Deutschland, Portugal, Ghana, USA

WM 2014: Spielplan mit Anstoßzeiten der Gruppe G

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Die Teams der Gruppe G bei der WM 2014: Deutschland (links oben), Portugal (rechts oben), Ghana (links unten) und die USA (rechts unten).

Bei der WM 2014 kämpfen in der Gruppe G Deutschland, Portugal, USA und Ghana um das Weiterkommen ins Achtelfinale. Hier gibt's den Spielplan der Gruppe G, Infos zu den Teams und aktuelle News.

32 Nationen kämpfen in 64 Spielen um den WM-Titel und die FIFA-World-Cup-Trophäe. Zunächst müssen die Teams jedoch erst einmal die Gruppenphase überstehen. In Gruppe G treffen bei der WM 2014 Deutschland, Portugal, die USA und Ghana aufeinander. Zwischen dem 16. Juni 2014 und dem 26. Juni 2014 kämpfen die Mannschaften in sechs Partien um den Einzug ins Achtelfinale.

Fußball-WM: Spielplan der Gruppe G

Partie Datum Uhrzeit (MEZ) Ort
Deutschland - Portugal 16.6.14 13.00 (18.00) Salvador
Ghana - USA 16.6.14 19.00 (24.00) Natal
Deutschland - Ghana 21.6.14 16.00 (21.00) Fortaleza
USA - Portugal 22.6.14 18.00 (24.00) Manaus
USA - Deutschland 26.6.14 13.00 (18.00) Recife
Portugal - Ghana 26.6.14 13.00 (18.00) Brasília

Den kompletten WM-Spielplan zum Downloaden als PDF-Datei sowie alle Termine der acht WM-Gruppen und zahlreiche Hintergrundinfos, finden Sie hier.

Deutschland - Kopf und Favorit der Gruppe G

Als Erstes tritt Deutschland am Montag den 16. Juni in Salvador gegen Portugal an. Das Spiel wird in der Arena Fonte Nova ausgetragen und um 13 Uhr (MEZ 18.00) angepfiffen. Da inzwischen der endgültige WM-Kader von Joachim Löw feststeht, wird derzeit am heftigsten über die Taktik der DFB-Elf diskutiert. Der Bundestrainer nimmt mit Miroslav Klose nur einen einzigen echten Stürmer mit nach Brasilien. Das legt die Vermutung nahe, dass Löw mit einer sogenannten "falschen Neun" spielen will. Bei dieser Taktik übernimmt ein offensiver Mittelfeldspieler den Sturm, lässt sich aber nach den Angriffen immer wieder ins Mittelfeld zurückfallen. Mit Mesut Özil, Thomas Müller, Mario Götze und Julian Draxler gibt es im DFB-Kader gleich vier Spieler, die diese Position theoretisch besetzen können. Viele international sehr erfolgreiche und angesehene Mannschaften spielen mit einer "falschen Neun", zum Beispiel der FC Barcelona (mit Messi) oder Borussia Dortmund.

Eigentlich hatte Löw auch Marco Reus fest als potenzielle "falsche Neun" eingeplant, doch der 25-Jährige vom BVB hat sich kurz vor Beginn der WM 2014 beim Testspiel gegen Armenien so schwer am Knöchel verletzt, dass er für das gesamte Turnier ausfällt. Trotz des Sieges (6:1) ist das ein herber Rückschlag für die Nationalmannschaft. Für Reus rückt Abwehrspieler Shkodran Mustafi in den Kader nach. Ein gefundenes Fressen für Kritiker. Die machen Löw Vorwürfe. Ihr Standpunkt ist, dass es einen echten Stürmer braucht, um eine mauernde Abwehr zu durchbrechen. Eine "falsche Neun" könne das nicht leisten - und jetzt fehlt mit Reus auch noch ein starker Spieler, der die Position besetzen könnte. Auch sehen sie es als Fehler, mit Klose zwar einen sehr erfahrenen, aber mit seinen 35 Jahren auch recht alten Spieler zur WM 2014 mitzunehmen, der in der vergangenen Saison mehrfach verletzungsbedingt ausfiel. Es bleibt also abzuwarten, ob der Bundestrainer ein zu hohes Risiko eingegangen ist oder mit seiner Taktik Erfolg haben wird. Ebenfalls Sorgen bereitet Jogi Löw noch Manuel Neuer. Der FC-Bayern-Torwart hatte sich im Pokalfinale verletzt und ist noch immer nicht ganz fit. Am Pfingstsonntag hat er erstmals wieder am Torwarttraining teilgenommen.  

