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WM 2022: Fußball in Katar – Ligen, Top-Klubs, Stars

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Al Arabi gegen Qatar SC: QNB Stars League. Blick auf das Suheim Bin Hamad Stadion vor der QNB Stars League.
Al Arabi gegen Qatar SC: QNB Stars League. Blick auf das Suheim Bin Hamad Stadion vor der QNB Stars League. © Simon Holmes/IMAGO

Mit der WM 2022 ist das Emirat Katar am Persischen Golf in den Fokus der Fußballwelt gerückt. Auch wenn es sich nicht um eine große Fußballnation handelt, wird doch seit Jahrzehnten erfolgreich Fußball in Katar gespielt.

Doha – Den Grundstein zum Interesse am Fußball in Katar legten ausländische Arbeiter auf den Ölfeldern der Halbinsel, indem sie 1948 ein Turnier untereinander veranstalteten. Seither bemüht sich das Emirat mit eher mäßigem Erfolg, die Fußballbegeisterung der Einheimischen anzuheizen, nicht zuletzt mit der WM 2022 im eigenen Land.

Fußball in Katar: Die Ligen im Überblick

Die inoffizielle Gründung der Q League mit einer ersten und einer zweiten Liga erfolgte zur Saison 1963/64, drei Jahre nach der Gründung der Qatari Football Association (QFA). Bis zur ersten offiziellen Saison sollten jedoch noch neun Jahre vergehen. Erster Landesmeister wurde 1973 der heutige Qatar SC, der damals noch Al Estaqlal hieß.

1981 wurde erstmals die Option zum Auf- und Abstieg zwischen beiden Ligen eingeführt, doch in mehreren Jahren gab es mangels Mannschaften nicht einmal eine zweite Liga. Um den Fußball in Katar attraktiver zu machen, gab die QFA 2003 jeder Mannschaft 10 Millionen US-Dollar zum Einkauf ausländischer Stars. Außerdem wurde die Aspire Academy gegründet, mit der einheimische junge Talente gefördert werden sollten. Letztendlich dient auch die WM 2022 dazu, das Interesse der arabischen Welt am Fußball zu wecken.

Fußball in Katar: Die Top-Klubs und ihre Erfolge

Seit 2009 nennt sich die Q-League Qatar Stars League und besteht aus zwölf Erstliga-Vereinen und sechs Zweitliga-Vereinen. Außerdem werden jedes Jahr neben der Liga vier Pokalwettbewerbe ausgetragen. Die aktuellen zwölf Mitglieder der ersten Liga:

Der mit Abstand erfolgreichste katarische Verein ist Al Sadd SC aus Doha mit insgesamt 59 Titeln, darunter 16 Meistertiteln.

Fußball in Katar: Internationale Stars

Trotz aller Bemühungen versammeln sich regelmäßig nur wenige Tausend Zuschauer zu den Spielen der Qatari Stars League. Als Gründe für das Desinteresse gaben Einheimische unter anderem die Hitze in Katar an, Zeitmangel, die Anwesenheit bezahlter Fans und die für Frauen ungeeignete Atmosphäre. Um den Fußball in Katar attraktiver zu machen, lancierte die QFA den Versuch, internationale Stars an den Golf zu locken. So wechselte Stefan Effenberg zum Karriereende nach der Saison 2002/03 beim VfL Wolfsburg für eine weitere Saison zum Club Al-Arabi.

Ein weiterer großer Name in Katar ist der heutige Star-Trainer Pep Guardiola, der 2003 für zwei Jahre bei Al-Ahli anheuerte und zu einem der erfolgreichsten Spieler der Liga wurde. Weitere große Namen waren unter anderem Ronald und Frank de Boer aus den Niederlanden, Fernando Hierro aus Spanien, Claudio Caniggia aus Italien und Marcel Desailly aus Frankreich. Mittlerweile spielen jedoch fast ausschließlich einheimische Spieler in der ersten Liga, mit denen Katar auf Erfolge bei der WM 2022 hofft.

Fußball in Katar: Highlights auf internationaler Ebene

Rekordmeister Al Sadd SC konnte in den letzten Jahren immer wieder internationale Erfolge erzielen. So gewann die Mannschaft 2011 die asiatische Variante der Champions League und konnte sich damit für die FIFA-Club-Weltmeisterschaft qualifizieren, wo erst im Halbfinale Endstation gegen den FC Barcelona war. Als Gastgeber der Club-Weltmeisterschaft 2019 war Al Sadd SC automatisch qualifiziert, scheiterte aber im Viertelfinale an Monterrey aus Mexiko.

Die katarische Nationalmannschaft tritt bei der WM 2022 erstmals bei einer Weltmeisterschaft an. 2019 konnte sie sich beim AFC Asian Cup (der asiatischen Variante der Fußball-Europameisterschaft) den Titel durch ein viel beachtetes 3:1 gegen Japan im Endspiel sichern und verhalf dem Fußball in Katar damit zu einem Popularitätsschub.

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