Italien, Niederlande und Co.

WM 2018 in Russland: Diese Teams sind nicht dabei

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Gianluigi Buffon (Italien) und Arjen Robben (Niederlande) nehmen mit ihren Nationalmannschaften nicht an der WM 2018 teil.

Das Teilnehmerfeld für die WM 2018 ist komplett, 32 Mannschaften haben sich qualifiziert. Doch zahlreiche Top-Fußball-Nationen haben das Ticket nach Russland verpasst. Wir listen alle Nationen auf.

München - Die 32 Mannschaften, die an der Endrunde der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland teilnehmen, stehen fest. Mit dabei sind unter anderem der amtierende Weltmeister Deutschland, Europameister Portugal, Mitfavorit Frankreich sowie Rekordweltmeister Brasilien.

Doch in der Qualifikation sowie in den anschließenden Playoffs gab es auch die ein oder andere Überraschung. So verpasste beispielsweise der viermalige Weltmeister Italien das Ticket nach Russland, Copa-América-Sieger Chile sowie die Niederlande scheiterten sogar bereits in der Gruppenphase.

WM 2018: Diese Teams sind nicht dabei

Etliche Spitzenteams sind 2018 in Russland nicht dabei. Die WM können sie nur als Zuschauer verfolgen. Wir listen im Folgenden einige Nationen auf, die das Turnier verpassen (in alphabetischer Reihenfolge). Weiter unten finden Sie dann einen Überblick mit allen nicht qualifizierten Mannschaften.

WM 2018 ohne Chile

Für die chilenische Nationalmannschaft verlief die Qualifikation zur WM 2018 mehr als ernüchternd. Das Team um Arturo Vidal vom FC Bayern München scheiterte bereits in der Gruppenphase. Nach 18 Spielen belegte der Copa-América-Sieger von 2015 und 2016 nur den sechsten Rang. Dennoch blieb Trainer Juan Antonio Pizzi weiter im Amt.

WM 2018 ohne die Elfenbeinküste

Auch auf die Elfenbeinküste müssen Fußball-Fans im kommenden Jahr verzichten. Nachdem die Ivorer zuletzt dreimal in Folge an einer Endrunde teilgenommen hatten (2006 in Deutschland, 2010 in Südafrika, 2014 in Brasilien), reichte es in der WM-Qualifikation nur zu Rang zwei in der Gruppe C, hinter Marokko. Und das, obwohl die ivorische Auswahl durchaus über einige internationale Stars verfügt: Serge Aurier von Tottenham Hotspur, Franck Kessié vom AC Mailand, Salomon Kalou von Hertha BSC und Seydou Doumbia von Sporting Lissabon. Top-Stürmer Didier Drogba beendete seine Nationalmannschafts-Karriere bereits nach der Weltmeisterschaft 2014, bei der die Elfenbeinküste in der Vorrunde die Segel streichen musste.

Apropos Segel streichen: Nach der gescheiterten Qualifikation zur WM 2018 ist die Elfenbeinküste nun auf der Suche nach einem neuen Cheftrainer. Marc Wilmots, der den Job erst im März 2017 angetreten hatte, wurde nach dem 0:2 gegen Marokko von seinen Aufgaben entbunden.

WM 2018 ohne Gabun

Gabun biss sich in der WM-Qualifikation ebenfalls an Marokko die Zähne aus. In einer Gruppe mit den eben genannten Nordafrikanern sowie der Elfenbeinküste und Mali belegte Gabun den dritten Platz. Daran konnte selbst der wohl beste und bekannteste Spieler des Landes, Pierre-Emerick Aubameyang, nichts ändern. Der 28-Jährige vom Bundesligisten Borussia Dortmund nahm jedoch nur an drei von sechs Gruppenspielen teil. Als Torschütze beziehungsweise Vorlagengeber konnte sich Gabuns Kapitän aber nicht in den Spielberichtsbogen eintragen.

WM 2018 ohne Ghana

Bei der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien bereitete Ghana der deutschen Nationalmannschaft in der Gruppenphase große Probleme. Die Afrikaner erkämpften sich gegen den späteren Weltmeister ein 2:2, zwischenzeitlich schnupperten sie sogar am Sieg. Wesentlichen Anteil am Punktgewinn gegen die DFB-Elf hatten damals Kevin-Prince Boateng (Eintracht Frankfurt), André Ayew (West Ham United) und Asamoah Gyan (Kayerispor).

