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Neue Deutschland-Aufstellung gegen Spanien? Flick blockt ab – Geheimwaffe in der Hinterhand

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Von: Manuel Bonke

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Hansi Flick (r.), Trainer der DFB-Elf.
Hansi Flick (r.), Trainer der DFB-Elf: Einen Systemwechsel schließt der ehemalige Bayern-Trainer nach der Niederlage gegen Japan aus. © IMAGO/ULMER/Markus Ulmer

Ganz Fußballdeutschland diskutiert nach der Pleite gegen Japan über mögliche Veränderungen bei der DFB-Elf. Hansi Flick jedoch wehrt sich gegen einen Systemwechsel.

Doha - Nach Sonne und Strand war am Donnerstag keinem National­spieler mehr im feinen Quartier Zulal Wellness Resort zumute, im Norden Katars herrscht dicke Luft. Nach dem 1:2 bei der WM 2022 gegen Japan droht bereits am Sonntagabend das vorzeitige ­Turnier-Aus, das Duell gegen Spanien (20 Uhr, ZDF und Magenta TV) wird zur Zitterpartie. Und nach der Niederlage am Mittwoch gibt es viel Kritik - an der Mannschaft genauso wie am Bundestrainer.

Nach seinem Startrekord mit acht Siegen am Stück ist der Ergebnis-Trend bei Hansi Flick (57) gekippt. Von den vergangenen neun Länderspielen konnte die Nationalmannschaft nur noch zwei gewinnen. Und vor allem die Japan-Pleite sorgt für Debatten. Deshalb änderte der DFB auch seine Pläne. Spontan stellte sich der Bundestrainer am Tag nach der Niederlage noch einmal der Presse - und bezog auch zur Debatte um seine Taktik Stellung. Wichtigste Erkenntnis: Der Bundestrainer hält an seinem System fest. (Spielplan der WM 2022 in Katar)

Auswechslungen von Müller und Gündogan sorgen für Kritik

„So weit sind wir noch nicht, dass wir unser System umstellen“, sagte er. Eine Dreierkette, die einige Fachleute angesichts der fehlenden Außenverteidiger gefordert hatten, wird es somit nicht geben. Auch dürfte Joshua Kimmich (27) weiterhin keine Option als Rechtsverteidiger sein. „Sie können wirklich davon ausgehen, dass wir jede Personalie und jede Position diskutieren. Das tun wir vor jedem Spiel. Es ist unsere Aufgabe als Trainerteam, die Mannschaft so aufzustellen, dass sie top besetzt ist“, lautete sein Allgemeinplatz. Flick schließt Kimmichs Versetzung nicht explizit aus – ein Plädoyer für den Bayern hinten rechts war es aber auch nicht. (Einzelkritik gegen Japan)

Am meisten Kritik musste Flick jedoch wegen seines Doppelwechsels in der 67. Minute einstecken, sogar von Kumpel Lothar Matthäus (61). Durch die Auswechslungen von Thomas Müller und Ilkay Gündogan, von zwei erfahrenen Spielern zugleich, ist die Ordnung verloren gegangen. „Der Rhythmus ging verloren“, schimpfte der Rekord-Nationalspieler bei Bild. Diesen Vorgang kritisierte auch Paul Breitner (71) im tz-Interview: „Es ist mir ein Rätsel, warum Thomas Müller und Ilkay Gündogan ausgewechselt wurden, dafür gab es doch keinen triftigen Grund. Damit reiße ich doch nur das Teamgefüge auseinander.“

Kehrer für Süle als Rechtsverteidiger?

Nun steht die Nationalmannschaft vor dem Alles-oder-nichts-Spiel gegen Spanien. „Wir haben keinen Schuss mehr frei, der Fehlschuss, den hatten wir gestern, so müssen wir das Ganze angehen“, sagte Flick. Gegen die Spanier müssten „viele Dinge“ besser gemacht werden. Das gilt auch für den Bundestrainer, der Nikals Süle (27) mit Sicherheit nicht mehr als Rechtsverteidiger auflaufen lassen wird. Thilo Kehrer (26) gilt als erster Kandidat für diese Position. Ob Süle statt des ebenfalls wackeligen Nico Schlotterbeck (23) noch eine Chance als Innenverteidiger erhält, bleibt abzuwarten.

Und vorne dürfte sich Kai Havertz (23) nach seinem Lustlos-Auftritt aus der Anfangsformation gespielt haben. Problem: Ein Einsatz von Leroy Sané (26) kommt gegen Spanien wohl noch zu früh, obwohl der Flügelspieler nach überstandenen Knieproblemen am Donnerstag wieder auf dem Platz stand und individuell arbeitete. So könnte der Bremer Niclas Füllkrug (29) zur Geheimwaffe des Bundestrainers werden. Manuel Bonke

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