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Wer wird Löws härtester WM-Gegner? Die wichtigsten Fragen und Antworten

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Joachim Löw
Joachim Löw Bundestrainer Löw reist mit seinem Team als Titelverteidiger zur WM-Endrunde nach Russland (Archivfoto). © dpa / Patrick Seeger

Der Countdown zur WM 2018 in Russland läuft. Die Tage zum Eröffnungsspiel sind angezählt.  Bundestrainer Joachim Jöw und seine Mannschaft zählen zu den Favoriten. Doch es sind noch Fragen offen.

München - Am Dienstag waren es 100 Tage bis zum WM-Beginn, der Countdown Richtung Eröffnungsspiel am 14. Juni zwischen Russland und Saudi-Arabien läuft. Die wichtigsten Fragen.

Wie laufen die Vorbereitungen? 

Organisatorisch scheint Russland bereit für die WM. Die Stadien in Moskau, St. Petersburg, Kasan und Sotschi wurden beim Confed Cup erfolgreich getestet, die acht weiteren Arenen sind oder werden bis zum WM-Auftakt fertig.

Drohen Gewaltexzesse durch Hooligans? 

Das ist nicht auszuschließen. Hooligan-Gruppierungen in England, Russland und vereinzelt auch Deutschland haben im Internet mit dem Säbelrasseln begonnen. Zuletzt lieferten sich rund 200 gewaltbereite Anhänger von Spartak Moskau beim Europa-League-Spiel in Bilbao eine Straßenschlacht mit der Polizei und gegnerischen Fans.

Das Bundeskriminalamt befürchtet bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland eine besondere Gefährdungslage für die Sicherheit. Mehr darüber lesen Sie hier.

Welche Aussichten hat Deutschland? 

Der Titelverteidiger gehört auch dieses Mal wieder zu den heißesten Anwärtern auf die Krone. Auch wenn Bundestrainer Joachim Löw einen besonders heftigen Titelkampf erwartet („Deutschland wird gejagt werden wie nie“), gehört die DFB-Elf neben Brasilien, Frankreich, Spanien und Argentinien zum engsten Favoritenkreis. Die Gruppenphase mit Mexiko, Schweden und Südkorea ist knifflig, sollte aber kein Problem darstellen. In der FIFA-Weltrangliste ist Deutschland Spitze (1602 Punkte), gefolgt von Brasilien und dem amtierenden Europameister Portugal (1358).

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Ronaldo und die Portugiesen beim Confed-Cup. © AFP / ROMAN KRUCHININ

Alle Infos zur WM 2018 in Russland: Spielplan als PDF, Gruppen und Stadien bei der Weltmeisterschaft finden Sie hier bei tz.de

Was passiert sonst noch im Land? 

Am 18. März wählt Russland sein Staatsoberhaupt. Amtsinhaber Wladimir Putin wird sich dabei erneut zum Präsident wählen lassen und die WM wie Olympia 2014 in Sotschi als Propaganda-Instrument einsetzen. Dabei ist die wirtschaftliche Lage verheerend, auch weil Russland unter den EU-Sanktionen im Zuge der Annexion der Krim-Halbinsel leidet. Der offiziell auf zehn Milliarden Euro veranschlagte WM-Etat dürfte durch die vielen millionenschweren Bauprojekte, deren Finanzierung meist bewusst verschleiert wird, wohl auf 30 Milliarden Euro ansteigen.

Was hat der Skandal um das russische Staatsdoping für Auswirkungen? 

Seit mehreren Monaten halten sich hartnäckig Berichte, dass der russische Whistleblower ­Grigorij Rodtschenkow Beweise für Doping im russischen Fußball besitzt. Im McLaren-Bericht ist von 34 Fällen – darunter auch der gesamte russische WM-Kader 2014 – die Rede. In Russland begegnet man diesen Gerüchten gelassen. Zumindest der international schwer umstrittene Vize-­Premierminister Witali Mutko trat 2017 von seinem Amt als Chef des WM-OK zurück, nachdem ihn das Internationale Olympischen Komitee als Schlüsselfigur im Skandal um die Heim-Winterspiele lebenslang gesperrt hatte. Sein Amt als Präsident des russischen Fußballverbandes RFU will er für sechs Monate ruhen lassen.

Bei der WM 2018 spielt Deutschland gegen Mexiko, Schweden und Südkorea. Mehr Infos zu den Terminen finden Sie hier bei tz.de.

tz

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