In der diesjährigen WM-Qualifikation stand für Ghana hinter Ägypten und Uganda nur Platz drei zu Buche. Somit findet erstmals seit 2002 eine WM ohne Ghana statt.

WM 2018 ohne Griechenland

Für die griechische Nationalmannschaft geht es immer weiter bergab. 2004 noch Europameister, verpassten die Hellenen 2016 die EM in Frankreich und nun also auch die WM in Russland. Mit Tabellenrang zwei in der Gruppe H qualifizierte sich das von Michael Skibbe trainierte Team immerhin noch für die Playoffs. Dort traf Griechenland auf Kroatien und musste schon nach dem Hinspiel (4:1) jegliche WM-Träume begraben.

Dennoch hat der ehemalige Bundesliga-Trainer Skibbe seine Mission noch nicht für beendet erklärt. „Ich werde sicher weitermachen. Ich bin sehr glücklich, der Nationaltrainer von Griechenland sein zu dürfen. Ich habe sehr gute Beziehung zum Verband und den Spielern“, so der 52-Jährige. Ob er tatsächlich vom Verband die Chance bekommt, ist offen.

WM 2018 ohne Irland

Irland durfte als Zweiter der WM-Qualifikationsgruppe D an den Playoffs teilnehmen. Dort musste sich die Mannschaft von Trainer Martin O‘Neill Dänemark (0:0 im Hinspiel, 1:5 im Rückspiel) geschlagen geben. Somit werden die fußballverrückten Fans Irlands nicht nach Russland reisen, nachdem sie bereits 2016 großartige Stimmung in die EM-Stadien gebracht hatten.

WM 2018 ohne Italien

Eine WM ohne Italien? Eigentlich undenkbar. Die Squadra Azzurra verspielte aber in den Playoffs gegen Schweden tatsächlich erstmals seit 60 Jahren das WM-Ticket. Dem viermaligen Weltmeister gelang es in insgesamt 180 Minuten gegen die Skandinavier nicht, ein Tor zu erzielen. So reichte Schweden das 1:0 aus dem Hinspiel für die Qualifikation zur Weltmeisterschaft in Russland.

Italien trägt seitdem Trauer. Der langjährige Mannschaftskapitän Gianluigi Buffon gab sogar direkt nach dem Spiel seinen Rücktritt bekannt. Es steht ein Umbruch bei der italienischen Nationalelf an. Die erfahrenen Profis wie Daniele De Rossi (34 Jahre), Giorgio Chiellini (33) und Andrea Barzagli (36) werden künftig keine Rolle mehr spielen. Auch Nationaltrainer Gian Piero Ventura musste mittlerweile seine Sachen packen. Ex-Bayern-Coach Carlo Ancelotti soll ihn offenbar beerben.

WM 2018 ohne Katar

Die Nationalmannschaft Katars hat sich - wenig überraschend - ebenfalls nicht für das Turnier in Russland qualifiziert. Somit wird die erste WM-Teilnahme Katars auf die Endrunde 2022 verschoben. Dann findet das Turnier am Persischen Golf statt und Katar ist als Gastgeber automatisch gesetzt. Allerdings wird man in den kommenden Jahren noch viel Aufbauarbeit leisten müssen, sonst ist 2022 bereits in der Vorrunde Schluss.

WM 2018 ohne die Niederlande

Auch Arjen Robben, Bas Dost und Co. sind 2018 nur in der Zuschauerrolle. Nach der Europameisterschaft 2016 hat die Niederlande auch die Qualifikation zur WM in Russland verpasst. Da Oranje in der Gruppenphase nur Rang drei hinter Frankreich und Schweden belegte, reichte es nicht einmal für die Playoffs.

Bayern-Star Robben machte daraufhin nach 96 Länderspielen (37 Tore) im Nationalteam enttäuscht Schluss. In Holland steht nun auch ein Umbruch an.

WM 2018 ohne Österreich

Den Traum, erstmals seit 1998 wieder an einer Weltmeisterschaft teilzunehmen, musste Österreich bereits am vorletzten Spieltag der WM-Qualifikation begraben. Durch einen 1:0-Sieg von Wales in Georgien hatte die Elf von Marcel Koller keine Chance mehr auf das Ticket zur Endrunde im kommenden Jahr. Da halfen auch die beiden Erfolge über Serbien (3:2) und Moldawien (1:0) nichts mehr.

