Nationalelf denkt schon ans Finale

Lahm erinnert an den weiten Weg seit 2006

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DFB-Kapitän Philipp Lahm.

Santo Andre - Spätestens seit heute Morgen gibt es im deutschen Team nur noch den Tunnelblick, die vollkommene Fokussierung. Die Nationalmannschaft will topvorbereitet ins WM-Finale gehen.

Im Licht am anderen Ende erstrahlt dabei das ehrwürdige Maracana in Rio de Janeiro, das die deutsche Mannschaft bei diesem Turnier schon kennen gelernt hat: Am vergangenen Freitag bezwangen Lahm & Co. dort die Franzosen mit 1:0. Vor knapp einer Woche hatte man sich in Rio ab 13 Uhr getroffen, am Sonntag startet das Finale am Vorabend um 17 Uhr (22 Uhr deutscher Zeit). Das bedeutet, man wird sich nun gezielt auf diese Zeit vorbereiten, die ­Trainingseinheiten von der Mittagshitze auf die späteren Stunden verschieben.

Schon am Freitag geht es dann mit dem gesamten Tross und allen gepackten Sachen zum Zuckerhut, am Samstag gibt es ein Abschlusstraining im Finalstadion. Und am Sonntagabend hoffentlich eine große Partie. Es wäre für einige Spieler nicht nur die Belohnung für ein strapaziöses WM-Turnier mit vielen Auf und Abs – es wäre die Vollendung für die Entwicklung seit dem Sommermärchen in Deutschland. ­Philipp Lahm sagte: „Man muss auch die letzten Jahre sehen. Das hier ist etwas, was sich die Mannschaft auf viele Jahre erarbeitet hat.“ Lahm erinnerte an das bittere Aus im Halbfinale 2006, das Aus 2010 gegen schlichtweg reifere Spanier hatte er sicher auch noch vor Augen, als er meinte: „Die Mannschaft ist jetzt bereit! Sie hat eine gute Basis in der Defensive! Und sie hat richtig Qualität!“ Mit anderen Worten: Das Projekt Titel steht auf einem breiten Fundament.

Angerichtet wurde dieses bereits nach 2004 durch den Impulsgeber Jürgen Klinsmann. Der twitterte nach dem Sieg über Brasilien sogleich: „Die beste Performance aller Zeiten eines deutschen Teams bei einer WM. Einfach fantastisch! Jetzt holt euch den Cup, ­Jogi und Team!“ Ein echter Mutmacher.

Der weitere Fahrplan der deutschen Mannschaft sieht vor, dass es am Montagnachmittag per Charterflug direkt von Rio de Janeiro nach Deutschland geht. Der Start ist für 16 bis 18 Uhr Ortszeit vorgesehen, ein früherer Abflug ist aufgrund der Nachtlandeverbote in Deutschland nicht möglich, zudem will man sich dem Land zu Tagzeiten präsentieren – ganz gleich in welche Stadt es auch geht. Ab Mittwoch haben die Spieler und Betreuer dann frei, die Bayern-Stars stoßen am 2. August zu ihrer Mannschaft, ebenfalls nach einem längeren Flug. Der FCB weilt dann nämlich zu Werbezwecken auf Trainingstour in den USA. Soweit denkt Philipp Lahm freilich jetzt noch nicht.

mic

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