Interview mit dem Musterprofi

Jerome Boateng erklärt der tz seinen Super-Körper

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Jerome Boateng verfügt über den besten Body aller Nationalspieler.

München - Jerome Boateng ist Deutschlands Musterprofi! Keiner von Jogis Jungs springt höher, niemand ist schneller. Worin aber liegt Boatengs Erfolgsgeheimnis? In der tz erklärt er seinen Super-Körper.

Sie haben alles dabei, was man braucht, um Weltmeister zu werden. Torjäger wie Müller. Strategen wie Schweinsteiger. Oder Kämpfer wie Khedira. Deutschlands Musterprofi aber ist ein anderer – Jerome Boateng! Der Typ fällt auf. Als Boateng zum Termin mit der tz schlendert, drehen die brasilianischen Hostessen die Köpfe nach ihm um. Der 25-Jährige hat Schlag bei den Frauen – kein Wunder, er verfügt über den besten Body aller Nationalspieler! Keiner von Jogis Jungs springt höher, niemand ist schneller, das ergaben die neuesten Fitnesstests des DFB. Worin aber liegt Boatengs Erfolgsgeheimnis? In der tz erklärt er seinen Super-Körper.

Jerome, wussten Sie, dass Sie in fast allen Bereichen die Nummer eins sind?

Boateng: Nicht wirklich. Aber ist doch schön. Das zeigt, dass es sich lohnt, hart zu arbeiten.

Wie sieht diese Arbeit aus?

Boateng: Ich schiebe viele Zusatzschichten im Kraftraum, für die Beine und den Oberkörper. Außerdem versuche ich mich gut zu ernähren. Und ich arbeite mit Fitnesscoaches an meiner Schnelligkeit.

Wie oft gehen Sie in den Kraftraum?

Boateng: Wenn wir mit Bayern alle drei Tage ein Spiel haben, kann ich nicht so viel machen. Aber in einer normalen Woche bin ich drei bis fünf Stunden im Kraftraum, manchmal auch sechs.

Gibt es ein Geheimnis für Ihre Schnelligkeit?

Boateng: Nein, ich war schon immer schnell. Das wurde mir gegeben.

Und Ihre Sprungkraft?

Boateng: Die war auch schon immer da. Ich weiß noch, dass ich beim Weitsprung mal die Fünf-Meter-Marke geknackt habe.

Sie sind mit 1,92 Metern auch recht groß.

Boateng: Das hat mir als Kind auch Probleme bereitet. Mit zwölf, 13 Jahren hatte ich einen Wachstumsschub und manchmal große Probleme, überhaupt zu spielen – weil ich solche Schmerzen hatte! Die Trainer waren total verzweifelt. Aber ich habe die Sache nach und nach in den Griff bekommen und früh gelernt, dass ich viel für meinen Körper tun muss.

Dennoch wirkten Sie gerade in Ihrer HSV-Zeit von 2007 bis 2010 viel verletzungsanfälliger als jetzt. Was hat sich geändert?

Boateng: Ich arbeite jetzt noch enger mit Physios zusammen. Das hilft sehr. Vor ein paar Jahren war ich noch etwas schmächtig und nicht ausgereift. Jetzt kenne ich meinen Körper in- und auswendig. Und man sieht: In dieser und in der vorigen Saison hatte ich keine schweren Verletzungen, auch kaum muskuläre Probleme.

Erkennen Sie noch Schwachstellen an sich?

Boateng: Klar ist: Die Spieler, die gute, starke Beine haben, sind sehr selten verletzt. Darauf liegt mein Hauptaugenmerk. Zudem habe ich rechts durch eine Knieverletzung etwas weniger Kraft als links. Das versuche ich auszugleichen.

Und die von Ihnen angesprochene Ernährung? Was verkneifen Sie sich?

Boateng: Ich passe schon auf, esse nicht jeden Tag Pommes, Burger oder Pizza – dass mir das gut schmeckt, ist ja klar (lacht). Stattdessen gibt’s viel Gemüse, Reis, Fisch. Kohlenhydrate sind sehr wichtig. Und ich versuche, nicht so viele Süßigkeiten zu essen.

Schokolade?

Boateng: Mag ich nicht, zum Glück (lacht). Aber ich mag Kuchen und Kekse, da muss ich dann doch aufpassen. Im Urlaub esse ich dann vielleicht mal ein Stück mehr. Aber ich habe nicht den großen Heißhunger, das ist ein Vorteil. Es ist nicht schwierig für mich, zu verzichten.

Interview: sim

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