Die Qualifikation für das nächste internationale Turnier, die Europameisterschaft 2020, wird Österreich jedoch nicht mit Koller in Angriff nehmen. Stattdessen soll der Deutsche Franco Foda die kriselnde Nationalmannschaft als Trainer wieder flott machen.

WM 2018 ohne die Türkei

Die letzte WM-Teilnahme der Türkei ist inzwischen 15 Jahre her. Damals wurde das Team, das zu dieser Zeit von Şenol Güneş gecoacht wurde, Dritter bei der Endrunde in Japan und Südkorea. Zum Kader gehörten unter anderem Hakan Şükür, Emre Belözoğlu und Yildiray Bastürk. Bis heute hat die Türkei nur an zwei weiteren Turnieren teilgenommen. Bei der EM 2008 in Österreich und der Schweiz ging es bis ins Halbfinale, 2016 in Frankreich schieden die Türken als Gruppendritter aus.

In der diesjährigen WM-Qualifikation tat sich die Türkei schwer. Nach den zehn Gruppenspielen konnte man lediglich Finnland und Kosovo hinter sich lassen.

WM 2018 ohne die USA

„Wir haben eine ganze Nation hängen lassen. Ich hätte nie geglaubt, dass ich einen solchen Tag erleben muss“, sagte Omar Gonzales im Oktober nach dem blamablen 1:2 der USA am finalen Spieltag in der CONCACAF-Gruppe bei Schlusslicht Trinidad und Tobago. Die Niederlage besiegelte das WM-Aus der US-Boys um Christian Pulisic (Borussia Dortmund) und Bobby Wood (Hamburger SV).

Bis November 2016 wurde die US-amerikanische Auswahl noch von Jürgen Klinsmann trainiert und stand zuletzt zweimal in Folge im WM-Achtelfinale.

Kurios: Das überraschende Aus zahlreicher renommierter Fußball-Nationen in der WM-Qualifikation hat Verantwortliche beim US-Verband USSF auf eine Idee gebracht. Wie US-Medien berichten, prüfen USSF und Soccer United Marketing derzeit die Umsetzbarkeit eines Mini-Turniers oder einer Länderspielserie mit Nationalmannschaften, die sich nicht für die WM 2018 in Russland qualifizieren konnten.

Diese Stars verpassen die WM 2018

WM 2018: Alle nicht qualifizierten Teams

Wir haben für Sie alle Teams aufgelistet, die sich nicht für die Weltmeisterschaft 2018 in Russland qualifizieren konnten. Im Folgenden finden Sie die nicht qualifizierten Nationen aus den sechs Konföderationen Europa, Afrika, Nord-, Mittelamerika und Karibik, Südamerika, Asien und Ozeanien. Alle Mannschaften haben mindestens zwei Partien (Hin- und Rückspiel) in der WM-Qualifikation absolviert.

Alle nicht qualifizierten Teams aus Europa im Überblick (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Albanien
  • Andorra
  • Armenien
  • Aserbaidschan
  • Bosnien-Herzegowina
  • Bulgarien
  • Estland
  • Färöer
  • Finnland
  • Georgien
  • Gibraltar
  • Griechenland
  • Irland
  • Israel
  • Italien
  • Kasachstan
  • Kosovo
  • Lettland
  • Liechtenstein
  • Litauen
  • Luxemburg
  • Malta
  • Mazedonien
  • Moldawien
  • Montenegro
  • Niederlande
  • Nordirland
  • Norwegen
  • Österreich
  • Rumänien
  • San Marino
  • Schottland
  • Slowakei
  • Slowenien
  • Tschechien
  • Türkei
  • Ukraine
  • Ungarn
  • Wales
  • Weißrussland
  • Zypern

Alle nicht qualifizierten Teams aus Afrika im Überblick (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Algerien
  • Angola
  • Äquatorial-Guinea
  • Äthiopien
  • Benin
  • Botsuana
  • Burkina Faso
  • Burundi
  • Demokratische Republik Kongo
  • Dschibuti
  • Elfenbeinküste
  • Eritrea
  • Gabun
  • Gambia
  • Ghana
  • Guinea
  • Guinea-Bissau
  • Kamerun
  • Kap Verde
  • Kenia
  • Komoren
  • Kongo
  • Lesotho
  • Liberia
  • Libyen
  • Madagaskar
  • Malawi
  • Mali
  • Mauretanien
  • Mauritius
  • Mosambik
  • Namibia
  • Niger
  • Ruanda
  • Sambia
  • São Tomé und Príncipe
  • Seychellen
  • Sierra Leone
  • Somalia
  • Südafrika
  • Sudan
  • Südsudan
  • Swasiland
  • Tansania
  • Togo
  • Tschad
  • Uganda
  • Zentralafrikanische Republik

