TV-Kritik: Hupp, Hupp, Hupp! Huppenkothen!

TV-Kritik: Die schönste Journalistin der WM

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Vanehupp statt Welke – da würde der Titan fei schauen…

München - tz-Kolumnist Jörg Heinrich beantwortet in seiner TV-Kritik zur WM die brennendsten Fragen zu den Moderatoren und Experten in Brasilien.

Tolle Idee von uns: Wer WM-Spiele wie Costa Rica – Griechenland bis tief in die Nacht durchhält, wenn es draußen schon wieder hellas wird, bekommt ab sofort 8,50 Euro Mindestlohn pro Stunde. Wer Fernanda Brandao zuschaut, ohne das Fern-Zäh-Gerät in eine schalldichte Decke zu packen, kriegt sogar zwölf Euro. Damit sollen hart arbeitende Fußballfans belohnt werden. Am Ende der Spiele wählt die FIFA den „Fan of the Match“, der selbst dann nicht aus dem Zimmer flieht, wenn Gerd Gottlob übers Schnackseln redet. Wir müssen dringend mit Frau Nahles sprechen. Aber davor beantworten wir die neuesten Leserfragen.

Wie geht es Mehmet Scholl? Wieder besser. Nach dem Ende der „Krupp-Phase“, wie es Giovane Elber nennt (ein ausgeheilter brasilianischer Husten), zog sich der Lieblingsexperte gleich mehrere Leiden zu, nämlich eine Gänsehautentzündung und einen verspannten Nacken. Den Nacken ließ sich Scholl von einer kräuterkundigen Voodoo-Hexe an der Copacabana einrenken, zum Entsetzen von Opdenhövel. Aber Mehmet blieb lässig: „Die wusste, was sie tat.“ Was er nicht verriet: Das Voodoo-Weiberl ist eine Ureinwanderin mit deutschen Wurzeln namens Imaculada Muller-Wollfartao, das sorgt für Vertrauen. Ansonsten bleibt Scholli der Beste. Er macht alles richtig. Wahrscheinlich trennt er sogar auf seinen Rechnungen die IBAN blockweise, was wir uns auch vom tz-Vertrieb wünschen würden, aber das nur nebenbei.

Wem drücken eigentlich die Brasilianer die Daumen? Hier hat die Samba-Susi wertvolle Hinweise geliefert. Im Rahmen ihrer Lach- und Hachgeschichten verriet uns Brandao: „Brasilianer sind mit Leib und Seele für Brasilien.“ Das kam unerwartet, wir hatten mit Dänemark oder den österreichischen Komoren gerechnet. Brandao, die eher nicht für den neuen Bildungskanal ARD alpha infrage kommt, ist das derzeit schärfste Argument gegen die GEZ. Doch wir als serviceorientierte Zeitung haben schon Ersatz ausgespäht. Und der kommt jetzt.

Wer ist Vanessa Huppenkothen? Die blonde Mexikanerin ist „Miss WM“, wurde zur schönsten Journalistin des Turniers gewählt. Nach dem Aus ihrer Jungs hat sie Zeit. In einem Casting-Interview mit der ARD machte die deutschstämmige Vanessa (Spitzname „Vanehupp“) in wenigen Sekunden einen aufgeweckteren Eindruck als Brandao in drei Wochen. Einsatzmöglichkeiten gäbe es viele. Vanehupp statt Welke – da würde der Titan fei schauen, nach all dem Elend der letzten Jahre. Oder Vanehupp in Campo Bahia. Nichts gegen Delling, aber dann will jeder zu den Interviews. Dieser Weg wird ein leichter sein! Willst du echte Megaquoten, engagierst du Huppenkothen. Wo geht’s hier zur Petition? Hupp, Hupp, Hupp!

Ist Tom Bartels ganz dicht? Aber ja. Er ist sogar Dichter. „Alles, was eben noch richtig wirkte, ist auf einmal falsch. Alles, was eben noch glänzte, was blühte, scheint verwelkt“, sinnierte der Skispringpoet über ­Vanessas arme Mexikaner. Apropos welk: Tiefnachts bediente sich Gerd Gottlob bei Runzelfürstin Gloria und verriet, dass die Costa-Ricaner ihre Elfmeterschützen schon „ausgeschnackselt“ haben. Bartels wiederum verriet aufgewühlt, dass es bei einem 1:1 nach Verlängerung Elfmeterschießen gibt. Und wir dachten, Holländer und Mexikaner werfen um die Wette Tomaten in Sombreros. Auch das würde Spaß machen – wenn Vanessa kommentiert.

Jörg Heinrich

 

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