Portugal - der zweite Favorit der Gruppe G

Bei Portugal hat sich die Lage entspannt. Superstar Cristiano Ronaldo muss um seinen Einsatz beim WM-Spiel gegen Deutschland nicht mehr bangen, da seine Verletzung wieder auskuriert ist. Der 29-Jährige, der sonst bei Real Madrid kickt, hatte eine Sehnenentzündung im linken Bein und eine damit verbundene Muskelverletzung. Er fehlte deshalb beim Testspiel gegen Griechenland. Am Dienstag, zwei Tage vor der WM, testet Portugal noch einmal gegen Irland. Anschließend bezieht das Team das Quartier. 

USA - geballte deutsche Trainer-Power

Apropos USA: Die Mannschaft von Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann wird seit wenigen Tagen vom ehemaligen Nationalmannschafts-Coach Berti Vogts unterstützt. Klinsi hat sich den 67-Jährigen als Berater ins Team geholt. Vogts soll unter anderem Trainingspläne für Amerikaner entwickeln und sie bei der Beobachtung von Gegnern unterstützen. Als die Verpflichtung Ende März offiziell bekannt gegeben worden war, sagte Klinsmann: "Wir sind absolut begeistert, dass wir Berti als Sonderberater gewinnen konnten. Er bringt eine Fülle an Wissen und Erfahrung als Spieler und Trainer mit, und er weiß, was nötig ist, um auf höchstem Level erfolgreich zu sein." Die USA treten also mit geballter deutscher Trainerpower bei der WM 2014 an. Das Aufeinandertreffen von Deutschland und den USA in der Gruppe G wird dadurch noch brisanter. Das letzte Testspiel vor der WM gewann das Klinsmann-Team gegen Nigeria mit 2:1. Das erste WM-Spiel absolvieren die USA ebenso wie Deutschland am 16. Juni - allerdings gegen Ghana. Anpfiff ist um 19 Uhr (MEZ 24.00) - sechs Stunden nach der Partie Deutschland gegen Portugal. Im letzten Vorbereitungsspiel vor der WM hat die USA Nigeria mit 2:1 bespiegt. 

Ghana - starker Außenseiter der Gruppe G

Der Vierte im Bunde bei Gruppe G ist wie eben erwähnt Ghana. Für das afrikanische Land ist es die dritte WM-Teilnahme nach 2006 und 2010. Stars im Kader von Ghana sind die Mittelfeldspieler Michael Essien (beide AC Mailand), Kwadwo Asamoah (Juventus Turin) und Kevin-Prince Boateng (Schalke 04). Letzterer hat kurz vor der WM 2014 gegen die deutsche Nationalelf gestichelt. Bei einer Pressekonferenz am Montag sagte er über das Team von Löw: "Sie müssen Weltmeister werden oder mindestens ins Finale. Aber sie haben nicht die Typen in der Mannschaft, die alle mitreißen können." Die Spieler brächten zwar fußballerisch eine "überragende" Qualität mit, aber "immer, wenn es drauf ankam, haben sie es nicht geschafft", lästerte Boateng. Wenn Ghana am 21. Juni im Castelão in Fortaleza bei der WM erstmals auf Deutschland trifft, wird Kevin-Prince Boateng gegen seinen Bruder Jérôme kicken. Der Verteidiger, der sonst für den FC Bayern spielt, läuft in Brasilien für Joachim Löw auf. In einem Testspiel gegen die Niederlande verlor Ghana mit 0:1.

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