Nach dem USA-Spiel

Was war da los? Das Schweigen des Schweinsteiger

+
Bastian Schweinsteiger mutierte nach dem USA-Spiel zum Schweigsteiger.

München - Drei Münchner Urgesteine bot Jogi Löw beim Spiel gegen die USA in der Zentrale auf. Den auffälligsten Eindruck hinterließ Bastian Schweinsteiger. Der mutierte nach dem Spiel zum "Schweigsteiger".

Es hatte sich unter der Woche angedeutet, und Jogi Löw zog es am Ende durch: Das Herzstück des deutschen Spiels war gegen die USA ein rotes, der Bundestrainer bot mit Philipp Lahm, Toni Kroos und Bastian Schweinsteiger gleich drei Münchner Urgesteine in der Zentrale auf. Den auffälligsten Eindruck hinterließ dabei Bastian Schweinsteiger, der zum ersten Mal in Brasilien überhaupt von Beginn an auf dem Feld stand.

Der Bayern-Leader fügte sich gut ein, forderte die Kugel, ging viele Wege – und biss sich trotz zum Teil überharten Widerstands der Amerikaner ins Spiel. Löw lobte anschließend: „Wir hatten eine gute Organisation, dafür stand Bastian! Solange die Kräfte bei ihm reichten, hat er einen guten Eindruck gemacht.“

Anschließend hinterließ er dafür wie so häufig gar keinen, Schweini war nicht zu sprechen, mutierte zum Schweigsteiger. Mit finsterer, vielleicht noch immer konzentrierter Miene ging er an den Journalisten aus Deutschland, USA, Brasilien vorbei.

So fragten einige bereits bei seinen Kollegen nach: Was ist los mit dem Leader? Lahm lachte nur: „Mit mir spricht er, das ist dann wohl positiv für mich.“ Auch ­Mario Götze fand keine Erklärung für den schweigsamen Schweini, zog die Frage ins Lächerliche: „Wahrscheinlich hat er ein persönliches Problem mit Ihnen!“, sagte er zu einem Kollegen. Dann hätte er eines mit allen…

Schweinsteiger bekommt alte Präsenz zurück

Immerhin saßen die Analysen seiner sportlichen Leistung. Manuel Neuer tönte über seinen Teamkollegen vom FCB: „Er war sehr gut, schon als er mit Miro zusammen eingewechselt wurde gegen Ghana. Er hat das gut gemacht, er ist ein Stratege. Und man sieht auch, dass er das Spiel kon­trolliert, den Rhythmus vorgibt in unserem Spiel. Das tut uns einfach gut. Man merkt, dass er wieder da ist!“

Was er meint: Nach seiner Verletzungspause und einer Saison, in der Schweini immer wieder zurückgeworfen wurde, bekommt er nun die alte Präsenz zurück. Und die wirkte in jedem Fall stärker als die von Sami Khedira zuletzt im Spiel gegen Ghana. Hinzu kommt, dass Schweini mit Lahm einen Abräumer zur Seite stehen hat. Der Kapitän hat sich ebenfalls stark verbessert gezeigt. Löw: „Unser Mittelfeld war absolut dominant, Philipp war vor der Abwehr immer anspielbar.“ Gut möglich also, dass diese rote Kombination auch im Achtelfinale wieder aufläuft. Vielleicht gibt es dann ja anschließend eine Analyse vom Leader.

mic

auch interessant

Meistgelesen

Juventus ändert Vereinslogo - wütender Aufschrei der Fans
Juventus ändert Vereinslogo - wütender Aufschrei der Fans
Google-Panne: Bild von Fußballer Broich wird zum viralen Hit
Google-Panne: Bild von Fußballer Broich wird zum viralen Hit
So endete Werder Bremen gegen Borussia Dortmund
So endete Werder Bremen gegen Borussia Dortmund
Guardiola selbstkritisch: "Vielleicht bin ich nicht gut genug"
Guardiola selbstkritisch: "Vielleicht bin ich nicht gut genug"

Kommentare