Alle nicht qualifizierten Teams aus Nord-, Mittelamerika und der Karibik im Überblick (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Amerikanische Jungferninseln
  • Anguilla
  • Antigua und Barbuda
  • Aruba
  • Bahamas
  • Barbados
  • Belize
  • Bermuda
  • Britische Jungferninseln
  • Cayman-Inseln
  • Curacao
  • Dominica
  • Dominikanische Republik
  • El Salvador
  • Grenada
  • Guatemala
  • Guayana
  • Haiti
  • Honduras
  • Jamaika
  • Kanada
  • Kuba
  • Montserrat
  • Nicaragua
  • Puerto Rico
  • St. Kitts und Nevis
  • St. Lucia
  • St. Vincent und die Grenadinen
  • Suriname
  • Trinidad und Tobago
  • Turks- und Caicosinseln
  • USA

Alle nicht qualifizierten Teams aus Südamerika im Überblick (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Bolivien
  • Chile
  • Ecuador
  • Paraguay
  • Venezuela

Alle nicht qualifizierten Teams aus Asien im Überblick (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Afghanistan
  • Bahrain
  • Bangladesch
  • Bhutan
  • Brunei Darussalem
  • China VR
  • Chinese Taipei
  • Guam
  • Hongkong
  • Indien
  • Irak
  • Jemen
  • Jordanien
  • Kambodscha
  • Katar
  • Kirgisische Republik
  • Kuwait
  • Laos
  • Libanon
  • Macau
  • Malaysia
  • Malediven
  • Mongolei
  • Myanmar
  • Nepal
  • Nordkorea
  • Oman
  • Osttimor
  • Pakistan
  • Palästina
  • Philippinen
  • Singapur
  • Sri Lanka
  • Syrien
  • Tadschikistan
  • Thailand
  • Turkmenistan
  • Usbekistan
  • Vereinigte Arabische Emirate
  • Vietnam

Alle nicht qualifizierten Teams aus Ozeanien im Überblick (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Amerikanisch-Samoa
  • Cook-Inseln
  • Fidschi
  • Neukaledonien
  • Neuseeland
  • Papua-Neuguinea
  • Salomon-Inseln
  • Samoa
  • Tahiti
  • Tonga
  • Vanuatu

WM 2018 in Russland: Alle wichtigen Infos gibt es hier

Bei tz.de* erfahren Sie, wie Sie die Auslosung zur Fußball-WM 2018 live im TV, im Live-Stream und bei uns im Live-Ticker verfolgen können. Diego Maradona und die russische Sportjournalistin Maria Komandnaja sind unter anderem im Kreml dabei. Welche Mannschaft sich Hoffnungen auf den Weltmeisterschafts-Titel machen kann, haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Lesen Sie auch auf tz.de*: WM 2018 in Russland: Gruppen, Spielplan und Stadien im Überblick

Updates

Update vom 1. Dezember 2017: Die Gruppenphase für die WM 2018 in Russland ist ausgelost. Nun stellt sich natürlich die Frage: Wen muss Deutschland schlagen, um ins Finale zu kommen? Hier bekommen Sie alle Infos. 

Update vom 1. Dezember 2017: Die Auslosung in Moskau ergab eine machbare Gruppe für die deutsche Nationalmannschaft. Mexiko wird eines der Teams sein, das die DFB-Elf in der Vorrunde ärgern will. Wir haben für Sie alle wichtigen Infos über Mexiko zusammengestellt.*

Update vom 21. November 2017: Bei der Auslosung der Gruppenphase für die Endrunde der WM 2018 in Russland am 1. Dezember droht dem DFB-Team eine echte Hammer-Gruppe. Hier erfahren Sie, welche Gegner in die deutsche Gruppe gelost werden können

Update vom 21. November 2017: Am 1. Dezember blickt die Fußball-Welt nach Moskau, denn dort werden am Nachmittag deutscher Zeit die Gruppen der Endrunde für die WM 2018 in Russland ausgelost. Doch wie läuft das eigentlich ab? Nach welchem Modus werden die Mannschaften auf die Töpfe verteilt? Wir haben für Sie alle wichtigen Infos zur Auslosung zusammengestellt.

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

sk

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