbarn. Nur das erste von drei WM-Duellen konnte Frankreich gewinnen - 1958, 6:3 im Spiel um Platz drei, vier Tore Just Fontaine.

Deschamps will Deutschland nun „einen großen Kampf liefern“. Die Franzosen sind bisher berüchtigt für ihr robustes und körperbetontes Spiel. Innenverteidiger Mamadou Sakho will von unfairen Mitteln aber nichts wissen. Wie bisher werde man auch gegen die Deutschen „vielleicht aggressiv, aber nicht bösartig“ spielen: „Wir wollen Großes erreichen.“ Ribéry wird wohl mitfiebern - aber nur vor dem Fernseher auf Ibiza.

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sid

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