Spielerabstellung

WM 2022: Bierhoff fordert kreative Lösung - Clubs beraten

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Setzt sich für kreative Lösungen bei Spielerabstellungen während der WM ein: DFB-Direktor Oliver Bierhoff. Foto: Andreas Arnold/dpa

Offenbach (dpa) - DFB-Direktor Oliver Bierhoff stellt sich auf eine sehr kurze Vorbereitungszeit für die Nationalmannschaft vor der WM 2022 in Katar ein - und in der Bundesliga gehen die Diskussionen über den Spielplan weiter.

Laut eines Berichts der "Sport Bild" gibt es Überlegungen, den Ligabetrieb noch während der Endrunde fortzuführen. Demnach könnten ab dem Zeitraum des WM-Viertelfinales zumindest die Vereine an zwei bis drei Spieltagen gegeneinander spielen, die keine oder kaum Nationalspieler abstellen. Die Hürden dafür scheinen allerdings hoch, unter anderem müssten Nachholspiele terminiert werden.

"Wir werden unsere Spieler ganz sicher nicht zehn Wochen in den Urlaub schicken, sofern sie nicht bei der WM sind. Denkbar ist, dass sie ein oder zwei Wochen Zeit zur Regeneration erhalten", sagte Werder-Manager Frank Baumann als Mitglied der DFL-Kommission "Fußball" der Zeitschrift. "Möglich ist, dass es parallel zur WM Spielrunden der Bundesligisten gibt. Wie die geartet sein könnten, wird in den nächsten Wochen erarbeitet." Damit Nationalspieler, die in Katar im Einsatz waren, in diesen Spielen zum Einsatz kommen können, müssten die FIFA-Regularien geändert werden.

Bierhof richtete seinen Blick auf die Vorbereitungszeit der deutschen Auswahl. "Wir müssen da kreativ rangehen, eben auch in den Länderspielabstellungen vorab gewisse Dinge schonmal angehen. Also die Vorbereitungszeit für die Trainer, aber auch die Organisation wird in Katar ganz anders sein", sagte Bierhoff beim Neujahrsempfang der Deutschen Fußball Liga in Offenbach.

Obwohl der relevante Rahmenterminkalender erst im November oder Dezember 2021 vom Deutschen Fußball-Bund verabschiedet wird, war zuletzt eine Diskussion über den engen Ablauf vor dem WM-Turnier am Golf vom 21. November bis zum 18. Dezember aufgekommen.

Möglicherweise wird der letzte Bundesliga-Spieltag vor der WM erst am 13. November beendet sein und die DFB-Auswahl nur gut eine Woche zur Turniervorbereitung haben. "Nein, das reicht natürlich nicht", sagte Bierhoff. "Und im Gespräch mit den Trainern wird auch immer wieder deutlich, dass gerade die Vorbereitungszeit auf ein Turnier enorm wichtig ist, weil in der Saison in den kurzen Länderspielreisen hat man kaum Zeit, etwas einzustudieren. Auf der anderen Seite müssen alle Mannschaften damit leben. Es wird für die Trainer ein Nachteil sein, aber man hat keinen Wettbewerbsnachteil, weil alle Nationen damit leben müssen", sagte Bierhoff.

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