Die tz-Experten-Kolumne

Jens Nowotny: Darum werden wir Weltmeister!

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Mats Hummels im Zweikampf mit Raphael Varane - es folgte das entscheidende Tor gegen Frankreich.

München - Ex-DFB-Spieler Jens Nowotny erklärt in der tz-Experten-Kolumne, warum Deutschland dieses Jahr den WM-Titel holt und welche Schwächen der Brasilianer die DFB-Elf für sich nutzen könnte.

Ex-DFB-Spieler Jens Nowotny.

Ich habe es von Anfang an gesagt, und ich bleibe dabei: Wir werden Weltmeister! Einer der Hauptgründe aus meiner Sicht: Wir haben die beste Bank aller Mannschaften im Turnier, zudem gefällt mir, wie das Team Löw und Flick arbeitet. Die Trainer vertrauen nicht darauf, was von außen hineingetragen wird, sondern darauf, was sinnvoll ist gegen den jeweiligen Gegner.

Ich bin gespannt, wie das gegen Brasilien aussehen wird. Wenn man die Gastgeber analysieren will, dann fällt natürlich auf, dass sie Probleme beim Spiel von hinten heraus haben. Da kann man die Taktik wählen, direkt draufzugehen oder sich erst einmal aufzustellen. Ich sage: Jogis Jungs sollten abwarten! Schließlich gibt es durch den Ausfall von Neymar ein neues, großes Fragezeichen. Wie Brasilien diesen Rückschlag auffängt, wird man erst herausbekommen, wenn das Spiel angefangen hat. Dann ist die Frage: Kann man mit einer spielerischen Lösung darauf reagieren? Muss man kämpferisch herangehen und die Zweikämpfe suchen, bevor Brasilien aufbaut? Oder sagt man: Die sind wie so häufig nicht gut drauf in ihren Kombinationen, lass sie doch spielen!

Im Viertelfinale hat man sich gut auf die Bemühungen gegen Frankreich eingestellt, hervorzuheben ist hier sicher das Spiel von Mats Hummels. Dennoch war nicht alles perfekt. Besonders in der Kritik steht nach wie vor Mesut Özil. Ich teile das nicht. Ich sehe es unterm Strich so, dass Mesut ein wichtiges Tor erzielt hat, dass er der Spieler für den genialen Moment ist. Da hoffen wir doch alle drauf. Ich würde mir wünschen, dass er den ersten Ball, den er im Spiel bekommt, mal direkt aufs Tor schießt. Auch wenn einer besser positioniert ist. Da sollte er egoistischer werden! Und wer weiß, vielleicht ist er im Finale für das entscheidende Ding zuständig?

Von Jens Nowotny, Ex-DFB-Spieler

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